Buchen sind Klimaschützer – du auch?

09. März 2012 · von Sara Westerhaus

(c) Michael Kunkel / GreenpeaceWie viel CO2 ein Baum in welchem Zeitraum bindet, hängt von vielen Faktoren ab. Dazu gehören die Baumart, das Alter des Baumes, die Holzdichte oder die Zuwachsrate. Außerdem hängt es auch vom Klima, der Bodenqualität oder der Wasserversorgung ab, so dass allgemeingültige Aussagen schwierig sind. Grob kannn man jedoch festhalten: Eine Buche speichert in 80 Jahren rund eine Tonne CO2 (Quelle: “Tu was! 77 Tipps für eine bessere Welt”. Die durchschnittliche Emissionen eines Deutschen liegen bei rund 11 Tonnen. Jährlich!

Viele Bäume machen einen Waldbestand aus. Je länger er wachsen darf, desto mehr CO2 nimmt er auf. Unsere Wälder sind in Deutschland mit durchschnittlich 330 Vorratsfestmeter (d.h. gemessen mit Rinde, Angabe des Holzvorrates eines stehenden Baumes oder eines stehenden Waldes) weit von dem Vorrat von natürlichen Laubwäldern entfernt, die weit über 800 Vorratsfestmeter und damit mehr als doppelt soviel CO2 speichern können.

Das in der Nationalen Strategie zur Biologischen Vielfalt (NBS) erklärte Ziel der Bundesregierung, fünf Prozent der Gesamtwaldfläche Deutschlands – und darin zehn Prozent der öffentlichen Bundes- und Landeswaldflächen – von forstlicher Nutzung freizumachen, wäre demnach ein großer Beitrag zum Klimaschutz.

Bisher sind das jedoch nur schöne Reden: derzeit können sich auf weniger als ein Prozent der Waldflächen natürliche Prozesse ohne menschlichen Eingriff entwickeln. Stattdessen wird munter weiter eingeschlagen - und die alten Buchenwälder so aus Profitinteressen zerstört.

Martin Kaiser, Waldexperte bei Greenpeace, sagt dazu: “Der Einschlag alter Buchenwälder, ohne diese auf zehn Prozent der öffentlichen Wälder zu schützen und auf 90 Prozent ökologisch zu bewirtschaften, ist nicht nur ein Vergehen an unserem Naturerbe, sondern auch am Klimaschutz”.

Einst bedeckten natürliche Buchen- bzw. Buchenmischwälder in Deutschland eine Fläche von rund 23 Millionen Hektar (entspricht etwa 66 Prozent der heutigen Bundesfläche). Der aktuelle Buchenwaldbestand umfasst dagegen nur noch 1,565 Millionen Hektar (= 4,5 Prozent der heutigen Bundesfläche oder 7 Prozent des ursprünglichen Buchenwaldareals in Deutschland!). Das einst fast geschlossene Areal weist somit in den einzelnen naturräumlichen Bereichen heute zum Teil große Lücken auf.

Was könnt ihr konkret tun, um das Klima zu schützen?

  • Euer CO2-Fußabdruck sollte möglichst gering sein. Wer wissen möchte, welche Auswirkungen das persönliche Verhalten auf das Klima hat, kann seinen CO2-Ausstoß hier testen.
  • Seid ihr eher Klima-Ballerina oder Klima-Saurus? Der Arbeitskreis “Umwelt und Wirtschaft” der Hamburger Greenpeace-Gruppe gibt auf der Facebook-Seite Klima Ballerina Tipps rund um das Thema Klimaschutz.
  • Es gibt viele Wege, das Klima zu schonen: In unserem Verbraucherratgeber sind die wichtigsten zusammengefasst.
  • Pflanzt einen Baum! Aktionen und Hilfe gibt es über wikiwoods.org.
  • Macht ehrenamtlich bei Greenpeace mit: Greenpeace-Gruppen, Greenteams, Jugend-AGs und das Team 50plus unterstützen bundesweit kreativ, engagiert, und erfolgreich Greenpeace-Kampagnen, -Themen und -Projekte. Auch in deiner Nähe!
  • Startet eure eigene Kampagne zum Schutz der Wälder auf unserer Mitmach-Community Greenaction oder macht bei einer der bestehenden Kampagnen zum Thema Wälder mit.

