Die erste Woche im Waldcamp ist vorüber. Seit letztem Donnerstag zelten Greenpeace-Aktivisten im Waldcamp im Spessart – um die wertvollen Bäume dort vor profitorientiertem Einschlag zu schützen (zur Blogreihe). Die Ehrenamtlichen dokumentieren den Bestand vor Ort, da die bayerische Landesregierung Informationen über öffentliche Waldflächen zurückhält. Wo genau welche alten Bäume stehen, kartieren sie deshalb auf eigene Faust Tag für Tag mit GPS-Geräten.
Die Wälder des Spessarts erstrecken sich auf über 200.000 Hektar und zwei Bundesländer, Bayern und Hessen. Hier findet man noch Wälder, die ansonsten in Deutschland selten geworden sind. Das Gebiet des sogenannten Heisterblocks etwa: Es liegt im Zentrum des bayerischen Spessarts und zählt mit seinen über 400-jährigen Eichen und etwa 180-jährigen Buchen zu den ältesten und schönsten größeren Wäldern Mitteleuropas.
Und so verwundert es nicht, dass die Aktivisten auch heute großartige Exemplare alter Bäume im Wald gefunden haben: 140 Zentimeter Durchmesser maß der dickste Baum und allein am heutigen Tag wurden insgesamt 631 Bäume erfasst. Die Aktivisten haben jetzt Routine entwickelt und gewöhnen sich immer besser an die Kälte. Trotzdem ist das Thema am Abend: Duschen! Im Camp gibt es nur kaltes Wasser und keine Möglichkeit zu duschen. Morgen Abend fahren deswegen alle gemeinsam ins Schwimmbad. Später, bei der allabendlichen Besprechungsrunde, wartet eine Überraschung auf die Ehrenamtlichen. Michael Kunkel ist Ortsvorsitzender der Ortsgruppe Heigenbrücken vom Bund Naturschutz in Bayern e. V. (BN) und oft Abends zu Gast im Camp. Er erzählt, ein Ehepaar aus dem Ort habe den Campbewohnern angeboten, ihre Dusche zu nutzen. Bei der Aussicht auf regelmäßiges Duschen herrscht natürlich große Freude.
Besonders freute uns ein Kommentar eines Spessarters, der zu unserer Blogreihe geschrieben hat und den ich den Aktivisten vorlese: “Über Sinn und Unsinn der Greenpeace Aktion kann man an dieser Stelle nicht streiten. Alleine wenn man die obige Diskussion sieht, hat Greenpeace wieder mal das Richtige getan, nämlich die Aufmerksamkeit auf Probleme gelenkt.” Die Meinungen der Bürger hier in Heigenbrücken schließen sich dieser Aussage an. Das hat nicht nur der Informationsabend gezeigt, auch die Gespräche im Dorf geben uns positives Feedback. „Wenn sich sogar schon Greenpeace der Sache annimmt, dann muss es ein richtiges Problem sein! Die kommen nicht wegen ein paar Bäumen in irgendeinem Dorf,“ erzählt uns ein Bewohner aus Heigenbrücken.
Auch die Reaktionen im Sozialen Netzwerk Facebook sprechen eine deutliche Sprache:
Die Kraft, weiterzumachen, ziehen die Aktivisten vor allem aus diesen Reaktionen, deswegen geben wir heute ein herzliches Dankeschön an alle zurück, die uns unterstützen!
Die Arbeit im Wald geht weiter. Tägliche Berichte aus unserem Waldcamp könnt ihr in unserer Blogreihe lesen. Und wer sich in der Nähe von Heigenbrücken aufhält, darf auch gerne mal vorbeischauen!
Die Arbeit im Wald geht weiter. Tägliche Berichte aus unserem Waldcamp könnt ihr in unserer Blogreihe lesen. Und wer sich in der Nähe von Heigenbrücken aufhält, darf auch gerne mal vorbeischauen. Ihr könnt auch selbst einen Beitrag dazu leisten, den Wald zu schützen und bei unserer Protestmailaktion mitmachen!













