AKW Unterweser warnt jetzt vor sich selbst

22. Juni 2009 · von Benjamin Borgerding

Die Vögel zwitschern, die Schafe blöken, die Sonne scheint mir auf den Pelz, ich sitze auf dem Deichkamm und vor mir fließt gemächlich die Weser Richtung Nordsee. Urlaubsstimmung?

Nein, denn wenn ich den Kopf nur ein Stück drehe, sehe ich genau auf das Atomkraftwerk Unterweser. Auf der Kuppel bewegen sich winzige Gestalten, die beim Blick durch das Fernrohr als Greenpeace-Aktivisten erkennbar sind. Sie hängen an Seilen, spannen Banner und pinseln mit schwarzer Farbe auf den Beton. Was vor wenigen Stunden mit scheinbar unzusammenhängenden Farbklecksen begann, nimmt immer deutlicher die Konturen eines riesigen, grimmigen Totenschädels an. Darüber prangt in schwarzen Lettern ein Schriftzug: Atomkraft schadet Deutschland.

Aktivisten malen einen Totenschädel auf das AKW Unterweser

Aktivisten malen einen Totenschädel auf das AKW Unterweser

Fünfzig bis sechzig Aktivisten sind seit der Morgendämmerung auf dem Gelände, rund 20 von ihnen stehen in diesem Moment auf der sechzig Meter hohen Kuppel. Einige von ihnen ziehen die letzten Pinselstriche, andere sichern die Seile. Bald ist das Werk vollbracht: eine dauerhafte Warnung vor den Risiken der Atomkraft. Und bei allen Beteiligten wächst die Gewissheit, bei einem einzigartigen Protest dabei zu sein.

Gerade nähert sich ein Hubschrauber und wird Bilder liefern, die Ihr bestimmt auch bald auf der Greenpeace-Homepage finden werdet. Ich werde hier weiter die Stellung halten und hoffen, dass die mutigen Menschen auf der Kuppel wieder heil auf dem Boden ankommen.

Kommentare

  • D.Schulz

    Meine Hochachtung für diese Aktion!
    Es kann nicht sein das durch die Skrupelosigkeit einiger Politiker und Geldgier mancher Vorstandsmitglieder das Leben zig tausender Menschen gefärdet wird.

    Ich hoffe das in Zukunft verstärkt Aktionen dieser Art stattfinden werden !!!!!!

    22.6.2009 um 14:16 Uhr · Antworten

  • Camille

    Wegen Aktionen wie dieser habe ich meine Mitgliedschaft bei Green’peace’ gekündigt. Im Umfeld eines AKW’s Spielchen spielen ist genauso gefährlich wie der Betrieb dieser Anlagen…
    Den Gipfelstürmern gehört der Hintern versohlt!

    22.6.2009 um 14:31 Uhr · Antworten

  • Marcel

    Genau solche Aktionen waren schon immer die Stärke von Greenpeace. Das sollte eigentlich jedem klar sein.
    Chapeau, allen beteiligten!

    22.6.2009 um 15:03 Uhr · Antworten

  • N.Brendler

    Ich schließe mich dem Kommentar von Camille an: ein Eingriff in den laufenden Betrieb eines AKW’s um auf dessen (angebliches) Gefahpotential hinzuweisen, ist als würde man einem Kind eine geladenen Waffe geben um auf die Gefahren von Schußwaffen aufmerksam zu machen, einfach unverantwortlich.

    22.6.2009 um 15:07 Uhr · Antworten

    • Jan Haase

      Hallo N.Brendler,

      das besondere Gefahrenpotential der Alt-Reaktoren (zu diesen sieben gehört Unterweser) bemisst sich ja nicht danach, ob er ein oder zwei Dutzend Menschen auf seiner Kuppel aushält, sondern den (gezielten) Absturz eines großen Flugzeugs. Das ist dann der Eingriff in den laufenden Betrieb – mit fatalen Folgen, wie unsere aktuelle Studie zeigt. Genau darauf haben die Aktivisten heute aufmerksam gemacht. Und weil das Problem in Unterweser bauartbedingt dauerhaft ist, hat auch der Reaktor eine dauerhafte Bemalung bekommen. Der Vergleich mit der Schusswaffe und dem Kind hinkt da doch sehr.

