Greenpeace-Aktionstage im Ozeaneum gegen riskantes Geschäft mit arktischem Öl

17. April 2014

Start frei für 2014! Ab dem 22. April geht es los mit unseren Aktionstagen im Ozeaneum in Stralsund. Schwerpunkt ist das immer noch sehr aktuelle Thema “Schutz der Arktis”, denn Gazprom wird die europäischen Märkte bald mit Öl aus dem arktischen Nordpolarmeer beliefern. Deswegen informieren unsere ehrenamtlichen Kollegen über die daraus resultierenden Gefahren für das einzigartige Naturwunder Arktis vom 22. bis einschließlich 24. April von 10-18 Uhr im Ozeaneum. Neben Filmen, Ausstellungstafeln und Mitmachaktionen besteht die Möglichkeit, persönlich mit unseren Kollegen in Dialog zu treten.

Gletschereis in der Arktis

Wir stehen gerne für Diskussionen/Gespräche Rede und Antwort und freuen uns, wenn wir neue Arktisschützer gewinnen können. Mehr als fünf Millionen Menschen haben sich bisher für ein Schutzgebiet rund um den Nordpol und ein Verbot von Ölbohrungen im Arktischen Meer eingesetzt und das mit Erfolg: Das Europäische Parlament hat im März eine Resolution für den Schutz der Arktis verabschiedet.

Kommen Sie gerne vorbei und informieren Sie sich. Wir freuen uns auf Sie.

Und wenn Sie jetzt nicht vorbeikommen können: Vom 24. Mai bis einschließlich 26. Mai sind wir wieder vor Ort und am 28. Mai findet ein Extra-Vortrag zum Thema “Arktis – Schwarze Zeiten für ein weißes Paradies” statt, jeweils 12 und 15 Uhr im Kino.

Urlaub an der Ostsee inkl. Informationen von Greenpeace!

11. Juli 2013

Eisbär Thore ist bei den Aktionstagen im Ozeaneum dabei.

Wer sich in den nächsten Tagen an der Ostsee bzw. genauer gesagt in Stralsund in der Nähe der Insel Rügen und direkt am Strelasund aufhält, der kann Beides bekommen.

Denn wo kann man sehr gut Urlaub machen und sich nebenbei auch noch über die Meere und ihre mehreren tausend Bewohnern informieren. Im Ozeaneum, dass seid nunmehr fünf Jahren als Botschafter für die Weltmeere fungiert. Nicht umsonst wurde das Ozeaneum 2010 zu Europas Museum des Jahres. Im Ozeaneum paart sich Wissenswertes mit Spaß, fünf große Erlebnisausstellungen laden zum verweilen und staunen ein.

Vom 10. Juli bis 14. Juli lädt das Ozeaneum und Greenpeace mit vielen abwechslungsreichen Veranstaltungen die Besucher ein, sich mehr mit den Meeren zu beschäftigen.

Das Greenpeace-Schiff Beluga II wird vor dem Ozeaneum vor Anker gehen und eine Ausstellung über die schöne und bedrohte Arktis an Bord zeigen, weitere Informationen zu diesem Thema wird es direkt im Ozeaneum bei Greenpeace geben.  Denn Shell plant immer noch Ölbohrungen in der Arktis und dies gilt es zu verhindern.Jeder ist eingeladen auch ein Arktis-Schützer zu werden, weltweit haben sich schon mehrere Millionen Menschen dazu bekannt. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit bei einer Fotoaktion mitzumachen - “Wäre hier Öl, Shell würde bohren”! Vor Ort stellen wir diese Aktion vor, wer selbst aktiv werden will, erhält bei uns praktische Tipps.

Vorbeikommen lohnt sich und wir freuen uns!

Übrigens zu Gast – Thore aus dem hohen Norden.

Fünf Jahre Greenpeace und das Ozeaneum Stralsund

09. Juli 2013

Interview mit Angela Pieske, Projektleiterin der Ausstellung „1:1 Riesen der Meere“.

Das Greenpeace-Schiff Beluga II in Fahrt auf der Ostsee.

Ganz bestimmt! Im Ozeaneum in Stralsund können die Besucher live erleben, was es heißt, im Meer zu leben. Hier hat Greenpeace zusammen mit dem Deutschen Meeresmuseum die weltweit einmalige Ausstellung „1:1 Riesen der Meere“ realisiert. Wer schon einmal auf den Liegen unter den tonnenschweren Wal-Modellen gelegen hat, bekommt einen Vorgeschmack auf die unendlichen Weiten der Meere.

