Arktis Poster-Wettbewerb
Benjamin Borgerding
17.05.2016

Poster-Wettbewerb für die Arktis: Und die Gewinner sind...

Der Greenpeace-Posterwettbewerb für den Schutz der Arktis ist vorbei und war ein voller Erfolg: Über zweitausend Menschen auf der ganzen Welt haben zu Pinsel, Bleistift oder sonstigen Hilfsmitteln gegriffen und mit fantastischen Posterentwürfen die Schönheit der Arktis zum Ausdruck gebracht!

Die Jury hat es geschafft, aus der überwältigenden Menge an Einreichungen drei würdige Motive auszuwählen und auf's Siegertreppchen zu stellen! Die drei Sieger haben eine Expedition in die Arktis gewonnen und werden dazu im Juni mit dem Greenpeace-Schiff Arctic Sunrise in Spitzbergen in See stechen. Herzlichen Glückwunsch Emile, Sara und Anastasija! So sehen Sieger aus:

Wal in der Arktis Poster Wettbewerb
Als die achtzehnjährige Spanierin Sara Medina Rodriguez erfuhr, dass auch
sie für ihren Beitrag ausgezeichnet wird und mit auf eine Greenpeace-Expedition
in die Arktis genommen wird, kann sie ihre Glück kaum fassen: "Ich dachte, es
wäre unmöglich zu gewinnen!".
Arktis zum Frühstück
Die Arktis zum Frühstück? Die 21-jährige Anastasija Terekhova aus
St. Petersburg in Russland sagt über ihr ausgezeichnetes Poster:
"Der Mann im Anzug steht für menschliche Gier, Invasion und
Industrialisierung der Arktis."
Verbunden mit den Tieren Poster Wettbewerb Arktis
Emile Malheu, 21 und aus Quebec in Kanada, über sein Poster:
"Die Inuit-Frau ist mit allen Tieren verbunden. Wird ein Teil des
Ökosystems zerstört, stirbt auch der Rest."

Was passiert in der Arktis?

Die Arktis ist vielen Gefahren schutzlos ausgeliefert. Die Region hat sich in Folge des Klimawandels fast doppelt so stark wie im globalen Mittel erwärmt. Von der arktischen Meereisdecke schmilzt jedes Jahr ein bisschen mehr weg. Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Arktis im Jahr 2030 ihren ersten eisfreien Sommer erleben könnte.

Diese Veränderungen haben Öl- und Gasfirmen und die Fischereiindustrie auf den Plan gerufen: Eine längere eisfreie Periode im Sommer ermöglicht länger ungestörtes Bohren, Fischerei-Trawler können ihre Netze immer weiter nördlich auswerfen. Die Leidtragenden sind die Tiere und Menschen in der Region: Ein Ölunfall in der Arktis wäre kaum beherrschbar. Grundschleppnetz-Fischer hinterlassen eine zerstörte Meeresfauna und plündern das Meer auf Kosten der lokalen, kleinskaligen Fischer.

Emile, Sara und Anstasija werden mit Greenpeace in eine Welt aufbrechen, die so bedroht wie geheimnisvoll ist und jeden Besucher sofort in ihren Bann schlägt. Mehr als verständlich also, dass sich Sara so freut, wie sie es tut, als sie von ihrem Gewinn erfährt:

 

Sara hatte offensichtlich nicht damit gerechnet, zu den Gewinnern zu zählen. :)
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Benjamin Borgerding

Benjamin Borgerding

Benjamin Borgerding (*1982) hat in Frankfurt am Main Anglistik und Medienwissenschaften studiert.


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