Freihandelsabkommen TTIP keineswegs frei

16. Juli 2014

TTIP_DemokratieEs gibt einige Gründe warum man das Freihandelsabkommen kritisiert:

  • In Europa könnte das die Absenkung hoher Lebensmittel- und Umweltstandards zugunsten des Handels bedeuten.
  • Unser Klima – und Umweltschutz wäre in Gefahr, da Atomausstieg und Fracking-Verbot nicht den Vorstellungen der US-Konzerne entsprechen.
  • Rechte für Arbeitnehmer könnten gemäß den Wünschen der USA angepasst und somit geschmälert werden.
  • Die Möglichkeit des Investionsschutzes würde erweitert, das heißt Konzerne können Staaten verklagen und somit Einfluss in demokratische Entscheidungen bekommen.

Genauere Informationen erhälst du hier:

TTIP – Gefahr für die Umwelt
TTIP – Handel mit Risiko
TTIP – Was handeln wir uns da ein?

Stoppt TTIP! Beteilige dich am Mittwoch 16.07.2014, ab 11 Uhr am interantionalen Twitter-Storm!


Zeichentrick-Clip erklärt Tücken des #TTIP in nur 150 Sekunden: bit.ly/1orOUQj #KickOutTTIP

Frei erfunden & rührend falsch: die schönsten Märchen über #TTIP: bit.ly/1s3kULp #KickOutTTIP

Infografik: Worum es beim #TTIP-Freihandelsabkommen mit den USA wirklich geht: bit.ly/18YINfQ #KickOutTTIP

#TTIP ebnet den Weg für #Gentechnik #Fracking #ACTA. Fordere den Verhandlungsstopp: bit.ly/1o4GYRU #KickOutTTIP

#TISA – Was geht hier ab? bit.ly/1mNR3kS #KickOutTTIP


#TTIP ebnet den Weg für #Gentechnik #Fracking #ACTA. Fordere den Verhandlungsstopp: bit.ly/1o4GYRU #KickOutTTIP

Insider-Infos aus den #TTIP-Hinterzimmern: Den Lobbyisten auf der Spur – Teil 1: http://bit.ly/1pX7WSh #KickOutTTIP

Infografiken: Diese Konzernlobbys sitzen in #Brüssel mit am Tisch #TTIP – Teil 2: http://bit.ly/1rfQnwF #KickOutTTIP

#TTIP: Wer am meisten von den Mauscheleien profitiert, zeigen diese Grafiken: http://bit.ly/U56mPE pic.twitter.com/GUc189Gqik #KickOutTTIP

Danke für den Lacher! @sigmargabriel macht auf Komiker – unfreiwillig #TTIP #Video bit.ly/1mghrnH #KickOutTTIP

Primark – und das Prinzip Discounter

27. Juni 2014

Keine Frage, es ist eine Schande wie viel Elend im Namen der Mode angerichtet wird.

Und gerade an der Billigmode-Kette Primark kann man sehen, welche Blüten die Discount-Mentalität treibt. Nirgendwo kann man für so wenig Geld so viele Klamotten kaufen. Die Kunden fallen über die Mode her wie Löwen über ihre Beute. Gleich zu Dutzenden stopfen sie Tops und Schuhe in Einkaufsnetze, die so groß wie Fischreusen sind. Und das obwohl die zumeist jungen Kunden wissen, dass die Qualität der Ware bescheiden ist und die Sachen kaum die ersten Wäsche überstehen, ohne völlig die Form zu verlieren.

Seit Tagen sieht sich die britische Billig-Kette aber einem Shitstorm im Internet ausgesetzt. In Großbritannien sind eingenähte Hilferufe in Primark-Kleidung aufgetaucht. Zwar ist immer noch unklar, ob sie von asiatischen Näherinnen stammen oder von pfiffigen Menschenrechtsaktivisten, aber das ist eigentlich egal. Die Wut über die skandalösen Arbeitsbedingungen der Textilarbeiter ist groß und richtet sich gerade mit Wucht gegen Primark. Einfach weil man ein Dejà-Vu hat – Primark war einer der Auftraggeber der Fabrik in Bangladesch, die im April 2013 einstürzte. Das Unglück kostete mehr als 1100 Arbeiter das Leben.

Der Lust auf Billig-Klamotten scheint das keinen Abbruch zu tun. Aufgrund der großen Nachfrage will die Kette Anfang Juli am Berliner Alexanderplatz ihre nächste Filiale eröffnen.

© Wu Di / Greenpeace - Für viele Probleme verantwortlich: die Textilindustrie in Ländern wie China

© Wu Di / Greenpeace - Für viele Probleme verantwortlich: die Textilindustrie in Ländern wie China

Warum das so ist? Weil sich viele daran gewöhnt haben, dass Kleidung billig zu haben ist und nichts wert. Aber auch, weil der Umkehrschluss falsch ist und teuer nicht per se besser. Das zeigen die Detox-Reports von Greenpeace, die gefährliche Chemikalien in Kleidung bekannter Marken nachgewiesen haben. Zuletzt der Greenpeace-Report zu Kinderkleidung Anfang 2014, der belegte, dass Kinderkleidung von Burberry wie von Primark hormonähnlich wirkende Stoffe wie Weichmacher, aber auch per-und polyfluorierte Chemikalien enthielt, von denen einige krebserregende Eigenschaften besitzen. Der höhere Preis geht also nicht in mehr ökologische Qualität oder Transparenz zur Herkunft der Kleidung, sondern in teure Werbung, um das Image der Marke auszubauen.

