Die letzte Reise der Beluga

14. Mai 2013

Die Beluga wird in Gorleben wieder zusammengesetzt

Nach Jahrzehnten im Einsatz gegen die Atomenergie führt die letzte Reise der Beluga nun an jenen Ort, der symbolisch für den Kampf um ein sicheres Endlager steht. Greenpeace-Atomexpertin Susanne Neubronner berichtet aus Gorleben:

Gorlebener Forst: Freitag 17.Mai. – Jetzt ist es auch offiziell – Die Beluga zeigt ihren neuen Heimathafen mit gewissem Stolz. Aktivisten überstrichen den Schriftzug „Hamburg“ und nun prangt am Heck der Schriftzug: BELUGA Gorleben.

Es ist heiß: Die Sonne strahlt und alles ist in Bewegung. Wenn Gräfin und Graf von Bernstorff heute kommen, um das Mahnmal einzuweihen wird alles stehen. Und hoffentlich ist auch das Wendland in Bewegung und erscheint mit zahlreichen Bewohnern. Gestern wurde uns berichtet, dass die Bauern eine Anzeige in der Zeitung schalten wollen: „Wir kommen mit Treckern“… und wenn das passiert, dann kommen die Bauern auch mit ihren Treckern, sagt man hier. Die Landmaschinen sind aber mittlerweile so groß, dass wir schon ein wenig um den Platz bangen. Ein schönes Bild würde es dennoch abgeben, denn was wäre das Wendland, was wäre der Gorleben-Protest ohne Traktoren?

Und heute ist ein deutliches Zeichen bitter nötig: Das schlampig und übereilt ausgearbeitete „Endlagersuchgesetz“, wie es der Volksmund nennt, wird heute in den Bundestag eingebracht. Doch weder ist die Frage geklärt, wohin die nächsten Castoren rollen werden, noch haben sich die AKW-Betreiber für weitere Zahlungen für die Endlagersuche bereiterklärt. Nichts ist also in trockenen Tüchern, trotzdem will Herr Minister Altmaier das Gesetz durchpeitschen.

Hier rund um Gorleben ist keiner begeistert von dem Gesetzentwurf: umso mehr freut die Menschen das Schiff. „Das kann hier von uns aus für eine Million Jahre lagern, statt Atommüll. Macht einfach die Schotten dicht in Gorleben, dann klappt es auch mit der ergebnisoffenen Suche!“

Gorlebener Forst:  Donnerstag 16. Mai – Celloklänge, Saftkisten und ein Streuselkuchen

Wir und die Beluga fühlen uns hier schon sehr heimisch. Mittlerweile schwimmt die alte Lady auf einem Bett aus Kies und wird für morgen, die feierliche Einweihung des Mahnmals, herausgeputzt. Um die zehn Greenpeace-Aktivisten sind im Einsatz mit Flex und Lackrolle um alles aus dem alten Schiff herauszuholen  für den großen Tag. Ein Cellospieler sitzt in ihrem Bug und probt gegen die kreischenden Schleifgeräte an. Immer wieder wirbelt der staubige und trockene wendische Boden auf und droht das helle Weiß  vergrauen zu lassen. Aber alles besser als Dauerregen, denn die kleine Freiluftwerft liegt völlig ungeschützt.

Aber auch die Wendländer haben uns als neue Nachbarn voll und ganz akzeptiert. Erst gibt es selbstgebackenen Streuselkuchen, dann kommt Helmuth Peters auf dem Weg vom Getränkeholen vorbei. Da ließe sich doch bestimmt was einrichten, sagt er, als er unsere Kisten mit aufgefülltem Leitungswasser begutachtet hat. Wenig später kommt er mit mehreren Kisten Saft zurück. Ein Getränkeproduzent aus der Gegend hat ihm kurzerhand ein paar Kisten mitgegeben: damit wir den Gästen der Beluga auch was anbieten können. Nun muss noch ordentlich gekräuselt und gestutzt werden, damit morgen alles vorbereitet ist und hoffentlich von vielen Gästen das neue Mahnmal vor den Toren des Erkundungsbergwerks eingeweiht werden kann.

