Aufgepasst Barack Obama: Wer beim Klimaschutz eine Vorreiterrolle spielen will, darf keinen Handel mit klimaschädlichem Ölsand zulassen! Einen Tag vor dem Treffen des US-Präsidenten mit dem kanadischen Premierminister Harper hat Greenpeace heute ein deutliches Signal an die beiden Politiker gesendet. Zwei Dutzend Aktivisten haben den Ölsand-Abbau in einer Mine in Alberta, Kanada vorerst zum Erliegen gebracht – auch eine Form von „Yes we can!“. Und zurzeit kann ich am Bildschirm den Aktivisten sogar live über die Schulter schauen, inmitten riesiger Bagger und den größten LKW, die es weltweit gibt!
Jetzt ist es an Obama zu handeln. Denn es geht um nichts weniger als ein globales Verbrechen am Klima, das gestoppt werden muss. Noch deutlich vor Saudi-Arabien ist Kanada ist der größte Exporteur von Öl in die USA, und das meiste davon stammt aus Ölsand.
Was für ein gewaltiges Umweltproblem der Abbau dieser Ölsande darstellt, ist in Deutschland bisher kaum bekannt. Als Campaigner bei Greenpeace Deutschland war ich deshalb diesen Juli in Kanada, um mir selbst ein Bild zu machen. Diese Recherche im größten Industriegebiet der Welt war eine Reise in eine apokalyptische Welt.
In eine unglaublich schöne Landschaft aus alten Wälder, Flüssen und Seen werden kilometergroße Löcher gefräßt. Täglich fließen weitere Abwässer in riesige, bunt schimmernde und übel stinkende Giftseen. Die Krebsrate in den Dörfern rundherum steigt stetig. Einen ersten Eindruck, wie es dort aussieht, bekommt ihr im Film über meine Reise.
Ab jetzt werde ich regelmäßig im Blog über den Kampf von Greenpeace gegen den Klimakiller Ölsand informieren. Warum dieser Kampf so wichtig ist, zeigt die aktuelle Studie „Dirty Oil“, die meine kanadischen Kollegen gestern veröffentlicht haben. Besonders hat mich heute gefreut, dass wir bei diesem Thema schon jetzt Verbündete haben. Das Rainforest Action Network hat heute ein riesiges Banner gegen die Ölsand-Importe in die USA an den Niagarafällen gehängt.











kleinerhobit
Da solte man mal eine Ladung von diesem Zeug nach Deutschland holen und den hiesigen Tankstellenbetreibern vor die Tür kippen.
15.9.2009 um 22:02 Uhr ·