Informiert euch über unsere Kampagne “Stoppt die Säge – Schützt unsere alten Buchenwälder!” und erfahrt in unserer Blogreihe aktuelle Entwicklungen und Hintergründe zu der Kampagne sowie Wissenswertes rund um unsere alten Buchenwälder!

Kommentare

  • Energiesparfuchs

    Diese Argumentation verstehe ich gar nicht. Wenn anstelle einer Buche eine Fichte im Wald steht – was ändert sich dann beim CO2 ?
    Wenn eine alte Buche im Wald tot umfällt und verrottet, bindet die dann noch langfristig CO2 ?

    09.3.2012 um 17:45 Uhr · Antworten

      • Energiesparfuchs

        @stefan
        Entscheidend ist doch wenn sie die verlinkte Milchmädchenrechnung hier anführen, wie viele Buchen bzw. Fichten in Monokultur auf einer Fläche von sagen wir mal 100 x 100 Meter so groß wie dort angeführt werden können. Dann könnte man die Holzmenge exakt miteinander vergleichen. Alles andere ist Kaffeesatzlesen.
        Der Marco hat uns ein paar seiner Thesen zur Diskussion gegeben. Leider speichert der Boden (auch der Waldboden) langfristig keinen Kohlenstoff in Form von Humus, vielmehr werden über 90 Prozent kalt veratmet. Funktionieren würde es nur mit aktivierter Holzkohle als Terra Preta, die in tiefere Bodenschichten mechanisch zunächst eingebracht werden müsste.
        Mit der Erdölbildung scheint bei Marco was nicht zu stimmen. Die Russen bohren schon seit Jahrzehnten mehrere tausend Meter tief in hartes kompaktes Granitgestein und fördern doch tatsächlich Erdöl aus diesen Formationen. Bitte Marco erkläre uns, woher dort deine Biomasse zur Erdölbildung herkommen soll.
        Ein Blick in den Erdöl-Weltatlas aus dem Jahr 1966 (Westermann-Verlag) dürfte auch GP-Aktivisten nützen, Dort finden sich verschiedene Thesen zur Erdölbildung. Und die sind alle meines Wissens noch heute gültig. Es hat nie irgendwo auf der Welt einen Fachkongress gegeben, der eine der Varianten definitiv als nicht mehr gültig herausgestellt hat.

        12.3.2012 um 21:31 Uhr

      • Marco

        @ Energiesparfuchs:
        Leider habe ich nicht die Zeit, alle Ihre Fragen zu beantworten, und sehe mich schon gar nicht in der Pflicht dazu, weil ich mich hier in meiner Freizeit rumtreibe.
        Klar gibt es verschiedene Theorien zur Entstehung verschiedener fossiler Brennstoffe.
        Ich bin kein Geologe und glaube Ihnen gerne dass Sie sich mit dem Thema schon ausführlicher befasst haben. Allerdings weiß ich unter anderem aus dem Erdkundeunterricht, dass Kohle aus totem Pflanzenmaterial zumindest bestehen KANN, und dass doch die überwiegende Mehrheit der Wissenschaftler davon ausgeht, dass fossile Energieträger zumindest zum allergrößten Teil aus organischem Material entstanden sind, welches seinen Ursprung letztendlich in der Photosynthese hat. Somit handelt es sich beim Kohlenstoff in den Fossilen Brennstoffen letztendlich auch um zu Urzeiten aus der Atmosphäre gebundenes CO2. Dass sich im Laufe der Erdgeschichte auch Gesteinsschichten neu gebildet haben, sollte ja auch nachvollziehbar sein. Diese legen sich dann auch mal über die kohlenstoffhaltigen Schichten.
        Zu guter Letzt möchte ich noch anmerken, dass ich persönlich viel mehr von nachvollziehbaren (und dabei möglichst auch trotz stets notwendiger Vereinfachungen sachlich möglichst akkuraten) Erklärungen halte, als von solchen, die mehr mit Polemik und besonders ausgefallenen Fremdwörtern glänzen als mit Logik und Verständlichkeit.

