Wie kamen die Wale ins Ozeaneum?

04. November 2011

Diese Frage wurde uns schon recht häufig gestellt, insbesondere in der Entstehungszeit der Ausstellung 1:1 Riesen der Meere 2007/2008. Vor ein paar Wochen ereilte mich diese Frage erneut, diesmal wurde sie nicht von einem interessierten Besucher oder einem Medienvertreter gestellt. Nein, diesmal war es Jacques  vom Ozeaneum, eine Marionette, die das Ozeaneum erkundet.

Also fuhr ich nach Stralsund ins Ozeaneum und war echt gespannt, wie das Gespräch mit Jacques verlaufen würde. Einen Film zu drehen erfordert immer viel Zeit, der Text muss gelernt werden und dann soll alles so  noch natürlich wirken. In der ersten Szene brauchte ich ein wenig Zeit, um mich an den Dialog mit Jacques zu gewöhnen.  Spreche ich doch nicht jeden Tag mit einer Marionette…

Trotz guter Planung zogen sich die Dreharbeiten über gut 8 Stunden. Bis eine einzige Szene im Kasten ist, braucht es dann doch ein paar Versuche. Erinnerte mich alles an die Zeit der Ausstellungsentstehung, wo wir etliche Videofilme im Vorwege gedreht hatten. Der Film mit Jacques ist für die kleinen Zuschauer gedacht und versucht grundsätzliche Fragen zu den Modellen zu klären.

Nun ist der Film online und wer Lust hat kann ihn sich gleich hier ansehen.

Jaques entdeckt…die Riesen der Meere from kindermeer on Vimeo.

Sonnenschein und viele Besucher – ein Herbsttag im Ozeaneum!

19. Oktober 2011

Greenpeace-Ehrenamtliche im Gespräch mit Besuchern der Aktionswoche zum Schutz der Schweinswale. (c) Daniel Rosenthal

Meine Kollegen vor Ort haben alle Hände voll zu tun, sie informieren, sammeln Unterschriften für eine besser Fischereipolitik in Europa und beantworten Fragen über Fragen. Wir sind nun seit Montag wieder direkt im Ozeaneum vor Ort und haben den Schweinswal, den kleinsten Wal vor Deutschlands Küsten, zum Thema. Obwohl klein und vor unseren Küsten beheimatet, so ist auch dieser Wal bedroht. Und genau darüber informieren wir mit einer kleinen Ausstellung oder auch durch einen unserer Vorträge.

Peter mein Kollege vor Ort koordiniert das Team aus Ehrenamtlichen aus ganz Norddeutschland. Einige sind extra aus Berlin, Düsseldorf und Dortmund angereist, um uns tatkräftig zu unterstützen. Neben der Infoarbeit bieten wir den kleinen Besuchern  eine spezielle Protestform an: Sie können kleine Holzfische mit Ihrer Botschaft bemalen und diese in ein “Fischmobile” hängen lassen. das Fischmobile ist neben der Buttonmaschine und der Wimpelmal-Aktion sehr beliebt, nicht nur bei den Kindern … Und es gibt mehrmals am Tag, die sehr beliebten Führungen durch die Ausstellung 1:1 Riesen der Meere, durch unsere ehrenamtlichen Guides. Diese Führungen sind kostenlos.

Kinderbetreuung bei der Aktionswoche zum Schutz der Schweinswale. (c) Daniel Rosenthal

Greenpeace ist noch bis Sonntag 23. Okotber vor Ort, immer von 10-18 Uhr findet man uns vor dem Ozeaneum und dann direkt auf der Ebene 2 im Ozeaneum. Am kommenden Wocheende, 22. und 23. Oktober, kommt noch ein Greenteam aus Lübeck zur Unterstützung vorbei. Sie haben eine kleine Überraschung im Gepäck, selbst wir wissen nicht, was es ist. Lassen wir uns überraschen und wer will kann uns dabei begleiten.

Noch bis zum 23. Oktober sind wir von 10-18 Uhr direkt vor Ort im Ozeaneum!

Christines Praktikum bei Greenpeace (Teil 2)

11. Oktober 2011

Christine, Anna-Lena und Marieke haben uns Fragen zu ihrem Praktikum bei Greenpeace beantwortet. Christines Praktikum war ja richtig lang mit drei Monaten und richtig lang ist auch ihr Nachklapp geworden. Und so wirbelig und intensiv wie ich sie zwischendurch erlebt habe, auch mit ihren Fragen :) , so ist auch ihr Bericht geworden! Vielen Dank an Christine, die sich vermutlich bereits auf Jersey befindet. Und das möchte sie ihrem Praktikumsbericht hinzufügen:

Erstmal: Ich hatte eine echt gute Zeit und Danke an alle, die mir beim Suchen für sogenannten Factsheets, Materialien für den Kirchentag oder für die Aktionstage in Stralsund geholfen haben, die mir zum 50. Mal erklärt haben, wo Post/Päckchen/Express-Sendungen hingehören und wie viele Löffel so eine Kaffeekanne braucht (ich trinke nur Tee).

