Kids for Oceans: Großes Theater vor dem Ozeaneum bei Kaiserwetter in Stralsund!

12. Juli 2011

Vergangenes Wochenende, am 9. und 10. Juli, haben sechs Kids der GreenTeams aus Berlin und Hamburg ein Theaterstück vor dem Ozeaneum in Stralsund aufgeführt.

(c) Hannah Schuh / Greenpeace - Greenteam-Kids spielen Theater für die MeereIm Rahmen der “Greenpeace-Aktionstage Schweinswale” werden alle Kinder zu Meeresschützern, sammeln Unterschriften für die Rettung der Ozeane und veranstalten verschiedene Aktionen, wie hier in der Hansestadt bei Rügen. Samuel, zwölf Jahre alt und aus Berlin: “Die Idee kommt von uns und wir haben uns das Theaterstück gemeinsam ausgedacht. Wir wollen die Menschen auf die Zerstörung der Ozeane aufmerksam machen.” Schon am Freitag sind die Kinder mit ihren Gruppenkoordinatoren angereist und haben noch bis spät in die Nacht geprobt und gefeilt. Dann, Samstag und Sonntag, die Aufführungen – ein voller Erfolg!

Die kurze Geschichte handelt davon, welche Folgen der Umgang der Menschen mit dem Meer hat. Fünf Kinder tragen aufwändige Fischkostüme und konsultieren einen Doktor, denn es geht ihnen gar nicht gut. Egal ob Plastikmüll, Überfischung oder atomare Verseuchung der Ozeane durch Unfälle wie jüngst in Fukushima – alles belastet die Meere und ihre Bewohner stark. “Wenn wir jetzt nichts tun, werden wir all diese Schätze unwiederbringlich verlieren”, sagt die elfjährige Laura aus Hamburg ernst.

Stolz und glücklich informieren die “Kids for Oceans” nach dem Theaterstück ihre Zuschauer und die Besucher des Ozeaneums und sammeln Unterschriften für den Meeresschutz. Die Veranstaltungen der GreenTeams vor dem Ozeaneum gehen nun ins dritte Jahr. “Die Kids sind einfach total begeistert vom Ozeaneum: vor allem von der Ausstellung 1:1 Riesen der Meere, die ja von Greenpeace präsentiert wird. Auch wenn die Kinder schon dreimal durch das Museum gelaufen sind, sie entdecken echt immer wieder etwas Neues”, so Kiwi aus Hamburg, 19, selbst ehemaliges Mitglied der GreenTeams und heute Ansprechpartnerin und Betreuerin der Kinder.

Die Aktionstage zum Thema Schweinswale gehen noch bis zum 15. Juli. Aber es gibt noch eine Chance, die Kids in Aktion zu sehen: Am 27. und 28. August wird ein weiteres Theaterstück vor dem Eingang zum Ozeaneum aufgeführt und dafür wurde schon mehr als ein halbes Jahr geprobt. Außerdem gibt es an diesem Wochenende ein großes Konzert im Ozeaneum – vorbeikommen lohnt sich also doppelt!

(Autor: David Graumann)

Film “Jagdzeit” im Planetarium Hamburg

08. Dezember 2010

So kurz vor Weihnachten haben wir nun die Möglichkeit, den vielfach preisgekrönten Dokumentarfilm “Jagdzeit – den Walfängern auf der Spur” noch einmal an einem ungewöhnlichen Ort zu präsentieren.

Jagdzeit ist ein Dokumentarfilm der deutschen Regisseurin Angela Graas, die mit ihrer Filmcrew die Esperanza 2007/2008 auf ihrer Fahrt in die Antarktis begleitet hat. Geschildert wird die Suche nach der japanischen Walfangflotte und der Versuch, deren Walfang zu unterbinden. Herausgekommen ist dabei ein sensibler, feinfühliger und emotionaler Film, der die Herzen der Fernsehzuschauer bewegt. Der Film kommt ganz ohne blutige Szenen aus, die Regisseurin setzt ganz auf die Protagonisten – die Greenpeace-Mannschaft und die Arbeit von Greenpeace in der Antarktis gegen den japanischen Walfang.

