GreenBites #47: Klimagipfel in New York

19. September 2014


Ein Podcast über den Klimagipfel in New York, über die Bedeutung der Zivilgeselllschaft und wie die Arktis mit all dem zusammenhängt.

Kein Player zu sehen? Klickt hier!

Hier gibt es weitere Infos zum Klimagipfel.
___________________________________________
GreenBites – das ist der Podcast von Greenpeace! Aktuelles aus der Greenpeace-Welt – kurz und knapp erzählt. Was wollt ihr von uns hören? Schreibt in das Kommentar-Feld, welche Fragen euch bewegen. Hier findet ihr alle bisherigen Podcast-Folgen. Ihr könnt euch den Podcast auch als RSS-Feed abonnieren.

In eisigen Höhen für die Arktis unterwegs

26. Juni 2014

Im vergangenen Jahr haben sich Greenpeace-Aktivisten auf den Weg zum Nordpol gemacht, um dort die Unterschriften von 2,7 Millionen Arktisschützern unterzubringen und die “Flagge der Zukunft” zu hissen. Die Flagge symbolisiert die Jugend der Welt und ihre Ansprüche auf eine intakte Arktis und verdankt ihre Existzenz einem Design-Wettbewerb.

Auf dem Äußeren Barrhorn

Geschafft: Jonathan und Laurens auf dem Äußeren Barrhorn. In der Mitte: Die "Flag for the Future" bzw. Flagge der Zukunft. Foto: (c) Laurens Vater

Eine weitere, eher ungewöhnliche Reise unternahm die “Flag for Future”-Flagge nun vor einigen Wochen. Zwei engagierte Greenpeace Jugendliche bestiegen das “Äußere Barrhorn” und das “Bishorn” in der Schweiz und nahmen die Arktis-Flagge mit sich. Nachdem die Flagge auf dem Gipfel gehisst war, wehte sie in 4153 m Höhe im Wind. Warum Laurens und Jonathan die Flagge die ganze Zeit mit dabei hatten und was sie sonst noch erlebt haben, berichteten sie im Interview:

Könnt ihr euch kurz vorstellen?

Wir heißen Jonathan Siebeck und Laurens Lohn, sind beide 17 Jahre alt und wohnen in Stuttgart.

Warum findet Ihr es wichtig euch für die Arktis einzusetzen?

Der Schutz der Arktis ist für uns sehr wichtig, da ein Ölunfall in solch einem noch so unberührten Gebiet verheerende Folgen mit sich bringen würde. Die Arktis ist eine der letzten unberührten Regionen der Welt und soll auch in Zukunft kein “Industriegebiet” werden!

Wie seit ihr auf die Idee gekommen, die Flagge mit auf den Berg zu nehmen?

Wir haben uns überlegt, wie wir uns auf eine kreative Art für die Arktis stark machen können. Deswegen haben wir uns entschlossen, ein paar Bilder mit der Fahne zu machen, die wir kurz zuvor bekommen haben. So war die Idee geboren, die Flagge mit auf den Berg zu nehmen.

Auf dem Bishorn

Auch ein ziemlicher Brocken: Jonathan und Laurens und die Flagge der Zukunft auf dem Bishorn in 4153 Metern Höhe. Foto: (c) Laurens Vater.

Wo genau wart ihr, wie heißt der Berg und wie hoch ist er?

Die Bilder sind auf zwei verschiedenen Gipfeln entstanden. Auf dem 3610 Meter hohen Gipfel des “Äußeren Barrhorns” und auf dem 4153 Meter hohen “Bishorn” in der Schweiz.

Wart ihr ganz alleine unterwegs?

Nein, das wäre zu gefährlich, Laurens Vater hat uns begleitet und auch die Fotos gemacht.

Wie schwer war die Tour, gab es etwas besonders?