      22.6.2009 um 16:56 Uhr · Antworten

  • Cielo

    Ich schließe mich den Worten von Marcel an.
    Die Jungs und Mädels würden bestimmt nicht da rauf klettern wenn da eine Gefahr für die Umgebung darstellen würde. Die Aktivisten sind auf den Kühlturm geklettert und sind nicht in den eigentlichen Reaktor eingebrochen.
    Man sollte aber auch eines nciht vergessen: Wenn es Greenpeacern möglich ist auf den Kühlturm zu klettern, was könnten dann bewaffnete Terroristen alles anstellen?
    Die sieben ältesten AKW gehören sofort vom Netz!

    22.6.2009 um 16:25 Uhr · Antworten

  • N.Brendler

    Hallo Cielo, das nächste Mal solltest du dich vielleicht erstmal informieren bevor du Fehlinformation in die Welt setzt. Das AKW Unterweser liegt direkt an der Weser und besitzt daher keinen Kühlturm. Die Aktivisten sitzen direkt auf dem Reaktorgebäude.

    Die Aktivisten sind nur soweit gekommen weil sie ihre Aktion als “Gewaltfreie Aktion” zu erkennen gegeben haben. Damit wird dem Wachpersonal jeglicher Handlungsspielraum genommen um mit der nötigen Härte gegen das Eindringen vorzugehen. Bewaffnete Terroristen würden versuchen ins Innere des Reaktorgebäudes zu gelangen, was ihnen dann nicht nur von höheren Sicherheitssystemen sondern auch von bewaffnetem Sicherheitspersonal verwehrt werden würde.

    22.6.2009 um 16:38 Uhr · Antworten

  • M. Zacker

    Ich hoffe ihr seid euch darüber im Klaren welchen wirtschaftlichen Schaden ihr den Familien der Wesermarsch die von dem Touristmus leben gerade gebracht habt.

    Zu eurem Kunstwerk: Zwar ist die Botschaft ja in Ordnung, doch hoffe ich, dass ihr die Reinigung der Botschaft und den Einsatz für diese Aktion zahlt. Es wäre doch unfair und asozial wenn so etwas vom Steuerzahler und vom Energieverbraucher gezahlt werden müsste.

    22.6.2009 um 16:57 Uhr · Antworten

    • Jan Haase

      Hallo M.Zacker,
      im Altertum hat man gerne den Überbringer der schlechten Nachricht geköpft, und nicht den Verantwortlichen. Für mich klingt das in deinem Post gerade wieder so. Verantwortlich für ein unsicheres Atomkraftwerk in der Wesermarsch ist immer noch der Betreiber E.ON. Wenn sich ein AKW wegen nicht mehr zeitgemäßer Sicherheitstechnik aus den 70er Jahren nicht auf die heutige Gefährdungslage nachrüsten lässt, dann muss es umgehend vom Netz. Wir haben heute nur noch einmal auf diesen Zusammenhang hingewiesen.

      22.6.2009 um 17:18 Uhr · Antworten

  • N.Brendler

    Hallo Jan Haase,
    das immer wiederkehrenden auftretend von Studien zum Thema Reaktorsicherheit ist mir sehr wohl bekannt, so haben ich mir auch die Zeit genommen ihre Link zu ihrer aktuellen Studie zu folgen.
    Als technisch interessiertem Menschen liegt mein Augenmerk nicht zuerst darauf was nach einem möglichen Unfall passieren würde (was ihre Studie ja zeigt), sondern wie dieser Unfall simuliert und berechnet wurde. Sie sagen immer wieder Kraftwerke sind nicht sicher, doch in jedem Text den ich bisher gesehen habe wurde nie explizit erklärt auf welchen Grundlagen dies beruht. Ich spreche hier nicht von einfachen Aussagen wie: “die Kuppel könnte das nie Aushalten.” sondern von mathematischen Berechnung und/oder geeigneten Versuchen die explizite und unwiederlegbar Beweise liefern.