Unser Kooperationspartner, das Planetarium Hamburg, eines der führenden Planetarien Deutschlands, hat durch seine technische Ausstattung und die architektonischen Voraussetzungen die Möglichkeit, auch Filme an seine Kuppel zu projizieren und somit ein anderes und vielleicht auch einzigartiges Filmerlebnis zu ermöglichen.

(c) Günther Menn/Greenpeace - Regine FrerichsAm kommenden Freitag den 10. Dezember um 19:30 Uhr startet die Filmpräsentation im Planetarium im Hamburger Stadtpark.

Im Anschluss können die Zuschauer noch mit meiner Kollegin Regine Frerichs über ihre Erlebnisse an Bord der Esperanza sprechen. Wem der Weg in den Stadtpark zu weit ist oder wer an einem Freitagabend schon etwas anderes vorhat, der hat nun auch die Möglichkeit den Film auf DVD im Heimkino zu betrachten.

In jedem Fall lohnt sich der Film und wir wünschen allen Zuschauern, zu Hause oder im Planetarium, Muße und informative Unterhaltung.

Sonderpreis der Jury für Jagdzeit – herzlichen Glückwunsch!

15. September 2010
Die Esperanza in der Antarktis - Copyright: Greenpeace/Jiri Rezac

Die Esperanza im Walschutzgebiet des Südpolarmeers

Am vergangenen Wochenende wurde in Eckernförde das international bekannte Tier- und Naturfilmfestival “Green Screen” gefeiert und es wurden wieder einmal einige Preise für herausragende Filme vergeben. Dazu gehört u.a. der Film “Jagdzeit” von Angela Graas über die Expedition der Esperanza in die Antarktis.

Die Ausstrahlung auf  Arte im Februar dieses Jahres hatte einige spontane Reaktionen der Zuschauer ausgelöst: Schon während der Film ausgestrahlt wurde,  erhielten wir die ersten Blogkommentare. Immer wenn wir Jagdzeit präsentieren, in Sondervorstellungen in Kinos oder gerade jetzt auf unserer 30 Jahre-Tour – die Reaktionen sind fast immer ähnlich. Die Zuschauer sind stark emotional betroffen, aufgrund der hautnahen Beschreibung und der Detaileinblicke, und verstehen die Verhaltensweisen der japanischen Walfänger immer weniger.

Und auch diesmal hat der Film einen Preis erhalten, den Sonderpreis der Jury – zu Recht, wie wir finden.  Und das Jagdzeit diesen Preis erhalten hat, ist eine hohe Auszeichnung seitens des Filmfestivals, denn wie Angela Graas anmerkte, sind es ansonsten eher die Hochglanzfilme und weniger die reinen Dokumentarfilme, die Preise erhalten.

Und was sagt die Jury zum Film?

“Es gibt Filme, die man nicht vergisst. Weil sie ein aufrüttelndes Thema aufgreifen und es als spannende Geschichte erzählen. Weil sie das über engagierte, berührende Protagonisten tun, die Helden sind und zugleich nahbar und sehr menschlich. Den herausragenden Dokumentarfilm, den wir hier auszeichnen, kann man nicht vergessen. Und das ist angesichts des immer noch ungelösten Problems, dessen er sich annimmt, auch gut so. Wir glauben viel über Walfänger und Walschützer zu wissen. Doch so einfach ist es nicht. Walfang ist zwar eine Qual für die Tiere, hat in Japan aber eine komplexe Tradition. Auf der anderen Seite können aufwändige Rettungsaktionen von Umweltschützern daran scheitern, dass ihnen ganz einfach der Sprit ausgeht. Bei aller Dramatik ist der Film nuanciert. Er informiert, alarmiert und unterhält im besten Wortsinn. Wir wünschen uns auch im Naturfilm mehr solcher echter Kinoevents. Der Preis ist Auszeichnung und Aufforderung zugleich.”

Wir sagen “herzlichen Glückwunsch”!