Die Tour war insgesamt fünf Tage lang und da wir uns die meiste Zeit in einer Höhe von mindestens 2500 Metern befanden, war sie auch ziemlich anstrengend. Der Höhepunkt war der Aufstieg zum Gipfel des Bishorns, da er nur aus Eis besteht und man erst einmal mit Steigeisen und Eispickel dort eine kurze Eiswand hinaufklettern muss, die unmittelbar in einen steilen Abhang übergeht. Das ist eine sehr anspruchsvolle Angelegenheit!

Wie war das Gefühl als ihr auf dem Berg standet?

Das war ein tolles Gefühl, einmal in solch einer Höhe zu stehen, solch eine Gelegenheit hat man nicht alle Tage! Besonders die unberührte Natur ist beeindruckend und wunderschön. Doch nicht nur auf dem Äußeren Barrhorn und dem Bishorn, sondern auch in der Arktis sollte die Natur geschützt werden. Das wird einem in solchen Momenten besonders bewusst.

Was habt ihr als nächstes vor?

Was wir als nächstes machen wollen wissen wir noch nicht so genau, vielleicht einmal einen etwas schwierigeren Viertausender, wie z.B. das Matterhorn oder ähnliches. Mal schauen…!

Wie können sich andere Jugendliche für die Arktis einsetzen?

Jeder kann sich informieren und versuchen, andere von der Notwendigkeit des Arktisschutzes zu überzeugen. Auf dieser Webseite kann man noch einmal einige Fakten nachlesen und auch für den Schutz der Arktis unterschreiben. Wenn ihr wollt könnt ihr auch in eurer Stadt zu einer Greenpeace Jugendgruppe gehen und mit dieser eine Aktion für die Arktis organisieren.

Champions League-Finale: Rote Karte für Gazprom

24. Mai 2014

Am Samstagabend wurden zehn Aktivisten von Greenpeace Großbritannien auf dem Dach des Estadio da Luz in Lissabon festgenommen, bevor sie ein großes Protestbanner vom Stadiondach entrollen konnten. Eine Dreiviertelstunde später fand auf dem Spielfeld das Champions League-Finalderby zwischen Atletico Madrid und Real Madrid statt.

Mit ihrem Banner wollten die Aktivisten gegen Gazprom protestieren. Als Hauptsponsor der Champions League lässt es sich der Konzern Millionen Euro kosten, seinen Name mit diesem sportlichen Großereignis in Verbindung zu bringen. Als handele es sich bei Gazprom um einen ganz normalen Allerweltskonzern. Und nicht um ein rücksichtsloses Unternehmen, dass die Umwelt für seine Profite aufs Spiel setzt.

Der russische Staatskonzern Gazprom ist das zweitgrößte Öl- und Gasunternehmen der Welt und das erste Unternehmen weltweit, dass Offshore-Öl aus arktischen Gewässern fördert. Gazprom gehört zu jenen Industrieunternehmen, die den Klimawandel als lohnendes Geschäft betrachten, und nicht als Bedrohung. Während sich die Welt um steigende Temperaturen und schmelzende Polkappen sorgt, sieht Gazprom nur die Möglichkeit, an Öl zu gelangen, das im arktischen Meeresboden schlummert. Vor nur drei Wochen hat der Konzern erstmals Öl aus arktischen Offshore-Bohrungen von der Bohrinsel Prirazlomnaya in der Petschorasee nach Europa transportiert.

Viele der festgenommenen Greenpeace-Aktivisten sind Fußball-Fans und haben das Finale mit Spannung erwartet. Gerade deswegen wollten sie es nicht zulassen, dass Gazprom (und die Gazprom-Bosse in den VIP-Rängen) das verantwortungslose Treiben in der Arktis im Glanz des Champions League-Finale zum Verschwinden bringt. Die Aktivisten sind ins Stadion gekommen, um Gazprom die rote Karte zu zeigen.

Fünf Millionen Menschen weltweit unterstützen bereits die Greenpeace-Petition für den Schutz der Arktis: Unterzeichne hier! Und fordere hier den Chef von Gazprom Germania auf, sich in dem Unternehmen gegen Arktis-Ölbohrungen einzusetzen.