    22.6.2009 um 17:12 Uhr · Antworten

  • John S.

    Liebe GP

    Super Aktion. Ich werde gleich eine Spende überweisen damit es hoffentlich bald wieder so eine Aktion geben kann. Außerdem bin ich seit Jahren sehr zufriedene Greenpeace Enegry Kunde. Vielen Dank für alles.

    @M. Zacker verwechselst du da vielleicht gerade was? Dann es sein das der Schaden durch die Betreiber des AKW’s verursacht wurde?

    @N.Brendler & @Camille was soll das für ein Eingriff gewesen sein? Muß man ein AKW abschalten nur weil jemand auf dem Dach rum klettert?

    John

    22.6.2009 um 20:42 Uhr · Antworten

  • Datenreisender

    In die Tagesschau geschafft …
    Meinen Glückwunsch zu der gelungenen Aktion!

    22.6.2009 um 20:49 Uhr · Antworten

  • FAXE-system

    Ein dickes DANKE an die Aktivisten und Aktivistinen, ich wohne selber keine 20km vom KKW entfernt – hoffe nun, dass eure nicht zu toppende Aktion (es sei denn, ihr zieht beim nächsten mal noch den Stecker) die gleichgültige Landbefölkerung hier etwas zum nachdenken bewegt, was ich hier leider nie erreichen konnte.

    Ich bin unglaublich glücklich und auch viele Menschen vor Ort meinten mit einem Lächeln “das wurde auch mal Zeit” worauf ich nur “der Kampf geht weiter” erwiderte.

    @ unsere Zerreder… die Scheißdinger sind fürn Arsch und immer tickende Zeitbomben, ob da nun leute mit Fähnchen drauf stehen, oder nicht – bei meterdickem Beton – ich sag mal … scheiß egal….!!!!
    Ihr könnt ja wieder Lieder singen.

    22.6.2009 um 22:01 Uhr · Antworten

  • Simon

    Mal ganz im Ernst ihr spielt euch hier als die großen Lehrmeister auf und die Leute zu ermahnen das die alten Atommeiler unsicher sind und den Neuen hinterher hinken mal im Ernst wenn ihr alle boykottiert die neu gebaut werden was erwartet ihr denn?? Das wir Strom aus der Wüste importieren von Solarkraftwerken die so teuer sind das sich das niemand leisten kann die es noch nicht gibt und dessen Strom man über so Große Distanzen noch gar nicht transportieren kann super Idee Leute!!!!

    22.6.2009 um 22:37 Uhr · Antworten

  • splendid

    @Simon du bekommst doch jetzt schon über 15% deines Stroms aus Erneuerbaren Energien. Kein Problem oder?

    22.6.2009 um 22:52 Uhr · Antworten

  • eagle0899

    Gilt das Gesetz für Greenpeace AktivistInnen nicht? Für mich ist das Hausfriedensbruch, wenn nicht sogar Landfriedensbruch. Das muß bestraft werden. Auch der edelste Zweck heiligt nicht die Mittel.

    Ich fordere: Sofortiges Abschalten der 7 alten AKWs, dafür (übergangsweise) Neubau von einigen wenigen hochsicheren AKWs. Wenn Deutschland das nicht macht, wird Frankreich und Tschechien nicht so sichere AKWs an der deutschen Grenze bauen und Deutschland Atomstrom für viel Geld verkaufen.

    22.6.2009 um 23:11 Uhr · Antworten

  • M. Zacker

    @Jan: Es ging auch nicht um die Botschaft. Es geht darum was ihr da gemacht habt. Ich denke es war der falsche Weg. Aktionen zum Aufmerksam machen sind ja gut und schön -jedoch nur mit einem anderen Weg. Ich denke ihr habt genau das Gegenteil damit erreicht. Die Leute wissen die Gefahr von atomarer Strahlung nur zu gut und brauchen keine Belehrungen. Ihr hättet lieber eine Aktion machen sollen wie man die AKW’s bei gleichem Strompreis für den Endverbraucher ersetzen kann.

