
Aktion gegen BNP in Paris wegen Investitionen in Atomenergie (C) Greenpeace
Anfragen zu ökologischen und nachhaltigen Geldanlagen bekommen wir schon seit Jahren immer wieder, aber wir haben den Eindruck, dass es durch die Finanzkrise mehr werden.
Die großen Banken haben einen schlechten Ruf, immer mehr Kundinnen und Kunden wollen ihr Geld ethisch korrekt anlegen.
Wir freuen uns, dass sich immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher Gedanken machen, wofür die Banken ihr Geld einsetzen und wir freuen uns, dass sie bei uns nachfragen. Wir können zwar mit Tipps weiterhelfen, aber bewerten und entscheiden können nur sie selber.
Ökofonds und ethische Banken hat die Stiftung Warentest untersucht und im Archiv von Ökotest findet man auch einiges dazu.
Zur weltweiten Beteiligung von Banken an der Atomwirtschaft gibt es eine englischsprachige Seite und für Bankkunden in Deutschland hat die Organisation Urgewald Informationen zusammengetragen.
Deutsche Banken und Versicherungen sind auch an der Spekulation mit Nahrungsmitteln beteiligt; Informationen dazu gibt es bei Oxfam.

Mit Essen spielt man nicht! (c) Oxfam
Aktien, Fonds und Versicherungen finden Sie in den ecotopten des Öko-Institutes, speziell zu Versicherungen hat das Greenpeace Magazin einen Artikel veröffentlicht.
Regelmäßig aktualisiert wird das Buch-Nachschlagewerk „Grünes Geld. Das Handbuch für ethisch-ökologische Geldanlagen” der Autoren Max Deml und Holger Blisse, es hat die ISBN 978-3-942561-12-9
Kritisch prüfen sollten Verbraucherinnen und Verbraucher die Anbieter von Investitionen in ökologische Forstwirtschaftsbetriebe, auch dazu erreichen uns immer wieder Fragen.
Viele Forstunternehmen werben mit Zertifikaten, die eine Garantie für ökologisch “sauberes” Holz vorgaukeln. Vor allem bei Tropenhölzern wird beispielsweise angegeben, dass das Holz aus Plantagenwirtschaft stammt. Dieser Hinweis allerdings stellt keiner Garantie für Nachhaltigkeit dar!
Um Plantagen anlegen zu können, werden oftmals zuvor Urwälder gerodet.
Bei diesen Geldanlagen hilft es, auf die Zertifizierung der Betriebe zu achten.
Derzeit gibt es zwei Zertifizierungssysteme, die von Greenpeace anerkannt werden. Das Naturland-Zertifikat und die internationale Zertifizierung des Forest Stewardship Council (FSC). Der FSC ist ein unabhängiges, weltweites System, das Kriterien für eine umwelt- und sozialverträgliche Waldwirtschaft erstellt hat und die zertifizierten Wälder von unabhängigen Gutachtern kontrollieren lässt.
Die Richtlinien von Naturland haben Greenpeace und andere Organisationen mitentwickelt. Diese stellen die strengsten ökologischen Anforderungen an die Bewirtschaftung der Wälder. Wer sich entschließt, seinen Wald nach den Richtlinien von Naturland zu nutzen, kann gleichzeitig das Zertifikat des FSC erhalten.
Bei den meisten dieser Anlagen geht es eher um die aktuelle Absicherung von Einzelpersonen und Familien. Wer sicher gehen will, dass angelegtes Geld auch darüber hinaus sinnvoll genutzt wird, der sollte sich über Stiftungen wie z.B. die Umweltstiftung Greenpeace informieren.
Wer noch mehr Tipps hat: Die können natürlich gerne hier in die Kommentare.