Have a break, Nestlé!

17. März 2010 · von Oliver Salge
Vor dem Hamburger Kitkat-Werk © Greenpeace CC-Lizenz BY-NC-ND

Vor dem Hamburger Kitkat-Werk

Schokoladengeruch weht heute morgen um 5:40 Uhr durch die Straßen im Hamburger Stadtteil Wandsbek. Schon vor Sonnenaufgang stehe ich mit einigen anderen Greenpeace-Aktivisten vor dem Kitkat-Werk von Nestlé. Der Schokogeruch zeigt mir, dass wir an der richtigen Stelle sind. Hier wird der beliebte Schokoriegel Kitkat hergestellt.

Wir informieren die Nestlé-Mitarbeiter hier in Hamburg und an fünf weiteren Produktionsstandorten sowie der Deutschlandzentrale in Frankfurt darüber, dass für die Herstellung von Kitkat noch immer Palmöl verwendet wird, für das der Lieferant in Indonesien die Regenwälder rodet. Wir fordern von Nestlé, kein Palmöl aus Urwaldzerstörung zu kaufen.

Vorderseite unseres Handzettels © Greenpeace

Vorderseite unseres Handzettels

Die knapp 150 Mitarbeiter, die wir mit unseren Handzetteln erreichen, sind freundlich und gucken sofort auf den von uns verteilten Flyer: Er zeigt einen Orang-Utan, der von einer zur Pistole geformten Faust mit einem Kitkat-Riegel bedroht wird. Einige Gespräche ergeben sich, während es heller wird und der Schokogeruch uns süß umgarnt.

Nach knapp eineinhalb Stunden gehe ich mit meinen Mitstreitern frohen Mutes zur Arbeit. Ich bin voller Hoffnung, das nach Unilever und Kraft auch Nestlé endlich einlenken wird und seine Lieferverträge mit dem Palmöl-Hersteller Sinar Mas kündigen wird. Die Orang-Utans haben ganz nach dem Kitkat-Motto “Have a break, have a kitkat” eine Pause verdient. Eine Pause in der seit Jahren fortschreitenden Zerstörung ihres Lebensraumes durch Ölpalmplantagen.

Kommentare

  • conz

    Ja und? Ich esse es weiter.

    17.3.2010 um 19:40 Uhr · Antworten

    • Ekow

      lieber conz kannst du auch gerne weiter essen aber denk dran Irgendwann ist dein eigenen heim eine opfer für die Multis (lobbys) …für die .wenn das ums Geld geht denn sind die Menschen leben nicht mehr wert …Alle Lebens Art haben das recht zu leben genau wie du

      18.3.2010 um 01:37 Uhr · Antworten

  • Michael Lehnert

    Die Waldrodung sollte weltweit von nur einer global handelnden Organisation geleitet und die Abholzung nur kontrolliert ( 1 Baum fällen, 2 neue pflanzen ) durchgefürt werden, denn je mehr Bäume gefällt als gepflanzt werden, desto schlechter und sauerstoffärmer wird unsere Atemluft. Und die ist nun mal für alle Lebewesen die Erde lebenswichtig!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    18.3.2010 um 07:42 Uhr · Antworten

  • jm

    @conz: jetzt kannst du es ja auch “beruhigt” weiteressen.

    http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2010-03/nestle-regenwald

    Danke Greenpeace, meine 20€/Monat sind gut investiert.

    18.3.2010 um 13:22 Uhr · Antworten

  • Dude

    ………..naja, weltweit von EINER Organisation gelietete werden; willkommen in der Welt der Globalisierung :-) So naiv kann man das ganze natürlich auch sehen, einen Baum fällen, 2 neue Pflanzen. Dann machen wir direkt beim Wasser weiter. Einen Lite rversauen, 2 neue nachkippen :-)

    18.3.2010 um 14:18 Uhr · Antworten

  • Snares

    7.000 Tonnen sollen 0,03 Prozent sein, wenn allein Nestlé weltweit einen Verbrauch von 320.000 Tonnen hat? Wer schießt die fehlenden 37% zu, woher kommen diese und wieso verbraucht abgesehen von Nestlé niemand Palmöl?

    18.3.2010 um 16:37 Uhr · Antworten

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