    Solangsam beschleicht mich der Gedanke der Wahlwerbung?! *grübel* Wolltet ihr vielleicht nur mit dem Unsicherheitsfaktor spielen um bestimmte Parteien zu vor der Bundestagswahl zu stützen? Da kommen bei mir gleich noch mehr Fragen auf: Warum macht ihr das gerade im Wahljahr? Warum ist die Aktion so geplant und nicht konstruktiv wie von mir oben beschrieben? Wolltet ihr Polarisieren?

    Eigentlich fand ich Greenpeace bis heute gut. :\

    22.6.2009 um 23:50 Uhr · Antworten

  • basti

    nunja ewentuelle terroristen haben ja jetzt ne zielscheibe… müssen nur noch ins schwarze treffen ;)

    23.6.2009 um 00:38 Uhr · Antworten

  • A-So

    Also, ich komme aus der Region und wenn ich dran denke, dass meiner Familie zuhause mal was durch einen Reaktorunfall zustoßen könnte, wird mir echt anders. Zumal die Halbinsel dann sicher dichtgemacht wird, wer will in Bremen oder Hannover schon Strahlenflüchtlinge aufnehmen?
    Insofern: gute Aktion, danke, dass Ihr die alte Rostlaube in die Nachrichten gebracht habt. Das Einwohner-Bewusstsein in der Wesermarsch ist übrigens relativ gering, wenn man von den kläglichen Besuchern der Bürgeraktionen zur Schließung des AKW ausgeht.

    23.6.2009 um 14:27 Uhr · Antworten

  • Tobias Staufenberg

    @basti:
    Die Gefahr von terroristischen Anschlägen auf Atomkraftwerke ist nicht neu, sondern wird bereits seit dem 11. September 2001 öffentlich diskutiert. Um so schlimmer ist, dass die Erkenntnisse zu diesen Gefahren der Öffentlichkeit vorenthalten wurden, wie der hessische Rundfunk berichtet: http://www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/indexhessen34938.jsp?rubrik=36098&key=standard_document_37349178

    23.6.2009 um 17:12 Uhr · Antworten

  • Elke

    Merkwürdig, dass einige Menschen über die Gefahren von Greepeace-AktivistInnen auf der Kuppel nachdenken, aber nicht über die Gefahren, die durch eingedrungende Terroristen ausgehen würden. Die Erklärung von E.on, man hätte sie bewusst auf die Kuppel gelassen, wird hier vor Ort (ich wohne 3 km Luftlinie vom AKW entfernt) nicht ernst genommen. Ernster genommen wird die Tatsache, dass die Gefahrenabwehr so “gut” funktioniert, dass 50 Leute aufs Gelände gelangen konnten. Greenpeace legt nur den Finger in die Wunde!
    Die Region Wesermarsch leidet mehr unter einem laufenden AKW. Viele Menschen möchten sich hier deshalb nicht ansiedeln. Und die Kinderkrebsstudie ist auch bekannt.

    23.6.2009 um 18:01 Uhr · Antworten

  • Stochelo

    @Elke:
    zit.: “Und die Kinderkrebsstudie ist auch bekannt.”
    Jeep, aber Dir anscheinend nicht!. Gefährlichrs Halbwissen!.
    Die verhältnissmässigkeit der Mittel. Schonmal gehört?.
    Wenn der Sicherheitsdienst gewollt hätte, wären die Hunde
    frei geworden und die Schusswaffe wäre zum Einsatz gekommen!.
    Ja gut, die Terrorpanikmache ist nun auch aus den USA rübergeschwappt.
    Schonmal überlegt warum, nicht wirklich,oder?. Warum vor 9//11 sollte jemand
    auf die Idee gekommen sein ein Flugzeug auf ein deutsches AKW zu steuern?.
    Ja, mal nachdenken sollte helfen. Aber das ist ein ganz anderes Thema!.
    Dir/Uns/Mir sollten nicht DEUTSCHEN ATOMKRAFTWERKE angst machen, sondern
    die der Anrainerstaaten!. Deutschland hat die Sichersten!. Anders sieht da in den anderen Ländern aus, aber was interssiert dich das auch wenn in Cattenom einen Reaktorschaden gibt, was betrifft uns das, oder?. Aber wenn in der Wesermarsch was passieren würde, ohohoh, da siehst gleich anders aus,
    Die Region leidet da drunter, hmmm ja?. Ich hab nichts gegen ein Akw, aber warum sollte ich auch mich da ansiedeln?.
    Vielleicht sollte die mal auf Dein Dach steigen weil Du den Müll nicht immer 100%ig teilst, und kein Kühlschrank mit der höchsten Energieeffizienz hast, und noch Glühlampen nutzt, und das mit Neonfarbe auf dein Dach schreiben.
    Mal schauen wie Du reagierst.

