Christines Praktikum bei Greenpeace (Teil 2)

11. Oktober 2011

Christine, Anna-Lena und Marieke haben uns Fragen zu ihrem Praktikum bei Greenpeace beantwortet. Christines Praktikum war ja richtig lang mit drei Monaten und richtig lang ist auch ihr Nachklapp geworden. Und so wirbelig und intensiv wie ich sie zwischendurch erlebt habe, auch mit ihren Fragen :) , so ist auch ihr Bericht geworden! Vielen Dank an Christine, die sich vermutlich bereits auf Jersey befindet. Und das möchte sie ihrem Praktikumsbericht hinzufügen:

Erstmal: Ich hatte eine echt gute Zeit und Danke an alle, die mir beim Suchen für sogenannten Factsheets, Materialien für den Kirchentag oder für die Aktionstage in Stralsund geholfen haben, die mir zum 50. Mal erklärt haben, wo Post/Päckchen/Express-Sendungen hingehören und wie viele Löffel so eine Kaffeekanne braucht (ich trinke nur Tee).

Irgendwie ist es schwierig, so einen Praktikumsnachklapp zu schreiben, weil man sagen möchte, was alles schön und toll war und es gleichzeitig nicht heuchlerisch und überzogen klingen soll. Ich kann ja mit dem Schlechten anfangen. Für alle, die das auch mal machen möchten: ihr lasst euch auf einen handfesten Bürojob mit vielen PC-Aufgaben und auch einigen langwierigen To-do’s (das Archiv) darunter, ein. Irgendwas funktioniert  nie: Leute zu erreichen, mit denen man sich zum Telefonieren verabredet hat, der Farb-Drucker, der DVD-Brenner! PC-Probleme laufen allerdings immer auf kurzweilige Begegnungen mit dem ICT-Support-Team hinaus. Gottseidank gibt es das, man muss nicht wie zu Hause den PC mit unzerbrechlichen Dingen bewerfen, sondern einem wird geholfen! – Vielen Dank Jungs und Birgit, ich habe soviel gelernt – manchmal fühle  mich fast wie ein Profi ;)

Christine bei einer Aktionswoche zum Schutz der Schweinswale im Ozeaneum in Stralsund.

Christine bei einer Aktionswoche zum Schutz der Schweinswale im Ozeaneum in Stralsund.

Das Gute an meinem Bürojob in dem Bereich (Kooperation und Events) war, dass es sehr abwechslungsreich war und sich nicht nur auf den Schreibtischstuhl beschränkte: von Archivpflege über Recherchearbeit, das Verfassen von kurzen Texten und Teilhabe an sehr interessanten Versammlungen bis zu Foto-Sessions von der Baustelle des zukünftigen Greenpeace-Gebäudes und Aktionswochenenden in Stralsund.

Von einem wuseligen, erschöpfenden, aber auch erfrischenden Stralsund-Wochenende komme ich gerade wieder, da wir in Kooperation mit dem Ozeaneum und in Zusammenarbeit mit dem Liedermacher Reinhard Horn und dem NDR ein Live-Kinder-Mitmach-Konzert veranstaltet haben. Es war immer mal wieder ein ziemliches Chaos, was meiner Chefin etwas zusetzte, die feste Planungen und Präzision liebt, weshalb sie ihren Job auch so verdammt gut macht! Letztendlich lief aber alles total gut, was der guten Planung und den tollen, aufgeschlossenen Kids zu verdanken war. Es ist einfach schön, dass man solche Erlebnisse bei Greenpeace mitnehmen kann. Lieben Dank an Peter, der die Aktionswochenenden immer mit so viel Herz und Geduld betreut.

Sehr spannend in meiner Zeit fand ich die voranschreitenden Planungen bezüglich unseres Umzugs 2013 und der Dauerausstellung, die im Atrium aufgebaut werden soll. Ich durfte bei allen Präsentationen der Gestaltungsagenturen dabei sein und mir deren kreative Ideen anhören sowie bei internen Folge-Besprechungen. Spannendes Zukunftsprojekt! Super war auch, dass ich von so vielen anderen Bereichen so viel mitbekommen habe, was mit Sicherheit auch daran lag, dass Angelas Bereich (Kooperation/Events) mit so vielen anderen Bereichen verlinkt ist und sie mich einfach an vielen Meetings/Besprechungen/Versammlungen hat teilnehmen lassen. Zudem habe ich die Möglichkeit genutzt, im Telefoncenter und der Printredaktion zu hospitieren, was ich nur jedem empfehlen kann.

Was an Greenpeace schon erstaunlich ist, ist, dass man zwar schon merkt, dass einige/viele/manchmal fast alle gestresst sind und viel zu tun haben (manchmal man selbst auch), aber es herrscht immer eine lockere und so freundliche Atmosphäre, dass man da einfach immer gerne hingeht! Es ist ein Haufen von engagierten, hilfsbereiten, sehr netten Menschen!

1000 Dank an Angela, die mich mit so vielen Keksen, geduldigen Antworten, immer währender guter Laune und Engagement durch das Praktikum navigiert hat!

Als nächstes werde ich hoffentlich noch ein bisschen gutes Wetter auf der Kanalinsel Jersey abfangen, wo ich bei der Durrell Wildlife Foundation Trust ein weiteres Praktikum machen werde.

Kids for Oceans: Großes Theater vor dem Ozeaneum bei Kaiserwetter in Stralsund!