        13.3.2012 um 21:34 Uhr

      • Energiesparfuchs

        Nach ihrer Darstellung hat also erst Wald (Biomasse) in Russland auf der Fläche gestanden. Dann hat jemand eine kompakte Granitformation (in 6.000 m Tiefe) drübergelegt. Und heute haben wir das Erdöl dort. Wie das gehen soll, interessiert mich schon.
        Über die kalte Veratmung von Biomasse im Boden hätten sie sogar was im “GP-Fachmagazin” lesen können, ich kann ihnen bei Bedarf sogar die Ausgabe Nr., das Jahr und die Seitenzahlen nennen.
        Wie immer, wenn es brenzlig wird, gibt es von den Umweltspezialisten hier nur Rückzieher. Eine Position nach der anderen muss geräumt werden.

        14.3.2012 um 06:18 Uhr

    • Waldmann

      Der Energiesparfuchs hat recht.
      Freilich ist der Vorrat an Holz entscheidend. Je mehr Holz steht und noch nicht verfault, desto mehr CO2 wird auch gebunden.
      Aber bilanzentscheidend ist doch der Verbrauch an fossiler Energie. Wenn ich die Forstwirtschaft verbieten will, wenn auch nur auf kleiner Fläche, dann verbiete ich auch CO2-Einsparung. Denn bei Holzverwendung stimmt der Kreislauf.Ich meine, da hat greenpeace die Falschen erwischt – die Laubholzwirtschaft gerade im Spessart ist doch super: Naturschutz und Umweltschutz auf einer Fläche mit Forstwirtschaft. Das machen die Förster doch gar nicht schlecht. Bitte macht keine unüberlegten Aktionen mehr! Oder wollt ihr, dass die Buchen in Zukunft gar nicht mehr alt werden. Es waren doch Förster, die diese so alt werden haben lassen. Das bleibt doch auch so! Die Baum ab – nein danke – Demos waren doch ein Fehler, weil zu kurz gesprungen! Das wäre ja so als wollte man ein Biogetreidefeld vor der Ernte bewahren, nur weil es so wertvoll bio ist und wertvoller als das Nichtbiofeld nebenan. Das eine Feld wäre vielleicht gerettet, der Biobauer aber weg.

      12.3.2012 um 17:32 Uhr · Antworten

  • waldfreund

    @ Energiesparfuchs

    Zu Deinen m. E. richtigen Bemerkungen möchte ich noch eine Ergänzung zum Thema CO2 – Speicher beitragen.

    Der folgende Auszug stammt von der Seite “waldwissen.net, CO2 – Senken – u. Quellen in der Waldwirtschaft”. Es ist doch vielleicht ganz interessant, wie z.B. in der zumeist vorbildlichen Schweiz über dieses Thema gedacht wird.

    Hier der nachfolgende Auszug aus dem Internetbeitrag:

    “Senken bieten langfristig keinen nachhaltigen Klimaschutz:
    Die Senkenleistung nimmt in alten Wäldern ab und wird in wenigen Jahrzehnten erlahmen.
    Stürme, Waldbrände oder Borkenkäferepidemien können den gespeicherten Kohlenstoff freisetzen, der Wald wird dann sogar zur Quelle.
    Die Option Senken gibt uns lediglich den erforderlichen zeitlichen Spielraum, bis mit Energiesparmassnahmen und klimafreundlichen Alternativenergien die CO2- Emissionen substanziell reduziert werden können.