Gorlebener Forst: Mittwoch, 15.Mai -  Sie steht!

Gestern Abend wuchtete der Kran das Führerhaus als letztes Teilstück auf die Beluga. Nun sind es nur noch Kleinigkeiten, die fehlen – oder besser gesagt: Die wichtigsten Details. Stabilisierungsmaßnahmen, Schweißnähte, Lackarbeiten.

Heute leuchten die Regenbogen auf dem Schiffsrumpf in gleißendem Sonnenlicht. Unser Lackierer ist angekommen und endlich werden die schwarzen Buchstaben an den Seiten  wieder angebracht. Die Beluga hat ihren Namen wieder, dafür aber jetzt einen neuen Heimathafen. Hoffentlich können wir bald den wuchtigen schwarzen Fender am Bug anbringen, der der Beluga ihr charakteristisches Äußeres wieder gibt.

Gerade als das Schiff seinen Namenszug wieder trägt, bekommen wir Besuch: Günter Hermeyer, Vorstandsmitglied der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg, Wendländer seit über 20 Jahren steht mit leuchtenden Augen vor dem Schiff: „Ich stehe hier vor dem Beginn meines Jahrelangen Kampfes gegen Atomenergie, die Castortransporte und gegen das Endlager. Hier schließt sich ein Kreis für mich!“ Günter war einer der Ersten, der die Beluga bei Greenpeace in Empfang genommen hat, erzählt er uns. Als gelernter Schlosser war er einen Monat beim Umbau des Schiffs vom Feuerlöschboot zum Aktionsschiff dabei, hat die Rohre  für die Löschvorrichtung abgeflext. Mit der Arbeit an der Beluga begann seine politische Aktivität, gegen Gorleben ist er heute noch mit Herzblut dabei. Dass nun beide Symbole zusammenkommen ist für ihn ein ganz persönliches besonderes Erlebnis: Er wird wieder vorbeikommen, dann mit Fotos von seinen ersten Tagen mit der Beluga Anfang der 1980er Jahre im Gepäck.

Gorlebener Forst: Dienstag, 14. Mai

Heute der erste Polizeikontakt –  Aus der Zeitung hätten sie erfahren, was wir da direkt am Erkundungsbergwerk in Gorleben so treiben. Da dachten sie, man solle doch mal vorbei gucken. Nach ein paar interessierten Blicken auf die Werftarbeiter, die mit Schweißwerkzeug mit der Verbindung der Einzelteile beschäftigt sind und ein paar der üblichen Fragen verabschieden sie sich wieder.

Die Beluga wird zusammengebaut.Immer wieder kommen dafür Nachbarn und Spaziergänger mit ihren Kindern und Hunden vorbei, um das Schiff beim Entstehen zu begutachten. Eine Künstlerin von der Kulturellen Landpartie ist extra hergekommen, um uns die Regionalzeitung zu überreichen: Auf der ersten Seite ein großes Bild unserer Beluga in Einzelteilen, also tatsächlich auch für die Polizei nicht mehr zu übersehen.

Wer aber glaubt, der Forst rund um Gorleben wäre sonst weitestgehend unbelebt, der irrt.  Es herrscht ein reger Verkehr in Richtung Erkundungsbergwerk. Zu glauben, dass wieder alle Hebel auf null stünden und ganz ergebnisoffen neu mit einer Endlagersuche begonnen werde, fällt in Anbetracht dieser Betriebsamkeit schwer. Umso klarer wird dafür aber, warum allein die Offenhaltung des Erkundungsbergwerks in Gorleben jährlich 30 Millionen Euro kosten soll – solange bis ein Endlager gefunden ist. Hier werden nämlich täglich weitere Fakten geschaffen, dass Gorleben zur Lagerstätte für hochradioaktiven Atommüll werden soll. Jahrzehntelang Millionen von Euro in ein gescheitertes Projekt zu investieren, wäre geradezu absurd. Es glauben noch zu viele Politiker an die Eignung von Gorleben, deshalb wird hier munter weiter gearbeitet. Jetzt bald auch mit gesetzlicher Grundlage.  Es wird also noch lange nicht ruhig rund um Gorleben, nur kurzeitig auf unserer Baustelle  -  denn jetzt ist erst einmal Mittagspause auf unserer Werft im Wald.