Was ist das Besondere an der Greenpeace-Ausstellung im Ozeaneum?

Die erlebnisorientierte Unterwasserreise führt die Besucher von der Ostsee bis ins Polarmeer:  45 Schaubecken mit rund 7000 Tieren aus Ostsee, Nordsee und Nordatlantik auf einer Fläche von 8700 Quadratmetern.  Der krönende Abschluss: die Ausstellung „1:1 Riesen der Meere“. Acht tonnenschwere Modelle – Wale und Riesenfische in Originalgröße – hängen von der 18 Meter hohen Decke. Zu sehen sind unter anderem ein 26 Meter langer Blauwal, ein 15 Meter langer Pottwal im Kampf mit einem Riesenkalmar, ein Mondfisch und ein Manta. In den Vitrinen präsentieren wir interessante Ausstellungsstücke, etwa den Vergleich von Fischen früher und heute, um aufzuzeigen, was der Mensch durch die Überfischung der Meere bereits zerstört hat. Der Umweltaspekt ist uns in diesem Zusammenhang sehr wichtig. Das Ozeaneum liefert das wissenschaftliche Know-how und Greenpeace den umweltpolitischen Hintergrund. Eine optimale Ergänzung, wie wir finden.

Was ist Ihr persönliches Highlight?

Die Modelle allein sind schon faszinierend, aber natürlich auch die multimediale Inszenierung mit Licht und Geräuschen aus der Meereswelt. Zweimal pro Stunde erwachen die Exponate für zehn Minuten zum Leben: Walgesänge, bläulich flackerndes Licht, Meeresrauschen. Ein Erzähler führt durch die Show und berichtet Faszinierendes aus der Welt der „Riesen“. Die Multimedia-Inszenierung ist so beliebt, dass in den Sommermonaten bis zu 200 Menschen pro Vorstellung unter den Walen liegen.

Wie kam es zu dieser Kooperation mit dem Meeresmuseum?

Die Idee hatte Dr. Benke, der Direktor des Deutschen Meeresmuseums. Das war im Jahr 2004. Seine Anfrage bei uns brachte die Idee ins Rollen. Er meinte: „Wenn nicht mit Greenpeace, mit wem sonst?!“ Wir waren von Anfang an von der Idee begeistert – aber als Umweltschutzorganisation hatten wir natürlich auch gewisse Kriterien, die wir an unseren Partner stellen. Unsere Unabhängigkeit ist uns sehr wichtig und natürlich die ökologischen Standards. Andererseits hätten wir so etwas Großes nicht alleine realisieren können.

Angela Pieske, Referentin Events & Kooperationen von Greenpeace Deutschland.

In erster Linie möchten wir den Besuchern die Faszination der Ozeane und ihrer Bewohner näherbringen. Dazu möchten wir mit Menschen, die sich für den Lebensraum Meer interessieren, in den direkten Dialog treten. Das erreichen wir über die Modelle in Originalgröße, die Vitrinen, interaktive Exponate, Filme sowie die Multimedia-Inszenierung. An verschiedenen Stellen in der Ausstellung weisen wir auf die Bedrohung der Meere und ihren Schutz hin. Tipps und Fakten ergänzen das Ganze, sodass jeder Einzelne entscheiden kann, was er selbst zum Meeresschutz beitragen will.

Auf welche Umweltstandards legte Greenpeace Wert?

Die Auswahl und Haltung der Tiere, die Aquariumstechnik, der Einsatz von Baumaterialien und die  gastronomischen Angebote im Restaurant – alles erfolgte nach streng ökologischen Kriterien.  Ökostrom, PVC-freie Kabel, Rohre und Bodenbeläge, FSC-zertifizierte Hölzer, FCKW- und FKW-freie Kühlanlagen, Recyclingpapier für Broschüren und einiges mehr. In den Aquarien befinden sich nur heimische Tierarten aus den Meeren vor unserer Haustür: aus Ostsee, Nordsee und dem Nordatlantik.

Greenpeace hat einiges an Zeit und Geld investiert. War es das wert?

Ja, unbedingt! Die Planungen und die Realisierung dauerten rund vier Jahre – und  das hat sich gelohnt. Aktionen zum Beispiel gegen Walfänger und die Fischindustrie sind der eine Weg, um auf die Bedrohung der Meere und seiner Bewohner aufmerksam zu machen. Genauso wichtig für unsere Arbeit sind uns die Sensibilisierung und Information der Ausstellungsbesucher. Im Ozeaneum treffen wir auf Menschen, die sich für die Schönheit und den Schutz der Meere interessieren. Kindern und Jugendlichen die Faszination der Meere zu zeigen, ist uns besonders wichtig. Durch die Multimedia-Inszenierung sowie durch unsere Vorträge und Aktionstage sprechen wir die Besucher auf eine andere, eine emotionale Art an. Nur was ich selbst erlebt und gesehen habe, will ich schützen.