    Der Bundesrat will die Senken als Reserve für den Fall einer ungünstigen Emissionsentwicklung nutzen. Die Schweizer Waldpolitik ist nicht gezielt auf die Förderung von Senkenwäldern ausgerichtet. Vielmehr will sie den klimafreundlichen Energieträger und Baustoff Holz fördern. Senkenwälder sind deshalb lediglich als Ergänzung, v.a. bei unrentabler Nutzung, anzusehen. Als Energieträger ersetzt Holz fossile Brennstoffe; als alternativer Baustoff verringert Holz die CO2-Emissionen, die sonst bei der Herstellung von Produkten etwa aus Metallen oder Beton entstehen. Ein energetisch genutzter Kubikmeter Holz vermeidet die Emission von 0,6 Tonnen CO2 aus fossilen Energieträgern. Als Baustoff hat die gleiche Menge Holz ein Vermeidungspotenzial von 1 Tonne CO2.
    Zitat Ende.

    Soviel zum Thema der angeblichen Überlegenheit bei der CO2 – Speicherung von Urwäldern gegenüber nachhaltig genutzten Witschaftswäldern mal aus Schweizer Sicht.

    Den besten CO2 – Speichereffekt gewährleisten vorratsreiche Wirtschaftswälder (Vorrat: >300m³/ha) und unter der Vorraussetzung, dass ein langsam steigender Vorratsaufbau stattfindet und gleichzeitig eine werthaltige Kaskadennutzung der Holzprodukte eingehalten wird ( Vorrang sollten langlebige Holzprodukte vor kurzfristig nutzbaren haben).

    Zuletzt noch eine weitere Anmerkung:

    Wenn man den Waldbau vorrangig unter dem Gesichtspunkt der CO2 – Bindung betrachten würde, dann ginge kein Weg an vorratsreichen Nadelwäldern vorbei, weil sie gleiche oder sogar höhere Vorräte wie ein Altbuchenwald erreichen können – und:
    Sie würden sogar CO2 im Gegensatz zur Buche im Winter binden könnten.

    Ich merke hier aber an, dass ich aus anderen Gründen kein Verfechter von steigenden Nadelholzanteilen in unseren Wäldern bin.

    09.3.2012 um 19:56 Uhr · Antworten

    • Energiesparfuchs

      Verstanden hätte ich ja noch, wenn GP gegen die Spanplattenindustrie und ihre Billigprodukte zu Felde ziehen und sich statt dessen für hochwertige Massivholzmöbel in Wohnung und Büro sowie für Massivbohlendämmung im Dachstuhlbereich in Wohnhäusern aussprechen würde.
      Weiterhin würde die Einmischung von Hanffasern die Recyclingfähigkeit von Altpapier wesentlich steigern und den Druck der Papierindustrie auf den Wald wesentlich abmildern.
      Zudem vermisse ich den Einsatz von GP für Agro-Forstsysteme, die erwiesenermaßen die Bodenerosion vermindern und zusätzlich für Zuwachs an Bäumen (Holz) sorgen. Auch Biolebensmittel wachsen schließlich z.T. auf dem Feld, oder ???

      10.3.2012 um 10:56 Uhr · Antworten

      • Christoph

        Um beim Thema Forst/Wald zu bleiben: wenn GP schon über die geringe Buchenwaldfläche in D schreibt, dann wäre es sinnvoll, wenn sich die Organisation vehement gegen die viel zu hohen Schalenwilddichten in den heimischen Wäldern einsetzt. Überhöhte Reh- und Hirschpopulationen sind nämlich seit vielen Jahrzehnten verantwortlich dafür, dass Buchenwälder der Zukunft überhaupt erst nicht entstehen können. Was bei angepassten Wildbeständen möglich wäre zeigt Meister eindrücklich in seinem Werk “Zeit des Waldes”.

