Die japanische Walfangflotte ist nach dreimonatiger Fangfahrt aus dem Nordpazifik zurückgekehrt. Auf ihr Konto gehen insgesamt 195 Wale unterschiedlicher Arten. Obwohl damit die Pseudowissenschaftler ihre Quoten nicht ausgeschöpft haben, ändert das nichts Grundsätzliches an dem traurigen Ergebnis:
Arten Minke Sei Bryde Pott Total
Fang 49 95 50 1 195
Quote 100 100 50 10 260
Pottwale haben keinen kommerziellen Wert, weil ihr Fleisch zu hoch mit Umweltchemikalien belastet ist, deswegen liegt der Fang schon seit langem unterhalb der Quote. Die Minkewaljagd hat noch nicht mal die Häflte der Quote ergeben – dafür liefert das japanische Institut für Walforschung, das von der Regierung mit der Walforschung beauftragt wird und die Fangflotte unterhält, keine Erklärung. Das Wissenschaftskomittee der Internationalen Walfangkommission (IWC) bemängelt seit Jahren, dass die nordpazifische Jagd die in diesem Bereich gefährdete Minkewalpopulation weiter unter Druck setzt.
Üblicherweise sticht die Fangflotte Ende November in Richtung antarktische Gewässer in See, um dort knapp tausend Großwale zu schießen. Wir werden sehen, was dieses Jahr passiert, der Absatzmarkt für Walfleisch stagniert in Japan und in den Kühlhäusern lagern über 6000 Tonnen davon, unverkauft. Wann sehen die Verantwortlichen endlich ein, dass der Walfang keinen Platz im einundzwangzigsten Jahrhundert mehr hat?














