Die Zahl der Schweinswale in der Nord- und Ostsee nimmt rasant ab. Greenpeace-Aktivisten schaffen im Sylter Außenriff mit dem Versenken von Steinen Schutzgebiete, in denen sich die Bestände erholen können. Thilo Maack, Meeresexperte von Greenpeace, erklärt im Podcast, wie die Fischerei die Schweinswale gefährdet und warum die Politik nicht den Schutz gewährleistet, zu dem sie gesetzlich verpflichtet wäre.
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Das Deutsche Meeresmuseum feiert seinen 60. Geburtstag und Greenpeace ist dabei, diesmal mit der Beluga II. Das Deutsche Meeresmuseum gehört zu den fünf meistbesuchten Museen in Deutschland. Das Ozeaneum, der jüngste der vier Standorte, wurde als “Europas Museum des Jahres 2010″ ausgezeichnet. Greenpeace kooperiert mit dem Ozeaneum und hat die Ausstellung 1:1 Riesen der Meere zusammen mit dem Deutschen Meeresmuseum konzipiert und letztendlich dann auch realisiert – das ist nun schon fast wieder drei Jahre her.
(c) Frank Hormann / Greenpeace
Zum Ende der Festivitäten können die Besuscher die Beluga II, das jüngste Schiff der internationalen Greenpeace-Flotte, besuchen. Es wurde nach ökologischen Kriterien speziell für Greenpeace gebaut und kommt gerade von einer Fahrt in der Nordsee zurück. Als Fachbodenschiff ist die Beluga II wunderbar für das Wattenmeer geeignet und es macht gar nichts, wenn sie mal trockenfällt, dann wird auf die nächste Flut gewartet und weiter geht die Fahrt. Greenpeace hat vor ca. drei Jahren vor Sylt versenkt Steine versenkt – zum Schutz des Sylter Außenriffs vor der vernichtenden Schleppnetzfischerei. Taucher haben nun in den letzten Wochen untersucht, wie sich das Leben auf den Steinen entwickelt hat und ob sie Teil des natürlichen Steinriffs geworden sind. Erste Untersuchungen zeigen, dass diese dicht mit zahlreichen Meeresorganismen bewachsen sind und das vorhandene Steinriff vergrößern. Zur Zeit werden die aktuellen Untersuchungen noch im Detail ausgewertet.
Die Beluga II kann von Freitag, 24. Juni, bis Sonntag, 26. Juni, besichtigt werden. Neben Schiffsführungen und Gesprächen mit der Besatzung gibt es auch Möglichkeiten für die kleinen Besucher, aktiv zu werden.
Die genauen Besuchszeiten:
Freitag, 24. Juni 2011: 13 bis 18 Uhr
Samstag, 25. Juni/Sonntag, 26. Juni 2011: 10 bis 18 Uhr
Kommen Sie an Bord! Wir heißen Sie gerne willkommen!
Angela Pieske, seit 1997 bei Greenpeace im Kommunikationsbereich, ist nach ihrer Ausbildung zur Kommunikationswirtin und Studium der Betriebswirtschaft Mitarbeiterin im Bereich Kommunikation geworden. Sie hat erst in der Produktionsabteilung gearbeitet, später dann die Abteilung Ausstellungen und Messen aufgebaut und geleitet und ist jetzt für den Teilbereich Kooperationen/Events verantwortlich.
"Ich arbeite sehr gerne bei Greenpeace, weil ich voll und ganz hinter der Idee von Greenpeace stehe und immer wieder neue Wege ausprobieren kann - eine große Freiheit und auch Verantwortung!"
Die letzte Führung ist vorbei, das letzte Infomaterial verteilt, das letzte Gespräch mit einem interessierten Mitmenschen geführt. Nun sitze ich auf der Brücke und lasse mir die letzten vier Wochen nochmal durch den Kopf gehen. Dass ich viel Spaß hatte ist, denke ich, klar. Sonst wäre ich nicht die gesamte Tour dabeigeblieben.
Das Schönste daran war die Begegnung und das Zusammensein mit den anderen Greenpeace-Kollegen. Jede Gruppe war anders, in jeder Gruppe war auch meine Rolle anders. In manchen war ich die Koordinatorin, in anderen eher diejenige, die gefragt wurde, wo sich das Klopapier befindet. Mit den unterschiedlichen Fähigkeiten, die die Leute mit an Bord brachten, entwickelten sich auch unterschiedliche Arbeitsweisen.
Ein paar Charaktere werde ich besonders vermissen. Da sind Sepp, der nicht fotografiert werden wollte, Marko, der Brummbär mit dem guten Herzen, Peter, der mich meinen bayerischen Dialekt nicht vergessen lies und schon am Frühstückstisch gute Laune verbreitete. Auch Stefan, unser Journalist, der die ganze Woche vergeblich versucht hat, aus mir einen höflicheren Menschen zu machen (tut mir Leid, dass das nicht geklappt hat) und Thorsten, der Romantiker, der so traurig war, als Uwe sagte, er dürfte als Kapitän uns beide nicht mehr verheiraten. Dass das nicht geklappt hat, tut mir nicht Leid, sorry Thorsten.
Ich danke allen, die mit mir auf diesem Schiff waren, für die gute Laune und die Motivation, die sie mitgebracht haben. Besonderer Dank gilt aber unserem Kapitän Uwe Linke, der uns immer sicher und meist auch sehr sanft von Hafen zu Hafen gebracht hat. Ich danke ihm aber auch für die Tour bei Windstärke fünf bis sechs und die 30 Grad Neigung, die uns allen sehr viel Spaß und nasse Klamotten eingebracht hat.
Wir legen jetzt ab zu unserer letzten Fahrt nach Cuxhaven. Dort wird die Beluga mit einem Schlafcontainer bestückt, der den Tauchern und Bootfahrern bei ihrer Aktion am Sylter Außenriff ein bisschen mehr Bequemlichkeit bieten soll. Ich wünsche ihnen genauso viel Spaß beim Abtauchen und Kontrollieren der Steine mit der Beluga als Basisschiff, wie wir bei unserer Tour der Inseln und Küstenstädte der Nordsee hatten. Ich hoffe, diese Tour wird es auch im nächsten Jahr geben.
Ramona Reichart arbeitet in Augsburg ehrenamtlich für Greenpeace. Zurzeit unterstützt sie die Besatzung der Beluga II auf ihrer Nordseetour. Beim Open Ship informiert die Crew über Umweltprobleme, wie Tiefseebohrungen und Überfischung. Darüber berichtet Mona hier im Greenpeace Blog.