Verbranntes Getreide nach Feldbrand.
09.11.2018

Heiß, heißer, Heißzeit

2018 hat so einige Wetter Rekorde der vergangen 140 Jahre getoppt.

Das Jahr 2018 mag für jeden anders verlaufen sein. Für den einen war es ein besonders erfolgreiches Jahr, andere sind vielleicht schon bereit für 2019 und dass es wieder Berg auf geht. Was 2018 aber wohl für uns alle war: besonders heiß. Durch die große Hitzewelle, den fehlenden Niederschlag und den extremen Sommer wird uns 2018 noch lange in Erinnerung bleiben. Denn es wirkt nicht nur so - 2018 war ein Jahr der Hitze-Rekorde und zwar auf der ganzen Welt. Wie du dich selbst im Sommer abkühlen kannst und dabei das Klima schonst, erfährst du hier.

Der Sommer 2018 war geprägt von besonders heißen und trockenen Monaten. Mit einer Temperaturanomalie von 3,6 Kelvin im Vergleich zum Mittelwert aus den Jahren 1961 bis 1990 handelt es sich bei dem Zeitraum von April bis Juli um die größte Abweichung in diesem Zeitraum in Deutschland. Der Juli war der viert wärmste und der Juni der siebt wärmste Monat seit dem Beginn der Messungen.

Luftaufnahmen von Feldern während der Hitzewelle in Norddeutschland.
Luftaufnahmen von Feldern während der Hitzewelle in Norddeutschland.

Zusätzlich zu der Hitze war es auch ein besonders trockenes Jahr. Bereits ab Februar lag die Niederschlagsmenge unter dem vieljährigen Mittel, allerdings mit großen regionalen Unterschieden. Der April hatte mit 110 mm das größte Niederschlagsdefizit seit Beginn der Messungen im Jahr 1881. Die Hitze führte zu einem erhöhten Wasser Bedarf der Pflanzen. Den fehlende Regen hatte ausgetrocknete Böden und Wassermangel zur Folge. Nicht nur im Park oder im eigenen Garten machte sich die Trockenheit bemerkbar. Vor allem landwirtschaftliche Betriebe hatten damit zu kämpfen und mussten sich auf Ertragseinbußen einstellen. Das extreme Wetter wirkte sich aber nicht nur auf die Landwirtschaft, sondern auch auf die Gesundheit vieler Menschen und die Infrastruktur aus. Außerdem kam es zu gefährlichen Waldbränden. Besonders Griechenland und Schweden waren in Europa betroffen. 

Waldbrände im brasilianischen Amazonasgebiet.
Waldbrände im brasilianischen Amazonasgebiet.

Aber nicht nur in Deutschland herrschte ein Sommer der Extreme, auch in anderen Ländern der Welt wurden Rekorde geknackt. 

Schottland erreichte einen Hitzerekord von 31,9 °C. Das Dach des Science Center in Glasgow kam mit den ungewohnt hohen Temperaturen nicht klar und begann zu schmelzen.

Am 5. Juli wurde in Algerien die vermutlich heißeste Temperatur die jemals in Afrika gemessen wurde vermerkt: Das Thermometer kletterte auf 51,3 °C rauf.

Nicht nur ein Rekorde bei der Maximaltemperatur wurde gemessen, auch die höchste 24-stündige Minimumtemperatur konnte im Oman beobachtete werden. Mit 42,6°C wurde dort Ende Juni die wahrscheinlich höchste Minimumtemperatur weltweit festgestellt.

Fast 100 Jahre hatte die Schweiz nicht mehr eine so niederschlagsarme Zeit zwischen April und Juli 2018.

Ausgetrocknete Felder im Norden Dänemarks.
Ausgetrocknete Felder im Norden Dänemarks.

Neben der extremen Trockenheit in vielen Orten der Welt fielen in Japan vom 28. Juni bis 8. Juli starke Regenfälle, dass es zu Hochwassern, Sturzfluten und Hangrutschungen kam, die auch zu Todesopfer führten. Teilweise fielen über 1.500 Liter pro Quadratmeter. Nach dem vielen Regenfällen schlug das Wetter auf eine Hitzewelle um, mit Temperaturen über 35 °C. Am 23. Juli wurde in Kumagaya ein nationaler Hitzerekord mit 41,1°C aufgestellt.

Auch in North Carolina traten die Flüsse über die Ufer nach dem Hurrikane Florence.
Auch in North Carolina traten die Flüsse über die Ufer nach dem Hurrikane Florence.

Der Sommer 2018 fügt weitere Maxima in die immer länger werdende Liste der Wetterextreme in den vergangenen 15 Monaten hinzu. Dass sich die vielen Rekorde immer weiter zu überbieten scheinen kann auf den Treibhauseffekt zurückgeführt werden, durch den unsere Erde heißer und heißer wird. Was die Klimakrise ist erklärt dir in diesem Video Karsten Schmid von Greenpeace.

Für einige von uns hat der extrem heiße Sommer sich in der Sonne bräunen sowie viele Schwimmbad und Eisdielenbesuche bedeutet. Für Menschen, die vom Wetter abhängig sind, da sie auf landwirtschaftlichen Betrieben arbeiten ist das Wetter jedoch Existenz entscheidend. Die Bundesregierung hat sich in ihren Klimazielen vorgenommen, bis 2020 den CO2 Ausstoß um 40 Prozent im Vergleich zum Jahr 1990 einzusparen. Ohne weitere Maßnahmen wird Deutschland dieses Ziel jedoch verfehlen. Daher haben sich nun drei Familien zusammengeschlossen und verklagen gemeinsam mit Greenpeace die Bundesregierung

Protestaktion von Greenpeace.
Protestaktion von Greenpeace.

Willst du noch mehr zu diesem Thema wissen? Dann schau doch mal hier vorbei:

 

► Hör dir unser Greenpeace Podcast zur Klimawende an

► Porträts der Klimakläger in Deutschland findest du auf unserem Youtube-Kanal

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