        10.3.2012 um 19:37 Uhr

  • Bruno Straub

    Natürlich sind Buchen Klimaschützer. Man muß es nur richtig anstellen:
    HEUTE (im Rahmen) absägen, sinnvoll nutzen, notfalls verheizen, ……damit HEUTE weniger CO2 ausstoßen (und nicht erst in 120 Jahren)
    (Ehrensache: Sofort wieder aufforsten!)

    09.3.2012 um 22:44 Uhr · Antworten

    • Christoph

      Vollkommen korrekt! Aber das mit dem Aufforsten muss in einem naturgemäß bewirtschafteten Wald nicht sein, da in einem “Dauerwald” eine stetige Holzentnahme und natürliche Waldverjüngung einher gehen.

      10.3.2012 um 19:22 Uhr · Antworten

  • pro spessart

    Die Aussage von Martin Kaiser,“Der Einschlag alter Buchenwälder, ohne diese auf zehn Prozent der öffentlichen Wälder zu schützen und auf 90 Prozent ökologisch zu bewirtschaften, ist nicht nur ein Vergehen an unserem Naturerbe, sondern auch am Klimaschutz”, ist ebenso plakativ wie falsch. Das weiß er auch als gelernter Forstmann ganz genau. Warum sollte ein Totalschutz von 10 Prozent der Buchenwälder unser Klima retten, warum nicht vielleicht 0 oder 5 oder 20 oder 30 Prozent oder irgendeine andere Zahl? Wie will er eigentlich seine 10 Prozent begründen?
    Etwas anderes ist es mit der ökologischen Bewirtschaftung. Da kann man ihm eher zustimmen. Genau die wird aber im Staatswald des bayerischen Spessart ziemlich mustergültig durchgeführt. Wenn eine alte Buche durch den Waldarbeiter gefällt wird oder einem Sommersturm, einem Pilzbefall o.ä. zum Opfer fällt, ist das der Startschuß für die jungen Buchen, die sich schon seit langem in den älteren Beständen angesamt haben, diese Lichtquelle für ein schnelleres Wachstum zu nutzen. Die jungen Bäume haben einen größeren Massenzuwachs als die alten und legen somit logischerweise viel mehr CO2 fest. Sehr alte Bäume “veratmen” zunehmend mehr als sie in der Biomasse festlegen.
    Selbstverständlich kann man überlegen, wie hoch man den Gesamtvorrat eines Buchenwaldes anwachsen lassen will. Die Buche kann tatsächlich bis ins hohe Alter produktiv Biomasse anhäufen. Der von Lutz Fähser in Lübeck gepflegte Wald wurde mit einer solchen Strategie des hohen Vorratsaufbaus behandelt. Aber egal mit welchem Vorrat man wirtschaftet, es ist eigentlich lediglich wichtig, daß immer Bäume das CO2 in ihre Biomasse einbauen, daß also keine Kahlflächenwirtschaft betrieben wird.
    Es ist natürlich auch ein weiterer Unsinn, den uns Martin Kaiser erzählt, daß die Staatsforsten aus “Profitgier” die Buchenwälder runterschlagen oder “zerstören” würden. Da wären sie doch schön dumm, weil doch jeder einigermaßen intelligente
    Mensch weiß, daß Holz nur an Holz hinwachsen kann. Im Gegensatz zu GP, die jetzt mal kurz im Spessart aufschlagen, viel Lärm machen, Spendengelder einsammeln wollen und dann wieder verschwinden, möchten die Forstleute hier noch jahrzehntelang eine gute Arbeit für alle Gruppen der Gesellschaft leisten, die echten Naturschützer selbstverständlich eingeschlossen. Schon im ureigensten Interesse gehen sie deshalb mit dem Ihnen anvertrauten Wald möglichst pfleglich um.