In puncto Ethik zeigt sich bei Befragungen dasselbe Bild. Die „Kampagne für Saubere Kleidung“ hat aktuell 50 führende Bekleidungsfirmen unter die Lupe genommen und geprüft, ob die Unternehmen  für existenzsichernde Löhne sorgen, von denen die Textilarbeiterinnen menschenwürdig leben können. Fortschritte attestierten die strengen Prüfer sowohl Billigketten wie Zara als auch der fairen Schweizer Modemarke Switcher. So la la – aber immer noch mit hoher Bereitschaft zu Engagement– schnitten die teure Sportmarke Puma und der Billighöker Primark ab.

Zu ähnlichen Ergebnissen kommt auch Greenpeace: 20 Firmen haben bislang ein Detox-Commitment unterzeichnet, mit dem  sie sich verpflichten, den Einsatz giftiger Chemikalien auf Null zu fahren. Zuletzt haben sich die Luxusmarke Burberry und die Billigmarke Primark auf diesen Kurs verpflichtet. Natürlich wird Greenpeace genau wie jüngst bei Adidas verfolgen, ob den Zusagen auch Taten folgen – etwa mit Produkttests. Sich also als Verbraucher für solche Kampagnen zu engagieren, sorgt für den notwendigen Druck, um Veränderungen zu erreichen.

Nicht Primark ist das Problem, sondern der überbordende Konsum, für den Primark symptomatisch steht. Die billigen Preise animieren Kunden, die Sachen als Wegwerfware zu sehen. Und Primark hat ohne Frage noch eine neue Runde im Preiskrieg der Billigketten eingeläutet, die H&M und Zara begonnen haben. Billig ermöglicht eben, viel einzukaufen. Und das, obwohl unsere Kleiderschränke eh schon aus allen Nähten platzen und wir dringend mehr Beine bräuchten, um all die Schuhe anzuziehen, die wir horten. Bis zu 40 Prozent dessen, was wir im Schrank hängen haben, tragen wir selten oder nie.

Das ist nicht nachhaltig.

Und vielleicht das dickste Brett, was es zu bohren gilt: weniger zu kaufen, dafür aber eine bessere Wahl zu treffen, also Sachen zu kaufen, die ökologisch und sozial einwandfrei hergestellt wurden.

Dann hätte sich das auch das Geschäft mit der Massenware zweifelhafter Herkunft erledigt.

#DetoxWave: Werden Sie Teil der Bewegung

26. Mai 2014

Erinnern Sie sich an Ihren letzten Besuch in einem Fußballstadion: Die Atmosphäre, wenn tausende Hände sich in die Luft heben und über die Blocks ein gemeinschaftliches Raunen wandert. Können Sie es spüren? Großartige Leistung braucht ein einzigartiges Publikum: Menschen die motivieren, das Beste zu geben.

Update: Die finale Detox-Welle mit mehr als 600 Unterstützern findet ihr hier. Am 11.06.2014 hat Adidas ein detailierten Fahrplan zu Entgiftung der Produktion vorgelegt. Mehr über den Kampagnen-Erfolg. Danke an alle Unterstüzer!

Auch Hebert Hainer, Vorstandvorsitzender von Adidas, braucht diese Motivation. Zu Beginn der Detox-Kampagne 2011 versprach er im Namen seines Konzerns gefährliche Chemikalien aus der Produktion zu verbannen. Seither ist wenig passiert. Immer wieder haben Untersuchungen gefährliche Chemie in Adidas-Produkten entdeckt – zuletzt in der aktuellen WM-Kollektion. Dabei erwartet Adidas dieses Jahr Rekordumsätze von zwei Milliarden Euro mit WM-Produkten. Foul!

Versteht Adidas den Sportsgeist nicht? Wer einige der besten Fußballspieler der Welt ausstattet, sollte im eigenen Unternehmen mit vollem Einsatz an der Verbesserung der Unternehmensleistung arbeiten – einschließlich einer sauberen Produktion. Nicht sportlich ist, dass aufgrund von Unternehmen wie Adidas alleine in China 320 Millionen Menschen keinen Zugang zu sauberen Trinkwasser haben. Machen Sie mit und bewegen Sie Adidas, Teil einer giftfreien Zukunft zu werden!

Überzeugen Sie Adidas! Greifen Sie zu Ihrem Smartphone, installieren Sie die Video-App Vine, zeichnen Sie Ihre La Ola-Welle für giftfreien Fußball auf und senden Sie sie mit Ihrer Botschaft an und dem Hashtag #DetoxWave Adidas und Ihre Freunde (siehe Anleitung). Laden Sie Freunde ein mitzumachen. Alle Unterstützer werden in zwei Wochen Teil der größten digitalen La Ola-Welle der Welt. Hebert Hainer kann vielleicht wenige von uns übergehen, aber er kann uns nicht alle ignorieren!

Mehr als eine halbe Million Menschen – engagierte Eltern, Mode-Liebhaber, Aktivisten und Fußballfans – fordern giftfreie Mode von Unternehmen wie Adidas. Einige der größten Marken der Welt erkennen, dass gehandelt werden muss und arbeiten mit ihren Lieferanten zusammen, um gefährlichen Chemikalien in unserer Umwelt zu beseitigen. Helfen Sie mit, dass Hebert Hainer wieder vom Sportsgeist ergriffen wird und Adidas transparent und ehrgeizig zum Vorreiter sauberer Mode macht. Zeigen Sie gefährlicher Chemie die rote Karte!

Sie möchten mehr tun?

  1. Erfahren Sie mehr über die Detox-Kampagne