Trebel/Wendland: Montag, 13.Mai,  6.45 Uhr

Es ist ein bizarres Bild: Ein verschlafenes Dorf am Montagmorgen. Am Feldrand parkt in der Morgensonne eine lange LKW-Schlange, beladen mit riesigen lackierten Stahlteilen.

Beim Näherkommen kann man den Schriftzug „Beluga Hamburg“ auf einem der Stücke entziffern, ein anderes Stahlteil ziert ein großer Regenbogen.  Und auch der verwunderte Landwirt an dessen Ackerrand die Transporter parken, erkennt sofort, dass es sich um Teile eines zerlegten Schiffrumpfes handeln. „Was hat denn hier ein Schiff verloren, mitten im Wendland am Waldrand, hier geht’s nicht zum Wasser“, sag er. Wir versuchen dem verunsicherten Ackerbesitzer zu erklären, dass die LKW sich verfahren hätten und gleichzeitig, die Frühankömmlinge mit ihren Schiffsteilen noch einmal an einen unauffälligeren Ort zu navigieren. Denn erst eine Stunde später sollen 19 Großfahrzeuge mit dem zerlegten Greenpeace-Aktionsschiff Beluga I  auf dem Trebeler Mastenweg in Richtung Erkundungsbergwerk Gorleben in Reihenfolge Stellung beziehen. Angeführt von einem riesigen Kran nimmt die Beluga, in Form ihrer Einzelteile Kurs auf eine gerodete Fläche an der Sichtachse Atommüll-Zwischenlager und Endlager-Erkundungsbergwerk im Gorlebener Forst. Die Besitzer der Fläche, die Familie von Bernstorff, unterstützen uns bei unserem Vorhaben, hier ein Zeichen gegen ein mögliches Endlager im unterirdischen Salzstock Gorleben zu setzen.

Heute aber können wir ungestört unsere Fracht anliefern. Greenpeace-Aktivisten sperren die Baustelle ab, mehrere Banner werden aufgebaut und eine kleine Demonstration formiert sich. “Gorleben unsicher weil undicht“ prangt schnell auf dem großen Dreiecksbanner, dass die Kletterer in den Bäumen befestigt haben. Währenddessen stellt sich der Kran in Position und beginnt, der Reihe die Schiffsteile abzuladen. Die ersten interessierten Wendländer treffen ein, zusammen mit einer kleinen Gruppe von Arbeitern aus dem Erkundungsbergwerk. Das sei nicht gerade motivierend, dass sie jetzt jeden Tag an unserem Protest auf dem Weg zur Arbeit vorbei müssen, beschwert sich einer. Den anderen Besuchern unserer Baustelle gefällt das entstehende Mahnmal ganz gut. „Es ist gut, immer mal wieder mit dem Finger auf Gorleben zu zeigen. Gerade jetzt, wo alle meinen, unseren Politiker stünden mit dem angeblichen Neuanfang in der Endlagersuche vor dem ganz großen Wurf. Von Wegen!“, kommentiert einer der Passanten.

Am Nachmittag nimmt das Schiff bereits Formen an. Die ersten Stücke sind verschweißt und auf einem Fundament baut sich Puzzelteil für Puzzelteil das ausgediente Greenpeace-Schiff wieder auf. Ehemalige Aktivisten sind angereist, um der Beluga an ihrem letzten Bestimmungsort beim Wiederaufbau zuzuschauen. Sie waren bei vielen Aktionen auf dem Schiff dabei, auch bei seinem erfolgreichen Kampf gegen die Atomkraft. Vor den so genannten „Wiederaufarbeitungsanlagen“ in Sellafield und La Hague konnten mit Hilfe der Beluga Proben genommen werden, die maßgeblich dazu beigetragen haben, dass seit 2005 kein deutscher Atommüll mehr in die Wiederaufarbeitungsanlagen verbracht werden darf. Gorleben hat die Beluga dadurch einige zusätzliche Castoren erspart. Nun macht sie als Mahnmal im Gorlebener Forst fest – kein sicherer Hafen für Atommüll, aber der letzte für die Beluga. (Autorin: Susanne Neubronner)