Irgendwie ist es schwierig, so einen Praktikumsnachklapp zu schreiben, weil man sagen möchte, was alles schön und toll war und es gleichzeitig nicht heuchlerisch und überzogen klingen soll. Ich kann ja mit dem Schlechten anfangen. Für alle, die das auch mal machen möchten: ihr lasst euch auf einen handfesten Bürojob mit vielen PC-Aufgaben und auch einigen langwierigen To-do’s (das Archiv) darunter, ein. Irgendwas funktioniert  nie: Leute zu erreichen, mit denen man sich zum Telefonieren verabredet hat, der Farb-Drucker, der DVD-Brenner! PC-Probleme laufen allerdings immer auf kurzweilige Begegnungen mit dem ICT-Support-Team hinaus. Gottseidank gibt es das, man muss nicht wie zu Hause den PC mit unzerbrechlichen Dingen bewerfen, sondern einem wird geholfen! – Vielen Dank Jungs und Birgit, ich habe soviel gelernt – manchmal fühle  mich fast wie ein Profi ;)

Christine bei einer Aktionswoche zum Schutz der Schweinswale im Ozeaneum in Stralsund.

Christine bei einer Aktionswoche zum Schutz der Schweinswale im Ozeaneum in Stralsund.

Das Gute an meinem Bürojob in dem Bereich (Kooperation und Events) war, dass es sehr abwechslungsreich war und sich nicht nur auf den Schreibtischstuhl beschränkte: von Archivpflege über Recherchearbeit, das Verfassen von kurzen Texten und Teilhabe an sehr interessanten Versammlungen bis zu Foto-Sessions von der Baustelle des zukünftigen Greenpeace-Gebäudes und Aktionswochenenden in Stralsund.

Von einem wuseligen, erschöpfenden, aber auch erfrischenden Stralsund-Wochenende komme ich gerade wieder, da wir in Kooperation mit dem Ozeaneum und in Zusammenarbeit mit dem Liedermacher Reinhard Horn und dem NDR ein Live-Kinder-Mitmach-Konzert veranstaltet haben. Es war immer mal wieder ein ziemliches Chaos, was meiner Chefin etwas zusetzte, die feste Planungen und Präzision liebt, weshalb sie ihren Job auch so verdammt gut macht! Letztendlich lief aber alles total gut, was der guten Planung und den tollen, aufgeschlossenen Kids zu verdanken war. Es ist einfach schön, dass man solche Erlebnisse bei Greenpeace mitnehmen kann. Lieben Dank an Peter, der die Aktionswochenenden immer mit so viel Herz und Geduld betreut.

Sehr spannend in meiner Zeit fand ich die voranschreitenden Planungen bezüglich unseres Umzugs 2013 und der Dauerausstellung, die im Atrium aufgebaut werden soll. Ich durfte bei allen Präsentationen der Gestaltungsagenturen dabei sein und mir deren kreative Ideen anhören sowie bei internen Folge-Besprechungen. Spannendes Zukunftsprojekt! Super war auch, dass ich von so vielen anderen Bereichen so viel mitbekommen habe, was mit Sicherheit auch daran lag, dass Angelas Bereich (Kooperation/Events) mit so vielen anderen Bereichen verlinkt ist und sie mich einfach an vielen Meetings/Besprechungen/Versammlungen hat teilnehmen lassen. Zudem habe ich die Möglichkeit genutzt, im Telefoncenter und der Printredaktion zu hospitieren, was ich nur jedem empfehlen kann.

Was an Greenpeace schon erstaunlich ist, ist, dass man zwar schon merkt, dass einige/viele/manchmal fast alle gestresst sind und viel zu tun haben (manchmal man selbst auch), aber es herrscht immer eine lockere und so freundliche Atmosphäre, dass man da einfach immer gerne hingeht! Es ist ein Haufen von engagierten, hilfsbereiten, sehr netten Menschen!

1000 Dank an Angela, die mich mit so vielen Keksen, geduldigen Antworten, immer währender guter Laune und Engagement durch das Praktikum navigiert hat!

Als nächstes werde ich hoffentlich noch ein bisschen gutes Wetter auf der Kanalinsel Jersey abfangen, wo ich bei der Durrell Wildlife Foundation Trust ein weiteres Praktikum machen werde.