Greenpeace meets jovoto – Schlauchbootfahren für die Energie-Revolution

21. Oktober 2010

Im August rief startete Greenpeace einen Internet-Wettbewerb bei jovoto, um ein Logo für die Energiewende entwickeln zu lassen. Es kamen über 300 zum Teil großartige Ideen zusammen. Der 1. Platz ist auch unser Favorit und wird derzeit eingesetzt. Neben den Preisgeldern für Platz 1-6 gab es auch drei Schlauchbootfahrten zu gewinnen. Am Wochenende trafen wir uns.

Greenpeace: Warum habt ihr an dem Wettbewerb teilgenommen?

Niklas zieht sich an (c) Greenpeace

Niklas zieht sich an

Maria: Ich finde es immer spannend, Logos zu entwickeln. Das mal für Greenpeace tun zu können, hat mich besonders gereizt.

Thomas: Also ich habe mir vorgestellt, wie mein Logo riesengroß an einem Atomkraftwerk hängt, während Greenpeacer die Tore blockieren. Das fand ich einfach sehr reizvoll, da wollte ich mitmachen.

Niklas: Ich hab vor Jahren schon einmal ein Logo für Freunde für eine Stromwechselkampagne entwickelt, und fand das Thema „Energierevolution“ sehr ansprechend. Eigentlich sollte ich ja Geografie studieren, aber diese Wettbewerbe bei jovoto sind oft spannender.

Greenpeace: War es das Thema oder Greenpeace – was hat euch gereizt?

Niklas: Also, mich hat das Thema angezogen. Wie geht der Mensch mit der Umwelt um? Wie begegnen wir der Klimazerstörung? Das ist mir wichtig. Und die Zukunft gehört nun einmal den Erneuerbaren Energien.

Thomas: Mich hat die Marke Greenpeace gereizt. Ich kenne Greenpeace als Organisation, die Themen attraktiv gestaltet und umsetzt. Ich finde es gut und wichtig, dass Greenpeace die komplexen Themen anschaulich herunter bricht und der breiten Öffentlichkeit zugängig macht. Ich beziehe selber grünen Strom, spende an Greenpeace. Ich würde zwar nie selber Aktivist sein wollen, aber ich finde Greenpeace gut. Und ich fand es total toll, Greenpeace einmal mit dem unterstützen zu können, was ich eben kann: Mit meiner Kreativität.

Maria und ihr Mann (c) Greenpeace

Maria und ihr Mann

Maria: ich denke, es ist total wichtig, dass wir auf Erneuerbare Energien umsteigen. Je schneller, umso besser. Nur in ihnen liegt die Zukunft – und da geht es mir wie Thomas: Ich fand es schön, mein berufliches Können, meine Kreativität einzusetzen, um was Sinnvolles zu unterstützen. Etwas, von dem ich eh überzeugt bin.

Greenpeace: Was ist das Besondere an jovoto?

Niklas: Es ist natürlich toll, so global vernetzt zu sein. Andere Kreative sitzen in Brasilien oder Rumänien. Und dann herrscht bei jovoto eine eigene Stimmung des sich gegenseitigen Bewertens und Befruchtens, obwohl wir ja eigentlich Konkurrenten sind. Und für den Kunden kommt dann etwas wie bei einem riesigen Brainstorming bei raus.

Thomas: Der spannende Moment ist, wenn du deine Idee reinstellst: Was sagen die anderen? Funktioniert sie? Kommt sie an?

Maria: Es ist total beflügelnd, die anderen guten Ideen zu sehen. Sich zu überlegen, wie kann ich was eigenes, noch besseres draus machen. Von den anderen zu lernen. Die eigenen Ideen nach Anregung weiter zu entwickeln.

Thomas: Und wenn du dann in die Preisgeldzone rückst, macht jovoto richtig süchtig. Dann guckt man dauernd: Wie werde ich aktuell bewertet? Jetzt gewinne ich was. Jetzt wieder nicht. Da häng ich nur noch am Computer.

Greenpeace: Nach der Schlauchbootfahrt: Wollt ihr jetzt Aktivisten werden?

Thomas

Thomas

Marie: So toll die Fahrt heute bei Sonnenschein im Hafen war: Für richtige Aktionen bin ich, glaub ich, nicht gemacht.

Niklas: Ich würde gerne Schlauchbootsfahrertrainer werden und bei schönem Wetter Leute ausbilden, so wie Mikro das beschrieben hat.

Thomas: Wir haben ja die Leute im Bannerraum nähen und malen sehen. So was würde ich gern machen. Banner malen und Bannernähen und dabei Radio hören – und wissen, dass ich damit die Leute unterstützt habe, die dann später damit in der Kälte stehen.

Die drei Gewinner (c) Greenpeace

Die drei Gewinner

And the winner is… Kreativ für die Energierevolution!

06. Oktober 2010

Im August hat Greenpeace auf dem Online-Kreativmarkt jovoto einen Logo-Wettbewerb ausgerichtet. Ziel: Ein “Key Visual“ für die Greenpeace-Energiekampagne. Kreativität, Bandbreite und Cleverness der eingereichten Ideen haben uns umgehauen. Wir bedanken uns bei allen Kreativen, die Zeit und Hirnschmalz in die Ausarbeitung gesteckt haben! Und stellen den Gewinner und eine Auswahl von Favoriten vor!

