Winterferien im OZEANEUM 08.02.10- 12.02.10

08. Februar 2010

Langsam erwachen Stralsund und das Ozeaneum wieder – in der letzten Woche musste das Meeresmuseum wegen nicht vorhersehbarer Schneemassen noch kurz seine Türen schließen. Die Eingangstüren waren zugeschneit. Nun aber geht es in den Winterferien um eines der wichtigsten Themen unserer Zeit: Das Klima und die Auswirkungen, die Veränderungen im Klima bewirken können. Müssen Pinguine in Zukunft auf Eis und Schnee verzichten? Wie sieht es zukünftig mit dem Klima im Ostseeraum aus? Wer wird Gewinner, wer Verlierer sein und vor allem: Wie sieht unsere Erde im Schwitzkasten aus?

Hierzu werden verschiedene Informations- und Mitmachaktionen angeboten. Greenpeace wird ebenfalls mit einem Infostand vor Ort sein und Fragen rund um das Thema “Wale und Klimawandel” beantworten.

Montag, 8. Februar
14 – 16 Uhr
: Aktionsstände zum Thema „Klima – Was ist das? “Was ist Klima und worin besteht der Unterschied zum Wetter? Welche Treibhausgase gibt es und was bewirken die? Lasst  uns gemeinsam zum Treibhauseffekt experimentieren, errechnet mit uns eure Kohlendioxid-Bilanz und gestaltet Postkarten rund um das Thema Klima und Klimawandel.

Dienstag, 9. Februar
10-13 Uhr
: Comic-Workshop Pinguine – Ihr wolltet schon immer einmal eure eigenen Comics gestalten? In diesem mehrtägigen Workshop erhaltet ihr dazu Gelegenheit. Ihr benötigt dafür an allen 3 Tagen Zeit und zahlt nur einmalig Eintritt.
14-16 Uhr: Aktionsstände zum Thema „Prima Klima in der Ostsee“
In der Ostsee geht es heiß her – sie erwärmt sich wie das Wasser in einer Badewanne. Erforscht mit uns die damit einhergehenden Veränderungen für die Pflanzen und Tiere der Ostsee und kreiert euren Stundenplan fürs nächste Halbjahr.

Mittwoch, 10. Februar
10-13 Uhr: Comic-Workshop Pinguine siehe 09.02.2010
14-16 Uhr: Aktionsstände zum Thema „Pinguine und Klima“
Pinguine mögen es meist eher etwas kühler. Doch was tun, wenn die Erde ständig wärmer wird? Informiert euch über diese Vögel, löst kleine Rätsel und modelliert euren Pinguin der Zukunft.

Donnerstag, 11. Februar
10-13 Uhr: Comic-Workshop Pinguine siehe 09.02.2010
14-16 Uhr: Aktionsstände zum Thema „Klima – Was ist das? “Was kannst du tun, um für gutes Klima zu sorgen? Spiele das Klimaspiel und du weißt mehr… Außerdem gibt es kleine Experimente zum Klima und du kannst deine persönliche Postkarte zum Klimawandel gestalten.

Freitag, 12. Februar
14-16 Uhr: Aktionsstände zum Thema „Wale und Klima“
Die Folgen eines veränderten Klimas spüren auch die Giganten der Meere. Informiert euch über Wale im Klimastress und fertigt euch euer ganz persönliches Wale-Magnet-Lesezeichen an.

Die Aktionsstände könnt ihr ohne Anmeldung und ohne Aufpreis zum Eintritt nutzen.

Wer Lust hat, an drei aufeinander folgenden Tagen im Comic-Workshop mitzumachen, der sollte sich bis zum 20.01.2010 anmelden. Der Workshop ist auf 15 Teilnehmer begrenzt und kostenfrei.

Euer Kontakt für Fragen und Anmeldung:
Tel: 03831 – 26 50 690, Fax: 03831 – 26 50 609, E-Mail: museumspaedagogik@ozeaneum.de

Umweltschutz verliert in erster Instanz

05. Februar 2010

Im Sommer 2008 versenkten Greenpeace-Aktivisten im Meeresschutzgebiet Sylter Außenriff insgesamt 320 Naturfelsen. Mit dieser Aktion schützt Greenpeace das Riff vor zerstörerischer Fischerei und dem Abbau von Sand und Kies. Die Firma OAM-Deme-Mineralien fördert für die Bauindustrie Sand und Kies aus der Nord- und Ostsee. Sie verklagt die Umweltschützer und forderte Schadensersatz. Heute hat das Landgericht Hamburg sein Urteil über den folgenden Rechtsstreit gefällt. In dem Urteil räumt das Gericht der Firma grundsätzlich das Recht ein, Schadensersatz zu fordern.

Für Greenpeace ist die Entscheidung des Landgerichtes ist nicht nachvollziehbar. Es ist absurd, dass auf der einen Seite tonnenweise Sand und Kies abgebaut wird, Greenpeace aber vorgeworfen wird, dass sie die Umwelt zerstören. Das Sylter Außenriff sollte ein Bereich sein, in dem die Natur sich selber überlassen bleibt. Bereits 2004 hatte die damalige Bundesregierung das Sylter Außenriff als Teil des europäischen Natura2000-Schutzgebietsnetzwerkes nach Brüssel gemeldet.

Im Riff ist eines der seltenen Nordsee-Steinriffe zu finden. Gleichzeitig ist dort die einzige in der Nordsee heimische Walart anzutreffen. Der Schweinswal hat hier ein Paarungs- und Aufzuchtsgebiet. Dennoch genießt das Sylter Außenriff keinerlei Schutz gegen die tagtägliche Zerstörung durch die Grundschleppnetzfischerei oder die Förderung von Sand und Kies.

Greenpeace wird daher gegen das Urteil Berufung einlegen und die nächsthöhere Instanz, in diesem Fall das Oberlandesgericht Hamburg anrufen.

Müllkippe Ozean

04. Februar 2010

Die Ozeane verkommen zur Müllkippe, auch Nordsee und Ostsee sind schwer betroffen. Diese Erkenntnis ist nicht neu – doch jetzt scheint auch die Politik langsam zu begreifen, dass nur entschlossenes Handeln das Problem lösen kann. Spiegel Online berichtet heute über ein internes Strategiepapier der Bundesregierung, wonach die bisherigen Maßnahmen für einen internationalen Schutz der Meere vor dem Verklappen von Abfällen auf ganzer Linie gescheitert sind.

Jetzt muss die Politik endlich die Rahmenbedingungen schaffen, für

  • geschlossene Stoffkreisläufe bei Kunststoffen,
  • eine kostenlose Entsorgung von Schiffsabfällen in den Häfen,
  • drastische Strafen für all jene, die dagegen verstoßen.

Ein großer Teil des Mülls, den der Mensch ins Meer kippt, landet in gigantischen Müllstrudeln inmitten der Ozeane. Von den dramatischen Auswirkungen konnte ich mir auf einer Expedition mit dem Greenpeace-Schiff “Esperanza” im Oktober 2006 selbst ein Bild machen. Unsere Animation zeigt, wie sich diese gigantischen Wirbel aus Müllteilchen bilden.