Warmes für die Arctic 30

26. November 2013

Freitag erreichte mich die beruhigende Nachricht, dass all die dreißig Filzhaussschuhe, die ich im Oktober gestrickt habe, bei den Kolleginnen und Kollegen in St. Petersburg angekommen sind. Riesige Freude stellte sich ein, dass sich die Mühe gelohnt hat und die Filzhausschuhe ein bisschen Wärme vermitteln können.

Nun geht es hoffentlich aufwärts – und die Aktivisten dürfen hoffentlich bald das Land verlassen und zurück zu ihren Familien!

Für einen respektvollen Umgang mit Lebensmitteln

14. Juni 2013
Deutschland - Milchregal in einem Supermarkt.

©Axel kirchhof/Greenpeace

Immer wieder begegnet uns selber im Alltag die Lebensmittelverschwendung. Ob vor der Urlaubsreise, wenn der Kühlschrank noch nicht geleert ist oder wenn wir in Dokumentationen und Filmen erfahren, wie schnell Lebensmittel wegen fehlender Norm aussortiert werden.

Das Thema bewegt uns alle, deshalb vor der Urlaubszeit hier der Hinweis auf eine tolle neue Seite:

foodsharing – Lebensmittel teilen statt wegwerfen

www.foodsharing.de soll eine Internet-Plattform werden, die Privatpersonen, Händlern und Produzenten die Möglichkeit gibt, überschüssige Lebensmittel kostenlos anzubieten oder abzuholen. Über www.foodsharing.de kann man sich auch zum gemeinsamen Kochen verabreden um überschüssige Lebensmittel mit Anderen zu teilen, statt sie wegzuwerfen. Wenn Ihnen die Informationen gefallen, verbreiten Sie sie bitte weiter.

Hier noch ein Kurzfilm zur Thematik von Jana Neumann und Michelle Röber,  Studentinnen an der Fachhochschule Dortmund Design Medien Kommunikation:

Nichts ist wertlos – Du musst es nur erkennen

Ein Stop-Motion-Film über die mangelnde Wertschätzung und das alltägliche Verlangen nach der Perfektion unserer Lebensmittel. Das Brezel dient hierbei als Sinnbild jeglicher Nahrung.

Weitere Informationen zu Lebensmittelverschwendung finden Sie hier.

VW auf dem richtigen Weg

17. April 2013

Nach dem Erfolg unserer VW-Kampagne wollte ich von meinem Kollegen Wolfgang Lohbeck wissen, wie er den Erfolg und die weiteren Aussichten einschätzt.

Wie ist der Erfolg mit VW zustande gekommen und wie ist der Erfolg aus deiner Sicht zu bewerten?

Der Erfolg kam nach zwei Jahren teilweise sehr konfrontativer Kampagnenarbeit. VW zeichnet von sich selbst ja bekanntlich das Bild des ökologischen Musterkonzerns. Da passte es überhaupt nicht ins Bild, dass wir herausgestellt hatten, wie weit VW  hinter seinem eigenen Anspruch zurückblieb. VW wollte die zukünftigen Grenzwerte ebenso aufweichen wie auch die anderen Hersteller. Seine fortschrittliche Spartechnik  gab es nur gegen Aufpreis. Beides hat VW nun geändert.

Ganz besonders wichtig am Einlenken von VW ist, dass damit auch die anderen Hersteller zusätzlich unter Druck stehen, schärfere Grenzwerte zu akzeptieren.

Was erhofft sich Greenpeace für eine Wirkung auf die Politik?

Wenn ein so großes und eine ganze Branche dominierendes Unternehmen wie VW klar macht, dass es problemlos schärfere Grenzwerte einhalten kann, muss die Politik handeln. Die Politik versteht sich leider allzuoft als Erfüllungsgehilfe von Industrieinteressen. Sie vertritt derzeit immer noch, dass die jetzt angekündigten Grenzwerte der EU abgeschwächt werden sollen. Das ist aber nicht mehr im Interesse  der gesamten Branche, der größte Hersteller ist sehr viel fortschrittlicher als der Bundesumweltminister und der muss sich jetzt bewegen.

Banner am Volkswagen Logo in Wolfsburg (c) Michael Loewa - Greenpeace

Banner am Volkswagen Logo in Wolfsburg

Warum gibt es überhaupt Schlupflöcher, mit denen Unternehmen die CO2-Emissionen von Neuwagen frisieren können?

Das ist das Ergebnis einer ausgeklügelten Strategie der Autohersteller, vor allem der “Premium”- Hersteller. Die EU hatte 95 Gramm CO2-Emissionen pro Kilometer festgelegt, das entspricht etwa 3,9 Liter Verbrauch auf Hundert Kilometer.  Die Hersteller wollten aber in der Öffentlichkeit nicht als Blockierer einer Regelung dastehen, die durchaus populär ist: Emissionen und Verbrauch sollen runter.  Sie fürchteten einen Imageschaden.

Stattdessen haben sie sich auf die Strategie verlegt so zu tun, als ob sie die neuen Grenzwerte “akzeptieren”.  De facto versuchen sie aber bis heute, mit Ausnahme von VW, diesen Wert zu unterlaufen. Sie stellen sich vor, dass jedes verkaufte sparsame Auto als mehrfach verkauft gelten soll. Mit dem  Ergebnis, dass alle anderen Modelle entsprechend mehr CO2 emittieren dürfen. Ein vollkommen aus der Luft gegriffener willkürlicher Rechentrick, der aber die CO2- Bilanz schönt.

Wie geht es nach dem Erfolg weiter? Werden sich andere Autokonzerne nun auch stärker für Klimaschutz einsetzen?

Jetzt ist vor allem die Politik gefragt. Denn der größte Hersteller hat gezeigt, dass die Positionen, die derzeit noch von der Bundesregierung vertreten werden, rückständig und nicht mehr zeitgemäß sind. Wir versuchen den Bundesumweltminister dazu zu bewegen, dass er in Brüssel nicht Grenzwerte fordert, die weit hinter dem zurückbleiben was der größte Hersteller bereits angekündigt hat. Und natürlich setzt das auch andere Hersteller, wie etwa Daimler und BMW, unter Druck.

Danke Wolfgang und was wünscht du dir von den Leserinnen und Lesern?

Bitte machen Sie mit bei der Aktion Europa gegen CO2 mit. Sie richtet sich an die verantwortlichen Politiker und Politikerinnen in Brüssel.