22.08.2018

7 Tipps für Zero-Waste im Badezimmer

Zero-Waste ist ein Lifestyle, bei dem darum geht so wenig Müll wie möglich zu produzieren. Wie kann man das im Badezimmer realisieren?

Wo verwenden wir wohl die meisten Wegwerf-Produkte? Für mich kann ich auf jeden Fall sagen: Im Badezimmer. Die meisten Produkte die wir dort verwenden, kann man nur ein einziges Mal benutzten und wirft sie danach weg. Das ist absurd und produziert unglaublich viel Müll!

Einige dieser Produkte kann man durch wiederverwendbare oder zumindest biologisch abbaubare Alternativen ersetzten. Hier kommen 7 Tipps, für Zero-Waste im Badezimmer. 

1. Ein Stück Seife statt Duschgel

Duschgel, flüssige Handseife in einer Plastikverpackung und womöglich noch ein Shampoo. So viel Plastikmüll kann vermieden werden, wenn ihr einfach stattdessen ein Stück gute, hochwertige Seife verwendet. Und man muss dabei keineswegs Abstriche machen, es gibt auch hier super viel Auswahl, was Farbe, Form und Geruch angeht. Und auch für besondere Haar- und Hauttypen gibt es verschiedene Produkte.

2. Ohrenstäbchen aus Bambus oder Pappe verwenden

Bei diesem Produkt ist mir selbst erst kürzlich klar geworden, wie absurd es eigentlich ist: Das Plastik-Ohrenstäbchen. Wir verwenden es nur ein einziges Mal und dann kommt es in den Müll. Zusätzlich raten einige Mediziner ganz von der Verwendung von Ohrenstäbchen ab. 

Wer seine Ohren dennoch mit Ohrenstäbchen reinigen möchte: In fast jedem Supermarkt kann man mittlerweile Ohrenstäbchen aus Pappe kaufen, die immerhin eine biologisch abbaubare Alternative sind. Noch optimaler sind wohl die wiederverwendbaren Ohrenreiniger aus Bambus oder Edelstahl, die ihr in Unverpackt-Läden findet, da fehlt mir aber selbst noch die Erfahrung.

3. Recycling-Klopapier verwenden 

Wie oft gehen wir wohl jeden Tag zur Toilette? Morgens nach dem Aufstehen, vielleicht dann noch einmal nach dem Frühstück, wenn wir bei der Arbeit den ersten Kaffee getrunken haben und so weiter. Im Schnitt gehen wir sechs Mal am Tag auf die Toilette und verwenden dabei Toilettenpapier. Warum sollte man dabei jedes Mal ein Stück unserer Wälder im Klo runterspülen? Hierbei geht es nicht direkt um Zero-Waste, dennoch so wichtig (und so einfach!): Bitte verwendet Recycling Klopapier!

4. Zahnbürste aus Holz oder Bambus und die richtige Zahnpasta

Weiter geht es mit dem nächsten Wegwerf-Produkt: Zu den Plastik-Zahnbürsten gibt es immerhin bereits mehrere biologisch abbaubare Alternativen. Eine Zahnbürste aus Bambus oder Holz findet sich in fast jeder Drogerie. Zahnpasta kann man selbst herstellen oder man verwendet Zahnpasta-Tabs. Man legt sie in den Mund, kaut kurz darauf herum, dann bildet sich Schaum im Mund und es kann normal geputzt werden. Gibt es online oder in Unverpackt-Läden zu kaufen.

5. Hausmittel statt Putzmittel

Statt auf teure und umweltschädliche Putzmittel aus der Drogerie zu setzten, verwendet lieber genauso gute Hausmittel. Ein verstopfter Ausguss lässt sich zum  Beispiel sehr gut mit Essig oder Natron reinigen. Glaubt mir, einmal damit angefangen wird man nur noch auf Essigreiniger schwören und kein anderes Putzmittel mehr verwenden!

Ansonsten gilt: Lieber Großverpackungen kaufen und somit unnötigen Abfall vermeiden. Oder in Unverpackt-Läden selbst Putzmittel abfüllen.

6. Naturkosmetik verwenden

Kosmetika gehören für mich auch zum Thema "Badezimmer" dazu. Nicht nur durch die Verpackungen der Kosmetikindustrie ensteht Plastik-Müll, auch in den Produkten selbst ist Mikroplastik und somit Abfall versteckt. Die Folgen für die Meere sind verheerend.

Alternativen können natürliche Produkte statt gekaufter Kosmetiker sein. Ein gute Tipp ist zum Beispiel Kokosöl als Bodylotion zu verwenden.Oder man verwendet Naturkosmetik, die biologisch abbaubar verpackt ist und kein Mikroplastik beinhaltet. Dabei ist für mich (und bestimmt viele andere) auch wichtig, dass die Produkte tierversuchsfrei getestet wurden.

7. Waschbare Pads statt Wattepads

Bestimmt nicht das letzte Wegwerf-Produkte aus dem Badezimmer: Die Wattepads. Lange Zeit habe ich sie selbst zum Abschminken verwendet. Anstelle der nur einmal verwendbaren Wattepads kann man aber ganz einfach waschbare Pads verwenden. Diese wiederverwendbaren Pads findet ihr online oder in Unverpackt-Läden, man spart Müll und zusätzlich noch Geld. Wer ganz auf Pads verzichten will, kann einfach einen Waschlappen verwenden.

 


Talika Öztürk

Talika (*1995) unterstützt Greenpeace in der Online-Kommunikation und beschäftigt sich mit dem Thema Klima-Kommunikation. 


Weitere Beiträge zum Thema


Diskutiere mit uns

Bitte einloggen oder registrieren, um Kommentare zu schreiben.