Gibt es ein spezielles Programm für Familien?

Wir organisieren regelmäßig Aktionstage und Aktionswochen zu aktuellen Meeresthemen. Dieses Jahr steht die Arktis im Zentrum unserer Aktivitäten. Vorträge und Multimedia-Präsentationen von Greenpeace-Aktivisten, Lesungen, Open-Air-Veranstaltungen und kostenlose Führungen mit unseren ehrenamtlichen Guides durch die Ausstellung stehen auf dem Programm. Solche Tage sind echte Highlights für die ganze Familie. Sozusagen Greenpeace zum Anfassen, ganz persönlich und direkt! Für Kinder haben wir immer ein Extra-Programm: Basteltische, Spiele, Kinder-Mitmach-Konzerte und vieles mehr. Im letzten Jahr haben zum Beispiel Kinder und Jugendliche von Greenpeace Plastikmüll am Strand gesammelt. Und rund 600 Kinder waren aktiv  bei unserer Fisch-Mitmachaktion für die Arktis.

Bis zur Ausstellungseröffnung im Sommer 2008 gab es doch bestimmt die eine oder andere Herausforderung zu meistern?

Das kann man wohl sagen. Nur ein Beispiel: Wie transportiert man einen 26 Meter langen Blauwal? Auf einem Spezialtransporter – ohne Brustflossen und Fluke, dafür mit einem Stahlgerüst im Bauch. Die Firma Molitor in Berlin hat ihn heil durch die engen Gassen und Brücken in Stralsund gelotst. Richtig brenzlig wurde es beim Einzug in die Halle – das war Millimeterarbeit. Dann wurden Fluke und Brustflossen wieder angebracht, die Nahtstellen neu verspachtelt und lackiert. Wenig später hing das acht Tonnen schwere Originalmodell aus Stahl, Styropor, Polyesterharz und Lack an den Stahltrossen unter der Decke.

Und was war besonders bemerkenswert?

Die Ausstellung „1:1 Riesen der Meere“ ist für uns ein voller Erfolg. An manchen Tagen waren rund 8.000 Besucher vor Ort und nach nur einem Jahr wurde im Ozeaneum der millionste Besucher begrüßt. Damit zählt das Museum zu den besucherstärksten Museen in Deutschland. Im Mai 2010 wurde es zu Europas Museum des Jahres gekürt.

Höhepunkt zum ersten Geburtstag im Sommer 2009 war der Besuch des Greenpeace-Aktionsschiffs Beluga II und die „Nacht unter Walen“. Es wurde gefeiert, mit Theater, Outdoor-Kino und weiteren Aktivitäten unter den Walen. Für Kinder gab es ein buntes Programm, unter anderem konnten sie auf einem Greenpeace-Schlauchboot mitfahren.

Wie sehen die nächsten fünf Jahre aus?

Die ersten fünf Jahre haben uns und den Millionen Besucherinnen und Besuchern viel gebracht: nicht nur Spaß und Unterhaltung, sondern auch Informationen und echtes Engagement. Die begeisterten Reaktionen der Besucher spornen uns immer wieder aufs Neue an, ein interessantes Programm anzubieten. Wir werden auch weiterhin täglich mit einem kleinen Team vor Ort sein und für Fragen zur Verfügung stehen. Die nächsten fünf Jahre? Die Meere brauchen unseren Schutz – mehr denn je. Genügend Ideen haben wir auf jeden Fall.

Was steht zum fünfjährigen Geburtstag an?

Die Beluga wird direkt vor dem Ozeaneum festmachen, so wie auch schon zur Eröffnung des Ozeaneums 2008. Dort werden wir Schiffsführungen anbieten und Informationen zur Arktis verteilen. Im Ozeaneums selbst finden weitere Aktivitäten rund um die Arktis statt. Thore, der Gast aus dem hohen Norden, wird wieder zu sehen sein.

Vom 10. bis 14. Juli von 10 bis 18 Uhr stehen wir für Frage und Antworten rund um den Arktis- und Meeresschutz bereit!

Und das Ozeaneum bietet den Besuchern ebenfalls ein vielfältiges Programm in seiner Geburtstagswoche.