Zu Gast bei der EU – was die europäische Fischereipolitik für die Kleinfischer bedeutet

13. Mai 2013

Wolfgang Albrecht aus Großenbrode bei Fehmarn ist erster Vorsitzender des Fischereischutzverbandes. Er repräsentiert 214  Fischereibetriebe und weitere 500 Mitglieder, für die er die gemeinsame Erklärung der handwerklichen und umweltschonenden Fischer unterzeichnete.

Um große Fische zu fangen, muss man früh raus – offensichtlich auch auf dem politischen Parkett. Kein Problem eigentlich, ich bin es gewöhnt vor Sonnenaufgang aufzustehen, um zum Fischen aufs Meer zu fahren. Nach Brüssel reist man ziemlich schnell, aber der Weg zu einer nachhaltigen Fischerei in Europa wird wohl noch ein hartes Stück Arbeit.

Anlass meiner Reise ist die Überarbeitung der europäischen Fischereipolitik – wer in Europa nicht nur mit der Angel, sondern Kutter oder in größerem Stil fischen möchte, kommt um sie nicht herum. Zum ersten Mal seit zehn Jahren stehen die EU-Fischereiregeln auf dem Prüfstand -  für uns Kleinfischer steht viel auf dem Spiel.

In Brüssel traf ich mich mit meinem englischen Kollegen Jerry Percy. Jerry achtet wie ich auf eine umweltschonende Fischerei mit passiven Fangmethoden. Wir hatten einen Termin mit der Irischen EU-Ratspräsidentschaft, den wir wahrnahmen, um unsere Forderungen für eine nachhaltige Reform der EU-Fischereipolitik einzubringen.

Auch wenn wir nur zu zweit vertreten waren – hinter uns steht eine beträchtliche Anzahl von Kleinfischern aus zehn EU-Ländern, für deren Interessen wir uns einsetzen. Unser Anliegen war simpel: Es ist höchste Zeit, dass Europas passive, nachhaltige, handwerkliche Fischerei  ins Zentrum der künftigen Fischereipolitik rückt. Konkret fordern wir von den EU-Entscheidungsträgern:

  • Gewähren Sie denen, die nachhaltig fischen, die  Möglichkeit zur Ausübung der Fischerei, vor allem durch die Zuteilung auskömmlicher Quoten.
  • Reduzieren Sie bestehende Überkapazitäten der Fangflotten durch die Beendigung der Subventionierung unrentabler Betriebe mit aggressiven Fangtechniken. Dies sichert die Erhaltung der Arbeitsplätze in der handwerklichen, umweltschonenden Fischerei.
  • Fördern sie die Selbstvermarktung durch Bürokratieabbau, damit die Wertschöpfung im Betrieb bleibt und durch auskömmliche Preise das Überleben dieser Betriebe gesichert wird. Beenden Sie umweltschädliche Subventionen und nicht nachhaltige, umweltzerstörende Praktiken.
  • Stellen Sie die Gesundheit unserer Meere wieder her, in Europa und im Rest der Welt.

Mein Kollege Jerry und ich, sowie  tausende andere Fischer in Europa wollen unseren Nachkommen gesunde Meere und Ozeane hinterlassen, in einer Welt, in der es weniger und dafür bessere Fischerei gibt. Wir brauchen deshalb mehr politisches Gehör bei den Ministern und eine bessere Mitsprache in den Entscheidungen.

