Kinder und Jugendliche demonstrieren in Berlin für kritischen Umgang mit Konsum
17.05.2019

Kinder können nicht wählen – du schon

Was die Europäische Union jemals für dich getan hat? Zum Beispiel eine Menge guter Umweltschutzverordnungen auf den Weg gebracht. Davon brauchen wir mehr. Dafür brauchen wir deine Stimme.

„Kinder an die Macht“, sang Herbert Grönemeyer in den Achtzigern. Die können zwar noch nicht wählen, doch ihr Einfluss wird in aktuellen Umfragen überdeutlich: Die Schülerstreiks der Fridays For Future haben das Thema Erderhitzung als obersten Punkt auf die politische Tagesordnung gesetzt.

Der aktuelle ARD-Europatrend benennt Umwelt- und Klimaschutz klar als wichtigstes Thema der anstehenden Europawahl, 48 Prozent der Befragten sagen, dass bei ihrer Wahlentscheidung die Position der Parteien dazu die größte Rolle spielt.

Gleichzeitig ist das Interesse der Bürger an der EU-Wahl gewachsen. Laut der gleichen Umfrage gaben insgesamt 63 Prozent der Befragten an, sich stark oder sehr stark für die Wahl zu interessieren. Das sind 22 Prozent mehr als bei der vergangenen Europawahl vor fünf Jahren.

Ein Europa für alle

Am 26. Mai geben wir Antworten auf die Frage: In welchem Europa wollen wir leben? Unterstützer einer freien, fortschrittlichen und klar demokratischen Union treffen sich an diesem Sonntag in sieben deutschen Städten und europaweit zu einer Demonstration: Für die Zukunft Europas, für den Klima- und Naturschutz, gegen Nationalismus und für eine starke, bunte Zivilgesellschaft.

Wir sind viele, aber wir müssen noch mehr werden

Rechtspopulistische Parteien mobilisieren derzeit in ungekanntem Ausmaß ihre Wähler: 49 der erfolgreichsten Facebook-Posts zur Europawahl stammen von der AfD, analysierte Buzzfeed diese Woche. Rechtspopulismus und Nationalismus blockieren die Suche nach einer gemeinsamen Lösung auf die globale Klimakrise. Sie lässt sich nur im Schulterschluss der Staatengemeinschaft lösen. Das Europäische Parlament ist bislang eines der besten Instrumente, die uns dafür zur Verfügung stehen.

Die EU ist erfolgreich – auch wenn es nicht jeder merkt

Politik auf europäischer Ebene kann ein bisschen abstrakt und fern von der Lebenswirklichkeit der Wähler wirken. Die Spitzenkandidaten für die Präsidentschaft in der Europäischen Kommission – Frans Timmermans und Manfred Weber – mussten sich im gestrigen TV-Rededuell vielen Zuschauern erst einmal vorstellen.

Das EU-Parlament wirkt auf die Mitgliedsländer ein - wir Deutschen bekommen das zu spüren, wenn Fahrverbote aufgrund der Überschreitung von Grenzwerten für Luftschadstoffe verordnet werden, oder Bauern wegen zu viel Gülle auf den Feldern Strafen zahlen müssen.

Uns bleiben 10 Jahre

Uns bleiben noch zehn Jahre, um die schlimmsten Auswirkungen der Klimakrise zu verhindern – bis dahin muss die Weltgemeinschaft die Hälfte ihrer CO2-Emissionen eingespart haben. Andernfalls drohen Dürren, Überschwemmungen und verheerende Wetterextreme; eine Welt, deren Landkarte neu gezeichnet werden muss.

Zehn Jahre Zeit – fünf davon wird das am 26. Mai gewählte Europäische Parlament in der nächsten Legislaturperiode mitbestimmen können. Es kann den europäischen Mitgliedsländern harte Klimaschutzmaßnahmen auferlegen – wenn wir ihm den Auftrag dazu geben. Das geht ganz einfach: Indem wir fortschrittliche und verantwortungsvolle Politiker hineinwählen.

Mach deinen eigenen Einfluss geltend – und beteilige dich an unserer Challenge zur EU-Wahl. Nimm ein kurzes Video auf, weshalb du zur Wahl gehst, und tagge deine Freunde, damit sie dasselbe tun!

 


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