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Greenpeace Gastautor
04.12.2015

Das "Fossil des Tages" geht an: Dänemark

Die Verleihung des "Fossil Of the Day" am 03.12.2015

Es ist nicht lange her, da war Dänemark ein Vorbild für viele Länder. Dänemark hatte sich ehrgeizige Klimaschutzziele vorgenommen und kräftig in den Ausbau der Windkraft investiert. Aber beim "Fossil of the Day" geht's nicht um die Errungenschaften der Vergangenheit, sondern um das Hier und Jetzt. Und im Hier und Jetzt will die dänische Regierung Dänemarks Klimaziele abschwächen und finanzielle Beiträge zum Klimaschutz reduzieren.

Die neue rechtsliberale Minderheitenregierung in Dänemark ist erst seit einem halben Jahr im Amt. Offenbar passte es ihr von Anfang an überhaupt nicht, dass Dänemark beim Klimaschutz eine Vorreiterrolle eingenommen hatte. Sie machte sich gleich ans Werk, diesen Umstand zu korrigieren.

Verhandlungsziel der COP21 in Paris ist ein starker Klimavertrag. Da nimmt es wunder, dass der dänische Umweltminister Lars Christian Lilleholt erklärt, Dänemarks ambitioniertes CO2-Ziel (40 Prozent Einsparung bis 2020) loswerden zu wollen. Statt den Weg zu einer Energieversorgung aus 100% Erneuerbaren zu ebnen, soll Dänemark erstmal den Rückwärtsgang einlegen. 

Doch damit nicht genug: Dänemark ist auch daran gelegen, es anderen, weniger reichen Ländern beim Klimaschutz schwerer zu machen. Die neue dänische Regierung will die Klimafinanzierung runterschrauben - von 72 Millionen US-Dollar auf voraussichtlich 39 Millionen US-Dollar im nächsten Jahr. Dafür kriegt man in Kopenhagen kaum einen Latte Macchiato!

Bis zum 12. Dezember verhandelt die Welt auf der UN-Klimakonferenz über ein neues Klima-Abkommen. Täglich verleiht das "Climate Action Network" in Paris den Schmähpreis "Fossil of the Day" an den (oder die) Blockierer des Tages. Unsere Beiträge orientieren sich an der Blogserie, die im Original hier veröffentlicht wird.

Topic
Klimawandel

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Gastautoren aus der Greenpeace-Welt schreiben über die Kampagnen, für die sie sich in ihren Ländern einsetzen.


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