Tschüss CeBIT!

10. März 2008

e-waste in our container at cebit 2008 Den Elektroschrott, den wir zur Cebit mitgebracht hatten, nehmen wir natürlich auch wieder mit. Nach sechs Tagen Bloggen auf Englisch und Deutsch, Vloggen, vielen Gesprächen und Interviews mit Jounalisten und mit noch mehr Besuchern hoffen wir, dass viele es uns in Zukunft gleich tun werden. Die Herstellerfirmen sind in der Verantwortung, endlich Produkte auf den Markt zu bringen, die “grün” in allen Aspekten sind – und diese dann auch den Konsumenten zugänglich machen. Das Greenpeace-Team, das dafür die gesamte letzte Woche auf der CeBIT unterwegs war, ist nun wieder zu Hause und erholt sich von dem vollgepackten Programm und den kurzen Nächten.

“Zu Hause”, das bedeutet bei einem Zusammentreffen von Greenpeace International und Deutschland unter anderem Amsterdam und Hamburg – Die vielen Mitarbeiter und Freiwilligen verstreuen sich außerdem nach Berlin, Jena, Augsburg, Paris, Kapstadt… Von da aus beobachten wir die immer noch anhaltende Berichterstattung, ich freue mich über ein Interview bei Radio Fritz. Es war eine tolle, anstrengende Woche, die jede Minute Arbeit wert war!

CeBIT 2008: Sechs Tage Suche nach grüner Elektronik

09. März 2008

Es ist Sonntagabend, der Container voller Elektroschrott steht noch in Halle 19, die CeBIT 2008 ist offiziell vorbei. Das Resumee ist deutlich: Ein Produkt, das den Titel “grün” verdient, haben wir auf der weltgrößten IT-Messe nicht gefunden. Die Hersteller müssten dafür einem ganzheitlichen Konzept folgen und alle Aspekte für umweltverträgliche Elektronik mit einbeziehen. Wir brauchen Computer, Mobiltelefone und Monitore, die nicht nur energiesparend arbeiten, sondern auch ohne giftige Chemikalien produziert werden, eine lange Lebensdauer haben und nach Gebrauch fachgerecht recycelt werden.

Medien griffen die Informationen aus dem Greenpeace-Report “Searching for Green Electronics”, der während unserer Pressekonferenz veröffentlicht wurde, immer wieder auf. Welche Hersteller und Produkte schon etwas auf dem Weg zur Green IT erreicht haben, war ebenso Thema wie die Schritte, die nun noch unternommen werden müssen – damit ein wirklich grünes Produkt entsteht. “Unsere Präsenz auf der CeBIT hat gezeigt, dass Greenpeace die einzige Organisation ist, die eine kritische Position auf dem Elektroniksektor vertritt, die auch anerkannt und aufgenommen wird”, sagt Campaignerin Zeina Al-Hajj.

Was können Konsumenten tun? Fragen Sie beim Kauf von Computern oder Handys nach “grünen” Produkten. Orientieren Sie sich am Greenpeace-Hersteller-Ranking und an unserem Report “Searching for Green Electronics”. Es gibt zwar immer noch kein vorbildliches Produkt in puncto Ökologie, aber immerhin: Unser Ranking zeigt, wie sich einzelne Hersteller um Verbesserungen bemühen, während andere davon noch weit entfernt sind.In zwei Wochen veröffentlicht Greenpeace die neueste Ausgabe des Hersteller-Rankings. Ob die großen IT-Konzerne den Wettlauf um grünere Produkte ernst nehmen, wird sich darin zeigen.

In unserem letzten Video von der CeBIT haben wir die Besucher nach ihren Wünschen gefragt: Was müssen Firmen unternehmen, damit grüne Technik endlich einfach erhältlich ist?

Wer unseren Messestand am Laufen hält…

08. März 2008

Briefing am SamstagmorgenWährend die Campaigner und Pressesprecher in Gespräche mit Journalisten und Austellern vertieft sind, kommt ein immer größer werdender Strom von Besuchern an unserem Stand in Halle 19 vorbei – es ist merklich Wochenende geworden. Um diese Besucher kümmern sich die Freiwilligen: Greenpeacer aus ganz Deutschland, die nach Hannover gekommen sind, um zu helfen. Einen Tag oder gleich die ganze Woche, die Aufgaben sind klar: Messebesucher durch unseren Container mit der Videoinstallation führen, Infozettel und Reports verteilen und natürlich Fragen beantworten.

Wahrscheinlich werden unseren Freiwilligen heute mehr Frauen als in den letzten Tagen begegnen: Die haben heute am Weltfrauentag nämlich freien Eintritt auf der Messe. Die Greenpeacerinnen wurden von ihren Kollegen Rembert und Peter von der Hamburger Gruppe mit Eis verwöhnt – viel besser als Blumen!