St. Petersburg von hinten betrachtet beeindruckt zunächst durch herumliegenden Müll, verfallene Hochhäuser und 17-jährige Jungs im Anzug. Wer jetzt das Schiff verlassen möchte, um Brot zu kaufen, geht am rostigen Maschendrahtzaun entlang und händigt durch einen Schlitz im Glaskasten das Seefahrtsbuch aus. Ein strenger Blick, ein Telefonat und schon kommt ein kleiner Zettel rein und du bist frei.
Auf See waren wir so frei zu segeln bis der Arzt kommt und dieses Gedicht von Prof. Christian Andreas Petersen – unser Senior Kapitän, der Seerecht in Flensburg unterrichtet hat und mit 74 Jahren fit wie ein Turnschuh ist - erinnert daran:
Ok, Beluga twee op See von CAPe
In Petersburg an grauer Kai
Zweitausendzehn – so Anfang Mai
Im Regen liegt Beluga zwei.
Sie lächelt, denn mit eig´ner Kraft
hat sie´s vollbracht, hat sie´s geschafft
von Kiel – so um achthundert Meilen
nur unter Segeln her zu eilen.
Bei Backstagbrise – Sonnenschein
- das nennt man Glück, das nannt man Schwein -
gelang ihr diese Wundertat,
weil sie die rechten Menschen hat,
die die hohe Kunst versteh´n,
segelnd mit ihr um zu geh´n.
Ohne den Motor anzuschmeißen
über See mit ihr zu reisen.
Wer sind sie, die dies Werk vollbringen
und deren Lobeslied wir singen?
Beluga die zweite
Da ist zum ersten Uwe Linke,
der drahtige, der schlanke, flinke,
dem allerhöchstes Lob gebührt,
wie Schiff er und Besatzung führt.
Im Alphabet der erste Name
ist Birte – hier nicht Quotendame -
nein, sie steht völlig ihren Mann,
weil sie ganz einfach segeln kann.
…und unterstützend neben ihr
auf der Wache null bis vier
wirkt der Senior der Crew.
Ihm schreiben wir Erfahrung zu.
Die Wache, die die Arbeit macht,
hat den Job von vier bis acht.
Stefan und Steffen, die mit Mut,
mit Akribie und oftmals Wut
ab Sonnenaufgang Segel trimmt,
damit das Schiff mehr Fahrt aufnimmt.
Bis hier war´s schöner noch als schön.
Doch weiter soll die Reise geh´n.
Beluga soll wie´s Schiffen eigen
auch andernorts noch Flagge zeigen.
Jetzt wird motort, weil in der Tat
Beluga auch ´nen Motor hat.
Moskau ist das Ziel der Reise,
wo Greenpeace dann auf diese Weise
sein Schiff in Russlands Herzen führt,
dem Platz, der Greenpeace längst gebührt.
In allen Lagen ihm zur Hand
geht der, den man den Wolf benannt.
Wir, die inzwischen gut ihn kennen,
müssten ihn eig´ntlich Seewolf nennen.














[...] hat sich gleich wie zu Hause gefühlt auf der Beluga II und hier in der Hängematte übernachtet und mir seine Fotos gezeigt hat. Die Türtransportaktion [...]