Die nächste Woche wird entscheidend: Am Montag und Dienstag trifft sich unsere für Fischerei verantwortliche Ministerin Ilse Aigner mit ihren Amtskollegen aus Spanien, Frankreich und den restlichen Mitgliedsstaaten der EU. Immerhin, die Hoffnung besteht, dass sich Frau Aigner für eine nachhaltige Fischereipolitik einsetzen wird. In einem Interview mit der ZEIT sagt sie: “Diese Reform ist eine überfällige Richtungsentscheidung und darf nicht scheitern.” Die Reform der gemeinsamen Fischereipolitik in der EU sei “eine historische Chance, Nachhaltigkeit als wichtigstes Prinzip der Fischerei fest zu verankern”(…) Beim Schutz der Fischbestände darf es keine Rolle rückwärts geben.”

Frau Aigner wird sich warm anziehen müssen – ich rechne mit hohen Wogen auf dem politischen Parkett und kaltem Gegenwind, dem sie standhalten muss. Aber ich appelliere an Frau Aigner, gradlinig eine nachhaltige Fischereipolitik zu vertreten. Denn: Alle Fischer profitieren von einem zügigen Aufbau der Fischbestände, aber nur umweltschonende, passive Fangmethoden können langfristig unsere Meere nachhaltig befischen und den Schutz der Umwelt unterstützen.

Greenpeace-Eisbärin Paula vor dem weißen Haus

30. April 2013

Paula, die Greenpeace-Eisbärin, die die Welt bereist, um auf die Gefährdung ihrer Heimat aufmerksam zu machen, berichtet von ihrer Stippvisite in Washington in der letzten Woche:

Paula Bär besucht das weiße Haus in Washington

Paula besucht das weiße Haus in Washington - (c) Tim Aubry / Greenpeace

Ich bin nicht immer soviel gereist. Eigentlich bleibe ich lieber zu Hause in meiner eisigen Oase, bin von dickem Eis umgeben und erfreue mich einer gesunden Nahrungszufuhr. Doch leider sah ich mich jüngst dazu gezwungen, das Leben eines Nomaden aufzunehmen, außerhalb meines Elements nach Nahrung zu suchen und einen Ort zu finden, der kalt genug, um ein temporäres neues Zuhause für mich sein zu können.

In den letzten Jahren musste ich erleben, wie die Arktis, meine Heimat, verschwindet: Zuerst ganz langsam, dann immer schneller. Das letzte Jahr war mit Abstand das Schlimmste. Während die Arktis vor meinen hungrigen Augen dahinschmilzt, versuchen gierige Ölunternehmen wie Shell tiefer in meine gefährdete Heimat einzudringen, um nach Öl zu bohren. Glücklicherweise kamen sie im letzten Jahren damit nicht so gut zurecht, aber sie wollen es wieder versuchen.

Deshalb machte ich mich auf den Weg in den Süden, nach Washington DC in den USA. Es hat lange gedauert bis ich dort ankam. Ich hatte einen kleinen Umweg über die Straßen von London genommen, war unterwegs auf Shell-Tankstellen geklettert und bei einem Jam auf einem Radiohead-Konzert zu Gast, aber dann habe ich es geschafft. Nach einer kurzen Sightseeing-Tour (Präsident Lincoln war ein schöner Mann), hab ich schließlich Präsident Obama aufgefordert, meine Heimat zu retten.

Paula beim Sightseeing in Washington - (c) Max Berg / Greenpeace

Paula beim Sightseeing in Washington - (c) Max Berg / Greenpeace

Obama kann nämlich nicht nur etwas tun, indem er darauf verzichtet, in der Zukunft weitere Genehmigungen für Ölbohrungen in der Arktis auszustellen, er kann auch etwas gegen die Ursache für das Abschmelzen meiner Heimat unternehmen. Er muss die USA in die Energiewende führen und Treibhausgasemission vermindern, indem er aus Öl und Kohle aussteigt. Präsident Obama kann Wege aus dem Klimawandel schaffen.

Du kannst mich und 650.000 weitere Menschen unterstützen und Präsident Obama auffordern, die Arktis zu retten, damit ich mich auf die lange Rückreise begeben kann. Aber bevor es soweit ist, muss ich noch ein paar weitere internationale Führungspersonen treffen. Die ganze Welt muss für den Schutz der Arktis zusammenarbeiten, damit meine Pfoten mehr Platz zum Laufen bekommen.

(Autorin: Paula Bär)