16.12.2018

Leise rieselt der Müll: Tipps gegen das Konsumfest

Weihnachten steht vor der Tür. Für viele bedeutet das: Plätzchen backen, ein Hauch von Zimt in der Luft, besinnliche Abende vorm Kamin und natürlich den Liebsten mit Geschenken eine Freude zu bereiten. Was die Weihnachtszeit jedoch auch bedeutet: Massenkonsum und Unmengen an Verpackungsmüll.

In der Vorweihnachtszeit verdoppelt sich der Pakettransport. Von November bis Dezember werden knapp 15 Millionen Pakete täglich in die deutschen Haushalte ausgeliefert. Laut einer Studie bestellen mittlerweile 70 Prozent der Befragten Weihnachtsgeschenke online.

Das muss nicht sein! Sowohl bei den Geschenken selbst als auch bei den Verpackungen kannst du einiges tun, um unsere Lebensgrundlagen zu schonen.

Tipp 1: Plätzchen backen

Zugegeben, in der Weihnachtszeit wimmelt es nur so von leckeren Naschereien in den Supermärkten. Diese sind oftmals in in einer festen Form aus Plastik, die wiederum in Plastikfolie verpackt ist. Muss wirklich nicht sein, oder? Vor allem, wenn man Plätzchen und Co. ganz einfach selber zu Hause backen kann, dabei Verpackungen spart, genau bestimmen kann, was rein kommt, und dazu noch eine Menge Spaß hat. Die besten Rezepte hat natürlich Oma! (Oder hier) Also ran an die Ausstechformen und los! Veranstalte doch mit deinen Freunden einen Backnachmittag, wo ihr gemeinsam Teig nascht, Plätzchen dekoriert und Weihnachtslieder hört zur perfekten Einstimmung auf die Festtage. 

Tipp 2: Oh Tannenbaum

Fällen, schmücken, wegwerfen - nachhaltig ist das nicht. Oftmals in Monokulturen herangezüchtet, mit Pestiziden und Kunstdünger gedopt, auf langen Transportwegen von A nach B unterwegs, ist der Tannenbaum weder gut für Umwelt noch für die eigenen Gesundheit. Wer nicht auf einen Tannenbaum verzichten mag, sollte beim Kauf auf regionale Herkunft und Öko-Qualität achten. Statt eines abgeholzten Baumes gibt es auch immer mehr Unternehmen, die eingetopfte Tannen für die Weihnachtszeit vermieten. Die nicht verkauften Bäume gibt es in machen Zoos als Weihnachtsgeschenk für die Tiere. 

Tipp 3: Mal was anderes schenken

Ob Kräuterbox, Zero Waste Goodies, Eintrittskarten oder eine Jahresmitgliedschaft - viele Geschenke brauchen kaum Ressourcen oder Verpackungen. Ganz klar gilt außerdem: Gemeinsame Zeit und Erlebnisse sind wertvoller als Materielles. Und wer gegen den Massenkonsum ein Zeichen setzen will, macht seine Geschenke selber! Inspiration und Anregungen findest du hier

 

Tipp 4: Kreative Verpackungen

Wie wäre es mal mit ein bisschen Abwechslung und Individualität unterm Weihnachtsbaum? Alle Jahre wieder kommen Geschenkpapiere in Weihnachtsbaum-, Rentier- oder Tannenbaum-Optik zum Vorschein. Geschenke in schönen Körben, Weinkisten, eingepackt in Zeitungspapier mit witzigen Überschriften oder ganz kreativ: selbst gebastelte Boxen mit Serviettentechnik. Wer sein Wissen aus der Kindheit nochmal auffrischen will findet viele kreative Ideen im Netz.

Auch schön: Jutesäckchen selbst bestempeln und verschenken.

Tipp 5: Adventskalender basteln

Egal ob Klein oder Groß - für einen Adventskalender ist man nie zu alt! Sie verzaubern die Vorweihnachtszeit und machen das Warten bis zum Heiligabend gleich viel erträglicher. Der fertige Adventskalender aus dem Supermarkt besteht allerdings mehr aus Müll als aus Schokolade (oder anderen kleinen Präsenten.) Also: Los geht's, selber machen! Dabei kannst du bei Materialien und Geschenken auf Nachhaltigkeit achten.

 

Mit diesen Ratschlägen wünschen wir euch frohe Feiertage und ein besinnliches Fest!

 



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