Gestern nahm ich für Greenpeace in den Sitzungsräumen der CDU/CSU-Fraktion an dem Kongress zum Schutz der Meere teil: “Rio +20 – Gehen unsere Meere unter?” Die Rede- und Diskussionspanels waren mit EU-Fischereikommissarin Maria Damanaki, dem deutschen Umweltminister Röttgen, dem Staatssekretär des Landwirtschaftsministeriums Robert Kloos und – last not least – der Bundeskanzlerin Angela Merkel hochkarätig besetzt.
Ein Novum: Auch die Umweltverbände fanden beim Kongress prominent Gehör. So konnten wir in einem Redebeitrag unsere Sicht der Dinge und Forderungen zur europäischen und internationalen Fischereipolitik platzieren. Kernpunkt war dabei der dringend notwendige Paradigmenwechsel für eine ökologisch nachhaltige Fischerei und die Einrichtung von Meeresschutzgebieten, nicht nur in Europa, sondern weltweit.
Normalerweise kennt man solche Kongresse als Gelegenheiten, bei denen Politiker viel reden aber wenig sagen. Das war hier anders. Zum Beispiel sagte Frau Merkel in ihrer 25-minütigen Rede Dinge wie:
Wir müssen die Meere in unser Herz schließen. Um die weltweit reichste Ressourcenzone zu erhalten, kommen wir um eine Nachhaltigkeitsstrategie nicht umhin.
Das klang in meinen Ohren sehr nach: da geht doch was! Jetzt ist es wichtig, die Gelegenheit beim Schopfe zu fassen und für den Weltnachhaltigkeitsgipfel im Juni des nächsten Jahres den richtigen Kurs in punkto Meeresschutz zu setzen.