    23.6.2009 um 22:01 Uhr · Antworten

  • Strunk

    Ich frag mich gerade ehrlich ob ihr jemals bedacht habt was passieren würde wenn man von heut auf morgen die Akws in Deutschland abschalten würde.
    Die Energiepreise würden wohl massiv steigen, es könnte zu Lieferengpässen kommen, usw.
    Gut… das man von der Energiegewinnung durch kernspaltung abkommen sollte ist irgendwie klar, schon alleine wegen dem Gefährdungpotenzial welches immer bei einem Atomkraftwerk präsent ist, aber…
    welche wirksame Alternative gibt es denn im moment?
    Windkraft? Mal abgesehen davon das ich persönlich finde das Windkraftwerke nur die Umgebung verschandeln, würden auch durch die Produktion eben Dieser Kraftwerke grosse mengen an Müll anfallen, energie für die produktion “verschwendet” werden und im Endeffekt bleiben Wohl nur Teure Offshore anlagen, denn ich denke nicht, dass sich ein/e ort/stadt einfach mal eben ohne Protest die aussicht mit Windkraftwerken “zupflastern” Lässt.

    Solar? In Deutschland nicht Effektiv genug…

    Erdwärme? Ist leider noch nicht so Effektiv… zudem ist es auch mit einem massiven Aufwand verbunden.

    Bioenergie? Uneffizient… da die Meisten kleinanlagen eh Falsch gefahren werden und eher die Umwelt verschmutzen als eine “reine” Energie zu liefern…

    Ich weiss es gibt noch mehr…. aber im Endeffekt läuft es doch eh alles auf das Gleiche raus. Es lohnt sich nicht, weil die Technik noch nicht weit genug fortgeschritten ist…

    Achja und Thema Terrorismus:
    E.on hatte recht… ihr wart nur in den Aussenbereichen… Erreichen hätten Terroristen von dort aus nichts, da alle Sicherheitsrelevanten Anlagen sich in den anderen Blocks befinden und man sich dazu erstmal durch diverse Sicherheitschleusen hätte schleichen müssen…

    Flugzeuge? Ist eine gefahr… aber… mal ganz ehrlich. Kann sich jemand vorstellen ein Flugzeug so Punktgenau in ein am boden liegendem ziel zu steuern welches auch nur von 3 seiten erreichbar währe? Schliesslich liegt in Richtung weser der Deich der ein Flaches anfliegen (welches eh frühzeitig von Radaranlagen erkannt werden würde) praktisch verhindert… die anderen seiten sind auch nicht einfach im tiefflug zu erreichen, also würde nur ein Sturzflug bleiben, welcher mit eine großen Passagiermaschiene praktisch nicht durchführbar ist….

    ich finde ja Kritik ok… Auch wenns es so “Drastisch” ist wie ihr es dort gemacht habt, Trotzdem… wenn man etwas kritisiert sollte man auch immer einen Vorschlag machen wie man das Kritisierte verbessern könnte…

    Denn so wie ihr euch da aufgespielt habt ist es in meinen Augen nur Vandalismus gewesen… und die Nachricht die ihr da rüber bringen wollt kennt eh jeder der in der Nähe eine Akws wohnt… ich glaub wir wissen alle hier wie gefährlich atomkraft ist… und viele wissen auch wieviele unfälle es schon gab wovon die normale allgemeinheit nie was von erfahren hat… aber… was ist die Alternative?

