GreenBites #45: Plastiktüten – praktisch, aber nicht gut

16. April 2014


Es gibt sie in vielfältigen Ausführungen: dünne Beutel für Obst und Gemüse oder dicker als Tragetasche zum Beispiel an der Supermarktkasse. Letztere machen in Deutschland ein Drittel des Plastiktütenverbrauchs aus. In Zahlen ausgedrückt: Durchschnittlich benutzen wir 65 Tragetaschen pro Kopf und Jahr, das ergibt 5,3 Milliarden Tüten allein in Deutschland. Für deren Produktion werden 300-400 Millionen Liter Erdöl verbraucht und 478.000 Tonnen CO2 freigesetzt. Nun will die EU den Verbrauch der dünnen Tüten reduzieren. Mehr dazu im aktuellen Podcast mit unserem Konsumexperten Jürgen Knirsch.

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Lange Nacht der Museen & Greenpeace-Ausstellung

15. April 2014

Anlässlich der „Langen Nacht der Museen“ am vergangenen Wochenende hatten wir unsere Ausstellung geöffnet, diese Nacht wollten wir uns nicht entgehen lassen!

Seit dem 31. Oktober 2013 gibt es unsere Ausstellung zu Greenpeace-Themen und Kampagnen. Bisher haben uns schon mehrere Tausend Umweltinteressierte besucht und das wollten wir noch etwas ausbauen. Das ist uns am Samstag recht gut gelungen. Unser Rahmenprogramm mit Experten-Gesprächen, Vorträgen, Musikeinlagen, einem fast echten Eisbären und vielen Greenpeace-Kollegen ist von den Besuchern gut angenommen worden.

Aber hören Sie am besten selbst! In unserem Podcast erfahren Sie, was denn gut gefallen hat.

Und wenn Sie uns besuchen wollen, von Montags bis Freitags von 9 bis 17 Uhr können Sie sich die Ausstellung anschauen. Auch zum Hafengeburtstag am 9. bis 11. Mai haben wir geöffnet. Weitere Sonderöffnungszeiten finden Sie bei uns im Blog oder auf unserer Hompage.

Mailänder Fashion Week: Versace entgiften!

19. Februar 2014

Während Sie diese Zeilen lesen, hänge ich an einem riesigen Banner in der edlen Einkaufspassage Galleria Vittorio Emanuele im Herzen Mailands und fordere im Namen aller Kinder auf der Welt: Wir wollen giftfreie Mode! Als Vater und als Greenpeace-Aktivist schicke ich eine klare Botschaft an Versace und weitere Luxusmarken zur Eröffnung der Mailänder Fashion Week: Ihr verbergt ein hässliches Geheimnis hinter Euren schönen Kleidern. Wir haben Gift in Eurer Kleidung gefunden – und fordern Euch auf: Verkauft saubere Mode.



Greenpeace hat mit dem jüngsten Kleidungstest gezeigt, dass selbst Luxusmarken gefährliche Chemikalien benutzen, um ihre teure Kinderkleidung herzustellen. Als Vater liegt mir dieses Thema am Herzen. Ich bin schockiert, dass die Kleidung dieser Luxusmarken unser lebensnotwendiges Wasser verschmutzt. Das gefährdet unsere Zukunft – und die unserer Kinder.

Die gute Nachricht ist: Das können wir ändern! Deswegen bin ich heute hier.

Auch wenn ich vielleicht selber keine Versace-Kleidung für mein Kind kaufe, sind wir alle von dem Problem betroffen. Die gefährlichen Chemikalien dieser angeblichen Trendsetter-Marken gelangen von den Fabriken und aus unseren Waschmaschinen in die Umwelt, sammeln sich in unseren Flüssen, Seen und im Grundwasser an. Viele davon können das Hormonsystem stören oder Krebs erregen.

Ich bin überzeugt, dass wir etwas tun müssen gegen die Vergiftung unserer Wasserressourcen. Ich weiß, dass eine giftfreie Zukunft möglich ist. Eltern, Mode-Begeisterte und Aktivisten sind bereits dafür aufgestanden und haben bewiesen, dass wir die Mode-Industrie für eine giftfreie Zukunft gewinnen können. Zwanzig Modemarken – wie etwa Valentino und Burberry – haben sich bereits auf die Greenpeace-Forderung eingelassen und sich verpflichtet, bis zum Jahr 2020 auf schädliche Chemikalien zu verzichten.


Jetzt ist es Zeit für Versace, diesem Trend zu folgen und Mode herzustellen, auf die wir alle stolz sein können.

Fordern auch Sie Versace auf, giftfrei zu werden!

Ein Gastbeitrag von Stefano, Greenpeace-Aktivist aus Italien.