12. Juli 2011

Vergangenes Wochenende, am 9. und 10. Juli, haben sechs Kids der GreenTeams aus Berlin und Hamburg ein Theaterstück vor dem Ozeaneum in Stralsund aufgeführt.

(c) Hannah Schuh / Greenpeace - Greenteam-Kids spielen Theater für die MeereIm Rahmen der “Greenpeace-Aktionstage Schweinswale” werden alle Kinder zu Meeresschützern, sammeln Unterschriften für die Rettung der Ozeane und veranstalten verschiedene Aktionen, wie hier in der Hansestadt bei Rügen. Samuel, zwölf Jahre alt und aus Berlin: “Die Idee kommt von uns und wir haben uns das Theaterstück gemeinsam ausgedacht. Wir wollen die Menschen auf die Zerstörung der Ozeane aufmerksam machen.” Schon am Freitag sind die Kinder mit ihren Gruppenkoordinatoren angereist und haben noch bis spät in die Nacht geprobt und gefeilt. Dann, Samstag und Sonntag, die Aufführungen – ein voller Erfolg!

Die kurze Geschichte handelt davon, welche Folgen der Umgang der Menschen mit dem Meer hat. Fünf Kinder tragen aufwändige Fischkostüme und konsultieren einen Doktor, denn es geht ihnen gar nicht gut. Egal ob Plastikmüll, Überfischung oder atomare Verseuchung der Ozeane durch Unfälle wie jüngst in Fukushima – alles belastet die Meere und ihre Bewohner stark. “Wenn wir jetzt nichts tun, werden wir all diese Schätze unwiederbringlich verlieren”, sagt die elfjährige Laura aus Hamburg ernst.

Stolz und glücklich informieren die “Kids for Oceans” nach dem Theaterstück ihre Zuschauer und die Besucher des Ozeaneums und sammeln Unterschriften für den Meeresschutz. Die Veranstaltungen der GreenTeams vor dem Ozeaneum gehen nun ins dritte Jahr. “Die Kids sind einfach total begeistert vom Ozeaneum: vor allem von der Ausstellung 1:1 Riesen der Meere, die ja von Greenpeace präsentiert wird. Auch wenn die Kinder schon dreimal durch das Museum gelaufen sind, sie entdecken echt immer wieder etwas Neues”, so Kiwi aus Hamburg, 19, selbst ehemaliges Mitglied der GreenTeams und heute Ansprechpartnerin und Betreuerin der Kinder.

Die Aktionstage zum Thema Schweinswale gehen noch bis zum 15. Juli. Aber es gibt noch eine Chance, die Kids in Aktion zu sehen: Am 27. und 28. August wird ein weiteres Theaterstück vor dem Eingang zum Ozeaneum aufgeführt und dafür wurde schon mehr als ein halbes Jahr geprobt. Außerdem gibt es an diesem Wochenende ein großes Konzert im Ozeaneum – vorbeikommen lohnt sich also doppelt!

(Autor: David Graumann)

Vorbereitungen laufen auf Hochtouren – Greenpeace in Stralsund!

09. Juli 2011

Ab Samstag, 9. Juli, sind meine Kollegen wieder vor Ort im Ozeaneum – ganz im Zeichen des Schweinswal-Schutzes! Der Schweinswal ist der kleinste Wal vor Deutschlands Küsten. Er lebt vor unserer Haustür und manchmal hat man das Glück und kann ihn vom Strand aus sehen. Gut zu erkennen ist er an seiner Rückenflosse und seinem kurzen, prustenden Ausatmen. Aber eigentlich sind Schweinswale eher scheue Tiere und nur mit viel Glück im Meer zu finden. Für die Besucher des Ozeaneums in Stralsund haben wir extra ein Modell dabei und natürlich einige Informationen zum Schweinswal parat.

Am Montag 11.7. 12:30 Uhr und 14:30 Uhr sowie am Mittwoch 13.7 12:30 Uhr und 14:30 Uhr wird ein Vortrag zum Schweinswal angeboten.

Und natürlich noch vieles mehr – am Wochenende ein Theaterstück von den Greenteams aus Hamburg und Berlin, am Sonntag wird der Film “The Rainbow Warriors of Waiheke Island” um 19 Uhr im Kinosaal des Ozeaneums gezeigt. Und nebenbei gibt es etliche Mitmachmöglichkeiten, über die Unterstützung unserer Kids for Ocean-Kampagne bis hin zu Umweltspielen rund um den Meeresschutz. Diskutiert und gefragt werden darf natürlich auch, dafür sind etliche ehrenamtliche Greenpeace-Kollegen aus Hamburg und  Berlin angereist.

Schweinswal ©Armin Maywald/Greenpeace

Schweinswal - die schnellen Schwimmer können Ihnen mit etwas Glück auch in Nord- oder Ostsee begegnen

Und was mich wirklich freut ist, dass wir planen, unser Fischtrawler-Modell (25 Meter lang, 11 Meter hoch) vor Ort auf der Hafenmole aufzubauen. Gestern habe ich mir das Modell in unserem Aktionslager angesehen, es war schon sehr auffällig und groß. Wenn ich mir vorstelle, das solche Schiffe und noch größere Schiffe durch die Weltmeere fahren, dann wird mir klar, was das für den Bestand der Fische bedeutet. Wir wollen mit diesem Fischtrawler auf die Situation unserer Meere aufmerksam machen. Eine kleine Ausstellung ergänzt die Installation und verdeutlicht die Problematik.

Schon mal vormerken: Greenpeace vor Ort in Stralsund vor und im Ozeaneum: 9.- 15. Juli, 10-18 Uhr