    Gruss

    24.6.2009 um 00:11 Uhr · Antworten

  • Tobias Staufenberg

    @Stochelo:
    Ich möchte dich bitten, einen etwas sachlicheren Ton an den Tag zu legen. Diskussion ist auch möglich, ohne den Gegenüber verbal herunterzuputzen. Wenn Du hier weiter rumpöbelst werden deine Posts in Zukunft nur noch nach Freischaltung veröffentlicht. Einen Überblick über unsere Netiquette gibt´s hier: http://blog.greenpeace.de/ein-paar-worte-zur-nettikette/
    Bitte dran halten, dann haben alle Freude an diesem Blog.

    @Strunk:
    Schau doch einfach mal auf unsere Homepage, da wirst du viele Infos zu alternativen Konzepten finden. So unterstützt Greenpeace beispielsweise das Konzept von Desertec zur Gewinnung von Strom mittels solarthermischer Anlagen: http://www.desertec.org und http://www.greenpeace.de/themen/energie/nachrichten/artikel/wuestenstrom_von_der_vision_zur_wirklichkeit-1/
    Im übrigen wird erwartet, dass Solarstrom bereits 2012 die Netzparität erreicht haben wird, also zum offiziellen Strompreis zu haben ist: http://www.epochtimes.de/articles/2009/06/05/453915.html
    Du siehst also: Alternativen sind da und umsetzbar. Die Menschen müssen nur wollen und die Politik die Vorraussetzungen schaffen.

    24.6.2009 um 15:17 Uhr · Antworten

  • hans bulli

    Ich frage mich ersthaft, welche Sorge Greenpeace umtreibt.Da werden Ziele formuliert, die nicht mehr meine sind. Ich dachte immer, Greenpeace ist eine internationale Organisation und es geht dabei um die Menschen und die Natur. Stattdessen geht es neuerdings um Deutschland. das ist Nationalismus pur, aber das scheint ja so in Mode gekommen zu sein und keiner merkt mehr was.”Atomkraft schadet Deutschland!” wenn das weiter Schule macht trete ich aus.
    “Freie Fahrt für freie Bürger!!” damit hatte der ADAC mich auch verloren.

    24.6.2009 um 15:38 Uhr · Antworten

  • Florian Pithan

    Hallo Hans,
    ich finde es schade wenn Du Dich an der Formulierung eines Bannerspruches so sehr festhältst. Letzten Endes ist es doch wichtig, was dahintersteckt – und das ist unsere Sorge um die Menschen und die Natur, die weltweit von der Atomenergie bedroht sind.

    24.6.2009 um 17:00 Uhr · Antworten

  • Fredi Murer

    Immer wieder die gleichen unsinnigen Aktionen von Greenpeace. Aber es gibt zur Zeit keine vernünftige wirtschaftlich-ökologische Alternative zu Laufzeitverlängerung und vermutlich auch neuen AKW in Deutschland. Auch wir in der Schweiz haben lange über diese Fragen nachgedacht.

    Sonne, Wind, Biomasse, Import sind keine Alternativen, solange es keine ausreichend grossen Speichermöglichkeiten für Elektrizität existieren und zudem das europäische Stromnetz nicht leistungsfähiger ist.

    Schon überhaupt nicht funktioniert die Variante MegaStrom aus der Wüste.
    Ich verstehe wirklich nicht, weshalb Greenpeace immer noch an ihren überkommenen Einstellungen aus den 70iger und 80iegern festhält. Kernenergie funktioniert doch so gut wie noch nie zuvor, und in zwei, drei Jahren gibt es in Finnland das erste Tiefenlager für hoch radioaktive Abfälle. Dann wird dieses Argument auch obsolet.

    24.6.2009 um 17:20 Uhr · Antworten

  • Ashanti

    egal wie tief der müll liegt – das ändert nichts daran, dass es ihn gibt!!!

