Ecological Consumers in California
Stephie Töwe
05.01.2016

Es ist Veganuary!

Same procedure as every year?

Das neue Jahr hat begonnen und mit ihm der Kampf, die guten Vorsätze der Silvesternacht dieses Jahr aber wirklich, wirklich, wirklich einzuhalten. Aufhören mit dem Rauchen? Abnehmen? Gesünder essen? Mehr Sport treiben? Mehr Entspannung? Weniger Streit? Öfter Freunde treffen? Weniger Alkohol trinken? Mehr Zeit mit der Familie verbringen?

„Die entschlossene Übernahme der Verantwortung für das eigene Leben ist jedoch kein punktueller Akt, sondern eine Lebensweise; nicht eine einzelne Handlung, sondern eine Form des Handelns überhaupt. Sie zeigt sich nur in ihrer Bewährung in den Momenten, in denen es darauf ankommt“, schreibt David Lauer für Deutschlandradio Kultur.

Liegt es an den Neujahrsvorsätzen, dass tausende von Menschen den Januar zum Veganuary, zum Monat ohne tierische Lebensmittel, aufrufen?

Hier weiterlesen: www.veganuary.com

Für einige mag das so sein, für andere ist es nicht nur ein punktueller Akt, sondern eine Entscheidung langfristig Verantwortung zu übernehmen und den eigenen Lebensstil nachhaltig zu verändern. Und sie wollen andere ermutigen, es auch mal auszuprobieren, ohne Fleisch, Fisch, Milch, Käse und andere tierische Lebensmittel auszukommen oder einfach weniger davon zu essen als bisher.

Es geht dabei aber nicht nur darum gesünder zu leben, sondern Umwelt- und Tierschutz aktiv umzusetzen. Denn, wer weniger tierische Produkte konsumiert und mehr auf biologisch erzeugtes Gemüse, Obst, Getreide, Nüsse etc. setzt, schützt mit seiner Wahl das Klima, die Artenvielfalt, Böden und Gewässer, fördert eine nachhaltige Landwirtschaft und hilft das weltweite Hungerproblem in den Griff zu bekommen. Denn für die Erzeugung von Fleisch, Eiern, Milch wird viel fruchtbare Ackerfläche für die Erzeugung von Futtermitteln benötigt. Ein Schwein macht aber weniger Menschen satt, als ein Getreideacker.

Weniger Fleisch, vegetarisch oder vegan zu essen, ist mehr als eine Modeerscheinung. Es ist notwendig. Denn die intensive Massentierhaltung kommt uns und unserer Umwelt teuer zu stehen. Das bestätigt auch ein Gutachten des wissenschaftlichen Beirats für Agrarpolitik der Bundesregierung.

Vegetarisch oder vegan essen ist vielseitig. Also, einfach mal ausprobieren, Freunde oder Familie einladen, gemeinsam schnippeln, brutzeln, kochen und ein paar Neujahrsvorsätze dabei unter einen Hut bringen. Rezepte und tolle Blogs dazu gibt es genug:


Stephie Töwe

Stephanie Töwe

Stephanie Töwe arbeitet seit 1999 bei Greenpeace Deutschland als Campaignerin im Bereich Nachhaltige Landwirtschaft.


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