    10.3.2012 um 21:28 Uhr · Antworten

    • Bruno Straub

      Jetzt warten wir doch mal ab, ob/wann/durch wen eine qualifizierte Stellungnahme erfolgt…..

      10.3.2012 um 23:18 Uhr · Antworten

    • Sara Westerhaus

      1. Die Forderung nach 10 Prozent orientiert sich an der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt, die 2007 als Umsetzung der Konvention über
      biologische Vielfalt (CBD) einstimmig von der Bundesregierung beschlossen wurde.
      2. Greenpeace hat diverse Verstöße gegen europäische Richtlinien und gegen das Bundesnaturschutzgesetz im Spessart festgestellt, die Sie hier nachlesen können: http://www.greenpeace.de/fileadmin/gpd/user_upload/themen/waelder/report_buchenwaelder_bayern.pdf. Wertvolle Laubholzbestände werden gefällt und stattdessen nichtheimische Baumarten gepflanzt. Verantwortlich für dieses Vorgehen ist aus Sicht von Greenpeace der Vorstandsvorsitzende der BaySF, Rudolf Freidhager. Profit steht an oberster Stelle, denn die importierten Baumarten wachsen schneller und sind deshalb – zumindest auf kurze Sicht – rentabler.

      16.3.2012 um 15:46 Uhr · Antworten

  • Marina

    Nur kurz eine Anmerkung:
    In meiner Heimatstadt wurden vor kurzem eine Reihe Bäume gefällt.
    Angeblich, weil diese krank gewesen seien oder aus verkehrssicherheitstechnischen Gründen. Dies traf bei weitem nicht auf alle Bäume zu.
    Manche – auch aus berufenem Mund – meinen, dass vielmehr Kostengründe zu diesen Baumfällaktionen geführt haben, weil es anscheinend weitaus kostengünstiger für das Stadtsäckel ist, die Bäume abzuholzen als sie entsprechend zu pflegen.
    Die Gelder für Grünanlagen u. dgl. sollen zu einem Viertel gekürzt worden sein.
    Nun ja, nicht wenige Kommunen sind im Grunde regelrecht pleite.
    ABER anstatt dass die Kommunen weiter Haushaltslöcher stopfen, so dass sich an anderer Stelle neue auftun, sollten sie lieber einmal das Übel an der Wurzel
    packen!
    Ein Übel stellen Lohndumpings, Mini- oder sollte man besser Hungerlöhne sagen,
    die nicht von wenigen Arbeitgebern gezahlt werden.
    Um ein Auskommen mit dem Einkommen zu haben, sind viele Arbeitnehmer entweder auf weitere Jobs oder auf Aufstockung ausHartz IV – Mitel angewiesen.
    Da es immer mehr befristete und schlecht bezahlte Arbeitsstellen gibt, müssen die davon betroffenen Arbeitnehmer auf Sozialleistungen seitens der Kommunen zurückgreifen.
    Und da sind wir wieder am Ausgangspunkt!
    Gespart wird nun an anderen Stellen im Haushalt der Kommunen, damit Hartz IV – Berechtigte auch ihre Unterstützung bekommen, und so werden z.B. Gelder für Grünanlagen ingesamt gesehen, wovon auch die Bäume betroffen sind, zusammen-
    gestrichen.
    Dabei will die Stadt grüner werden … Wie paradox das doch ist!
    Natur-, Umwelt- oder Klimaschutz – nur dann, wenn es bezahlbar ist?
    Da sage ich lapidar hierzu:
    Dann geht doch vornehm zugrunde!
    Oder: Legt euch gleich in die Kiste, 2 – 3 Meter tief in die Erde – und aus die Maus!Für die letzten Kosten braucht ihr ja auch nicht mehr aufzukommen, die werden schließlich den Hinterbliebenen aufs Auge gedrückt!
    Kostenersparnis pur …
    Wer so kleinkrämerisch oder kleinkariert in Umwelt-, Natur- oder Klimafragen denkt, der denkt für meine Begriffe nur in den Kategorien – VON JETZT AUF GLEICH – und nicht über den Tellerrand hinaus … Der lebt im Grunde AM LEBEN
    VORBEI. – - -

    11.3.2012 um 12:17 Uhr · Antworten

    • Waldfreund

      @ Marina

      Kann es sein, dass Sie von der Pappelfällaktion am Main in Würzburg schreiben?