Das Logo soll eine Kernbotschaft der Kampagne optisch unterstützen: „Erneuerbare Energien können (bis 2050) unseren Strombedarf zu 100 Prozent decken.“ Ziemlich deutlich wurde von der Community auf Jovoto folgendes Logo auf Platz eins gewählt:

Wind statt Atom! - Gewinnerlogo des Greenpeace Kreativ-Wettbewerbs "Creativity for the energy revolution" auf jovoto.com!

Die Botschaft ist klar: Wind statt Atom! Der Gewinner von User "rag"

Aufgepasst: Dieses Windrädchen von Wettbewerbsteilnehmer “rag” werdet ihr bald noch öfters zu sehen bekommen. Zur Feier des Tages und dem Gewinner zu Ehren veranstalten wir auf unserer Facebook-Seite einen kleinen Subwettbewerb: Wer das Rädchen in echt nachbaut, bekommt von uns tolle Buchpreise geschenkt, also Schere raus und losgeschnippelt! Preise gibt’s für Fotos und die Bastelanleitung zum Runterladen!

Es sind so unglaublich viele tolle Ideen bei dem Wettbewerb herausgekommen, dass wir sie hier unmöglich alle präsentieren können. Unten folgt nur eine kleine Auswahl mit ein paar unserer Favoriten. Wer Lust auf mehr hat und am Ranking der Experten von der Jovoto-Community interessiert ist: Die Wettbewerbsseite auf Jovoto ist noch zur freien Besichtigung geöffnet. Apropos Logo: Auf sueddeutsche.de gibt es eine hübsche Fotogalerie mit Anti-Atom-Logos – und einen langen Artikel.

Die Steckerblume - Einreichung beim Greenpeace Kreativ-Wettbewerb "Creativity for the energy revolution" auf jovoto.com

Viel Applaus gab es auch für diese Steckerblume von User "ThiK"

Pastell - Einreichung beim Greenpeace Kreativ-Wettbewerb "Creativity for the energy revolution" auf jovoto.com

In entsättigten Pastellfarben: ein Plädoyer von "alxander" für 100 Prozent Erneuerbare. Man beachte die Details!

Energierevolution - Eine Einreichung zum Greenpeace-Kreativwettbewerb "Creativity for the energy revolution" auf jovoto.com

Energie(r)evolution nach User "Assolar"

Flamingo - Eine Einreichung zum Greenpeace-Kreativwettbewerb "Creativity for the energy revolution" auf jovoto.com

Kakteen, Flamingos und Windräder! Von "domi_pfirsich"

Smiley - Eine Einreichung zum Greenpeace-Kreativwettbewerb "Creativity for the energy revolution" auf jovoto.com

Ein Smiley für Erneuerbare! Von "Giu"

NY - Eine Einreichung zum Greenpeace-Kreativwettbewerb "Creativity for the energy revolution" auf jovoto.com

Green Energy: Cool wie NYC in den 80ern, von "Noergard"

Glühfaust - Eine Einreichung zum Greenpeace-Kreativwettbewerb "Creativity for the energy revolution" auf jovoto.com

Auch sehr schön: die Glühfaust von "sonsofwolves"

Design-Wettbewerb für “100 Prozent Erneuerbare bis 2050″

28. Juli 2010

Grafiker, Kreative, Designer: Bitte einmal kurz herhören! Auf dem Kreativmarkt Jovoto.com sucht Greenpeace seit gestern ein Key Visual für seine Energiekampagne. Mit dem Bildmotiv wird Greenpeace eine absolute Kernbotschaft der Kampagne unterstützen: „Erneuerbare Energien können (bis 2050) unseren Strombedarf zu 100 Prozent decken.“ Ohne Laufzeitverlängerung, wohlgemerkt. Der Wettbewerb endet am 16. August. Auf die besten Entwürfe warten Ruhm, Ehre und Preisgelder. Das Gewinner-Visual wird die Kampagne zudem öffentlichkeitswirksam begleiten. Also nicht lang zaudern und ran an Zeichentisch und Illustrator!

Jedes Kind weiß: Die Zukunft gehört den Erneuerbaren. Was vielleicht nicht jedes Kind weiß und – wie es aussieht – ebensowenig die Herrschaften Merkel, Mappus und Brüderle:  Die Weichen in die Zukunft müssen jetzt in die richtige Richtung gestellt werden. Und die Schienen dahin führen nicht über die Brücke Atomkraft, wie uns eben jene Herrschaften immer wieder eintrichtern wollen. Das Energiekonzept “Plan B” von Greenpeace erklärt, wie die Energierevolution bis 2050 ohne Laufzeitverlängerung klappt. “Kein frommer Wunsch, sondern Realität!” bescheinigte dem kürzlich das Umweltbundesamt (UBA).

Wenn die schwarzgelbe Regierung aus dem 1990 beschlossenen Atomausstieg wieder aussteigt, wären die Folgen für den Ausbau der Erneuerbaren fatal. Gelder würden in die Sanierung alter AKW fließen – und nicht in die Erneuerbaren, wo sie hingehören. Außerdem sind AKW viel zu schwerfällig für die fluktuierenden Stromeinspeisungen aus den Erneuerbaren, wie zähe Melasse verstopft ihr Strom die Netze. Der Sachverständigenrat für Umweltfragen sprach deshalb letztjährig von einem Systemkonflikt.

Während der Wettbewerb von Greenpeace Deutschland gerade startet, befindet sich ein anderer Greenpeace Design-Wettbewerb in der Endphase. Greenpeace UK hatte dazu aufgerufen, dem Logo von BP ein bitter nötiges Update zu verpassen, ein “Rebranding”. Über eine Auswahl der eingegangenen Vorschläge kann die Netz-Community noch einige Tage abstimmen.