    24.6.2009 um 19:13 Uhr · Antworten

  • Beate Steffens

    @ Fredi
    na von heute auf morgen kann man den Knopf sicher nicht umlegen. Aber wir müssen heute in einen Mix von verschiedensten Erneuerbaren Energien investieren, dass wir in 10, 20 oder ein paar mehr Jahren unsere Energieversorgung umgestellt haben. Wir müssen heute in die Zukunft investieren, nicht erst morgen oder übermorgen. Woran es mangelt ist einzig der Wille der Politik und der Wirtschaft.
    Doch seit neuestem gibt es einen kleinen Lichtblick der hoffen lässt: Große Energieversorger wollen 400 Milliarden Euro in das Projekt Wüstenstrom stecken. Greenpeace unterstützt das Konzept von Desertec zur Gewinnung von Strom mittels solarthermischer Anlagen: http://www.desertec.org und http://www.greenpeace.de/themen/energie/nachrichten/artikel/wuestenstrom_von_der_vision_zur_wirklichkeit-1/
    Im übrigen wird erwartet, dass Solarstrom bereits 2012 die Netzparität erreicht haben wird, also zum offiziellen Strompreis zu haben ist: http://www.epochtimes.de/articles/2009/06/05/453915.html
    Die Umstellung der Stromversorgung auf erneuerbare Energien ist also kein technisches, sondern ein politisches Problem, wie Greenpeace in der Studie Klimaschutz Plan B aufgezeigt hat: http://www.greenpeace.de/fileadmin/gpd/user_upload/themen/klima/Klimaschutz_PlanB_kurz.pdf
    Das Konzept von Desertec beweist auch, dass ein guter Teil der Grundlast auf anderen Wegen als mit Atomkraft gedeckt werden kann: http://www.desertec.org/
    Soweit erstmal
    Beate

    24.6.2009 um 19:16 Uhr · Antworten

  • Hagstrom

    14 Stunden auf der AKW-Kuppel. Wahnsinn!
    Eine super Aktion von Greenpeace! Glückwünsche und Respekt.
    Als das Teil vor 30 Jahren gebaut wurde hat mein Opa damals schon gesagt, dass von dem Ding nichts Gutes ausgehen wurde.
    Was mich zur Zeit bloß stört ist, dass man von den (verantwortlichen) Politikern praktisch gar nichts über die Aktion hört! >:(
    Bitte, bitte sorgt dafür, dass diese tolle Aktion nicht so einfach in Vergessenheit gerät, sonder hoffentlich noch lange und intensiv die Politik beschäftigt!
    Vielleicht hilft das hier ja ein klein wenig dabei.

    http://i397.photobucket.com/albums/pp60/TheFamilydf2/KKU_1.jpg
    http://i397.photobucket.com/albums/pp60/TheFamilydf2/KKU_2.jpg

    Also, wenn unser Niedersächsicher “Umweltminister” Hans-Heinrich Sander jetzt nicht endlich zurücktreten muß……der ist ja eh zum Pressesprecher von Eon verkommen.

    25.6.2009 um 17:03 Uhr · Antworten

  • Jonas

    Ich finde die Aktion auch sehr gelungen. Es ist bloß bemerkenswert, wieviele Leute hier gerade meinen, GP hätte nur eine radikale Aktion machen wollen. Schaut doch erstmal auf die ganzen Presseerklärungen und Studien, die angefertigt wurden. Es gibt Alternativkonzepte, die auch propagiert werden.
    @Zacker: Natürlich wird hier innerhalb eines Wahljahres Lobbyarbeit betrieben. Schwarz-Gelb hat ja schon praktisch den “Ausstieg aus dem Ausstieg” angekündigt. Und das kann in niemandens Interesse sein. Vor zwei Tagen hat es sogar ein Artikel in SPON geschafft, in dem gezeigt wurde, dass Atomstrom vermutlich eher die Kosten für Strom heben wird. Insbesondere eine komplette Umkehr des Kurses in der Atompolitik würde verheerende Folgen haben.

    25.6.2009 um 17:30 Uhr · Antworten

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