      Wenn ja: Pappeln haben leider nur eine kurze Lebenserwartung von ca. 50 – 60 Jahren. Da kommt es dann ständig zu massiven Dürrastabrüchen aus den Pappelkronen. Wenn dann darunter im Frühjahr – Herbst hunderte oder tausende Menschen täglich Erholung suchen, dann ist da ein erhebliches Gefährdungspotential für das Leben und die Gesundheit der Menschen gegeben.
      Ich bin auch nicht ein Anhänger von solchen “Hauruckaktionen”, doch andererseits
      habe ich auch ein gewisses Verständnis für die verantwortlichen Mitarbeiter des Gartenbauamtes, wenn man weiß, wie eng unsere Gerichte die Haftungsfrage und die Verkehrssicherungspflicht auslegen.

      11.3.2012 um 15:59 Uhr · Antworten

      • Nur mal so gesagt

        @Waldfreund

        Ist Ihre Aussage Pappeln hätten nur eine “Lebenserwartung von ca. 50 – 60 Jahren” nicht etwas zu pauschal?

        12.3.2012 um 10:38 Uhr

    • Energiesparfuchs

      @marina
      Sie schreiben bei der Geldfrage am Thema vorbei. Wenn sie wirklich wüssten wie unser betrügerisches Finanzsystem funktioniert und warum Bund, Länder und Kommunen so hoch verschuldet sind, dann würden sie hier nicht so viel unausgegorene Massenmedien-Thesen verbreiten.
      Der Ex-Mister Dax (Dirk Müller) hat es der Bevölkerung mit klaren und verständlichen Worten sogar während der Hochzeit der Finanzkrise im Fernsehen (wenn auch zu später Stunde) erklärt. Sie jedenfalls haben es immer noch nicht begriffen.

      11.3.2012 um 18:53 Uhr · Antworten

      • Marina

        @Energiesparfuchs:
        Tut mir leid, Sie enttäuschen zu müssen … Schließlich habe ich auch einen eigenen Grips und muss nicht unbedingt einfach 1 zu 1 das übernehmen, was einige so von sich geben.
        Außerdem kann ich 1 und 1 zusammenzählen. —
        Habe ich vielleicht etwas Salz in die Wunde gestreut, was Ihnen nicht passt?
        Energiesparfuchs kann jeder sein, hinter dieser Bezeichnung verbirgt sich wer -
        der kleine Otto Normalverbraucher oder vielleicht jemand, der sich gewissermaßen mit höheren Chargen (arbeitgeberfreundlich oder so?) verbunden fühlt oder ihnen sogar angehört?
        Habe ich, ohne es überhaupt zu wollen, empfindlich auf den Schlips getreten … ?
        War der spontane Eindruck von mir bezüglich Ihrer Aussage … —
        Ich bin eine von vielen aus dem Volk, die sich eben wie nicht wenige ihren Gedanken macht und offen ausspricht … so ist das!
        Zur schweigenden Mehrheit in Deutschland, von der manche obendrein vielleicht sogar die Faust in der Tasche verborgen halten, zähle ich wahrscheinlich nicht, weil ich manches offen ausspreche, selbst wenn ich bei Leuten – wie Ihnen oder wem auch immer – anecke. Hier im Lande darf und kann man noch frei seine Meinung und auch mögliche Wahrheiten äußern -
        woanders wird man deswegen schon schlichtweg – ohne Angabe von Gründen – festgenommen, gefoltert und vielleicht sogar getötet!
        … … … mehr gibt es nicht zu sagen, nur eins: Sorry, Energiesparfuchs, wenn ich Ihnen zu nahe getreten sein sollte (?), lag bestimmt nicht in meiner Absicht … PUNKT

        11.3.2012 um 20:30 Uhr

      • Energiesparfuchs

        Viele Worte, keine Substanz. Leider keine Seltenheit in den Blogs hier.

