Auf Wiedersehen

05. August 2008

Wer gut aufgepasst hat, wird bemerkt haben, dass die letzten beiden Blog-Beiträge von Beate Steffens stammen. Sie arbeitet seit langem in unserer Internetredaktion und wird mich ab sofort hier in unserem Blog als Autorin ablösen.

Vor gut drei Jahren habe ich angefangen, mich um unsere Kooperation mit dem Deutschen Meeresmuseum zu kümmern. Verträge mussten geschlossen, Recherchen durchgeführt und aus einem Wust von Informationen ein sinnvolles Konzept gestrickt werden. Mit der Fertigstellung der Ausstellung “1:1 Riesen der Meere” ist ein kleiner Traum in Erfüllung gegangen und mein Anteil daran erbracht – ich darf mich verabschieden.

Ich wünsch’ dem Blog viele gute Beiträge und Kommentare. Bleibt fair in euren Worten und ehrlich, dann darf man sich auf die Diskussionen freuen.

Bis irgendwann,

Tom

Besucherschlangen trotz Hitze

29. Juli 2008

6.15 Uhr. Rauf auf ‘s Fahrrad Richtung Bahnhof. Es wird heiß werden und der Zwang, den 6.42-Zug Richtung Stralsund zu nehmen, tut gut – die frühen Morgenstunden sind das Beste an solchen Tagen.

11 Uhr. Die Besucherschlange vorm OZEANEUM ist nicht mehr ganz so lang wie während der Regentage vor einer Woche. Trotzdem herrscht reges Treiben in allen Ausstellungen und ein freier Platz auf den Liegen unter den Walen ist kaum zu ergattern. In wenigen Tagen ist meine Aufgabe erfüllt, die Ausstellung steht und ich kann das Projekt verlassen.

Ein paar Ausstellungs-Inhalte müssen noch geprüft werden. Mit dem interaktiven Schaltpult an der Bedrohungsvitrine bin ich sehr zufrieden. Bis auf wenige Kleinigkeiten sind unsere Ideen perfekt umgesetzt worden. Für jede Vitrine, für jedes der gut 20 Infopulte und für jedes Tier, das in den Touchscreens behandelt wird, haben wir Drehbücher geschrieben. Grafiker, Designer und Drucker wussten so, welche Texte, Fotos und Abbildungen wie miteinander kombiniert werden sollten. Das Schaltpult gibt den Besuchern u.a. die Möglichkeit, Tipps zu erhalten, wie man auch im täglichen Leben zum Schutz der Meere beitragen kann. Hier wurde unser Drehbuch mit Leben gefüllt und hilft hoffentlich mit, Selbiges im Meer zu retten.

180 mal 100 Milliliter

13. Juli 2008

Sonntag, 10 Uhr. In einer Stunde treffen Angela und ich uns mit den Architekten und Grafikern des OZEANEUMs und gehen noch mal durch die gesamte Ausstellung. Mängel und noch ausstehende Arbeiten müssen aufgelistet werden, damit alles so schnell wie möglich so aussieht, wie die Experten vom Meeresmuseum und wir uns das vorstellen.

So langsam kriecht die Müdigkeit in alle Knochen. Am Freitagmorgen, gut neun Stunden vor der Eröffnung, “lagen” wir noch in den Vitrinen, um die letzten Exponate aufzustellen.

Wusstet Ihr, dass ein Riesenhai mit einem “Mal” 18 Liter Sperma abgeben kann? Wir wissen nicht, warum er zu solch verschwenderisch anmutendem Benehmen neigt, aber wir fanden die Leistung faszinierend genug, um sie in der Ausstellung zu präsentieren. Dafür mussten allerdings 180 Glaskolben in Reih und Glied gebracht werden – keine leichte Aufgabe nachts um halb zwei. Frau Merkels Kommentar zu dieser Vitrine bestand zwar nur aus einem Wort, traf die Sache aber auf den Punkt: “Respekt”.

Zwischen den Eröffnungsfeierlichkeiten haben wir am Freitagnachmittag noch ein kleines Filmchen für euch gedreht. Morgen oder übermorgen stellen wir es ins Netz – das solltet Ihr nicht verpassen: So schick habt Ihr uns noch nie gesehen!