        12.3.2012 um 06:05 Uhr

      • Skeptiker

        Dann benutzen sie doch bitte einmal ihren Grips dazu und versuchen zu verstehen, wie das Geld “geschöpft” wird und wie der gesamte Geldkreislauf dann weiter funktioniert. Wenn sie dieses dann ersteinmal verstehen, würden sie auch rasch all die vielen anderen Dinge begreifen, wie z.B warum die gesamte Klimahysterie für unsere globalen Eliten überlebenswichtig ist.

        12.3.2012 um 10:57 Uhr

  • jennerwein

    @marina:
    1. Ja es kostet sehr viel Geld die Bäume zu pflegen. Das ist richtig. Aber sie sollten mal lieber sehen, dass der Eigentümer in der Haftung für mögliche Unfälle steht. Wenn also ihnen ein Baum aufs Auto fällt, wird sich der Eigentümer warm anziehen müssen. Der zuständige Förster ist als Verantwortlicher hier immens gefährdet in die Haftung genommen zu werden.
    Desweiteren wüsste ich gerne ob sie nachgeprüft haben, ob irgendwelche Bäume tatsächlich sinnlos gefällt werden. Sprich Halimaschbefall, Fäule, etc.pp. Sie haben keine Ahnung, welchen Aufwand es bedeutet, eine Genehmigung für eine Problembaumfällung an Bundesstraßen zu erlangen. Der Verkehr muss umgeleitet werden, Sicherungsmaßnahmen etc.pp. Erklären sie doch mal dem LKW-Fahrer, der die Sojasprossen ins Waldcamp fährt, dass er auf Grund ihrer Kleckerles-Forderung alle 4 Wochen einen Riesenumweg fahren darf.
    Bevor ich jährlich diese immens hohen Kosten habe, ist es einffach logisch, dass ich wenn ich schonmal vor Ort bin größtmögliche. Ihre Kritik ist ja berechtigt, dass immer mehr gespart wird. Aber ich kann doch nur mit dem Geld wirtschaften welches ich zur Verfügung habe. Und mit diesem Geld muss ich den maximalen Erfolg erzielen, um eine bestmögliche Sicherung zu gewährleisten.

    Da sage ich lapidar dazu:
    Somewhere over the rainbow…

    11.3.2012 um 15:19 Uhr · Antworten

    • jennerwein

      Einfug: Wenn ich schonmal vor Ort bin, will ich größtmöglichen Erfolg haben.

      11.3.2012 um 15:33 Uhr · Antworten

  • Marina

    … … … wenn nun mein obiger letzter Kommentar seitens Greenpeace nachträglich gelöscht werden sollte, ja dann …
    Diskriminieren oder diffamieren wollte ich wirklich nicht.

    11.3.2012 um 20:52 Uhr · Antworten

  • nlp Master

    interessantes thema. guter blog. weiter so !

    11.3.2012 um 23:32 Uhr · Antworten

  • wenztout

    @waldfreund; @nur mal so gesagt
    Die maximale Lebenserwartung der Pappelarten liegt durchaus bei 150-200Jahren,
    jedoch hat waldfreund richtig angemerkt, dass man bei Pappeln, die als Straßenbegleitgrün und im innerstädtischen Bereich gepflanzt sind, letztlich nur von einer sehr kurzen Standdauer ausgeht, da in höherem Alter die Gefahr von herabfallendem Totästen und verstärkter Fäule rasant zunimmt.

    12.3.2012 um 12:54 Uhr · Antworten

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