Essen nach Zahlen – Radioaktivität in Lebensmitteln

05. April 2012

Obst und Gemuese (c) Cordula Gartmann / Greenpeace

Nach der Katastrophe von Fukushima, die andauert und noch längst nicht im Griff ist, erhalten wir viele Anfragen von Menschen, die nach Japan reisen wollen oder aus beruflichen Gründen reisen müssen und sich Sorgen machen, was Radioaktivät in Lebensmitteln angeht. Ebenso von Menschen, die wissen wollen, wie es denn in Deutschland mit Lebensmitteln aussieht – zum Beispiel mit Importen aus Japan. Aber auch die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl wirft nach wie vor ihre Schatten und kommt wieder mehr ins Bewußtwein, verbunden mit der Frage, ob denn unsere Lebensmittel immer noch davon betroffen sind? Um es gleich vorweg zu nehmen: Das ist leider der Fall.

In der Wochenendausgabe der TAZ vom 10. März haben wir eine interessante Graphik gefunden. Sie zeigt anschaulich  welche Lebensmittel betroffen sind, welche Grenzwerte es gibt und was Maßeinheiten wie Bequerel und Sievert eigentlich bedeuten.

Essen nach Zahlen (c) Taz Stefanie Weber u. Daria Hufnagel

Uns erreichen auch immer wieder Anfragen von Menschen, die einen Dosimeter anschaffen möchten, um selbst Messungen durchzuführen. Um Messungen durchführen und die Ergebnisse richtig einordnen zu können, sollte man ein Strahlenschutzseminar besucht haben, in dem  man  etwas über Messtechnik erfährt, über Arten und Eigenschaften von Dosimetern sowie über physikalische und strahlenbiologische Grundlagen.

Greenpeace besitzt viele verschiedene Dosimeter von verschiedenen Anbietern. Wir können daher keine Kaufempfehlung geben.

GreenBites, der Podcast von Greenpeace: #26 – In Japan: Ein Jahr nach Fukushima Teil 2

09. März 2012

“Schwangere sollen nicht geröngt werden, aber auf Straßen gehen, die zum Teil sehr hohe Strahlenwerte haben”, sagt Heinz Smital, Atomexperte bei Greenpeace. Er ist seit knapp einer Woche in Fukushima City, um mit einem internationalen Team die radioaktive Belastung zu messen. Im aktuellen Podcast bewertet er die Ergebnisse und schätzt die Lage an der zerstörten Atomanlage Fukushima Daiichi ein. Auch Thomas Breuer, Leiter des Bereichs Klima und Energie, ist in Japan. Was er dort macht, erfahrt ihr im Podcast In Japan: Ein Jahr vor Fukushima Teil 1.

GreenBites, der Podcast von Greenpeace: #26 – In Japan: Ein Jahr nach Fukushima Teil 2 by GreenpeaceDe

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Hier erfahrt ihr noch mehr über die Menschen und die Situation in Japan.


Heinz Smital misst Radioaktivität in Fukushima City - (c) Noriko Hayashi / Greenpeace

Heinz Smital misst Radioaktivität in Fukushima City - (c) Noriko Hayashi / Greenpeace

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GreenBites – das ist der neue Podcast von Greenpeace! Aktuelles aus der Greenpeace-Welt – kurz und knapp erzählt. Was wollt ihr von uns hören? Schreibt in das Kommentar-Feld, welche Fragen euch bewegen. Hier findet ihr alle bisherigen Podcast-Folgen. Ihr könnt euch den Podcast auch als RSS-Feed abonnieren.

Atomausstieg in Europa & Fukushima

24. Februar 2012
Radiation Victim Mr Yoshiharu

Radiation Victim Mr Yoshiharu

Es ist nicht mehr lange hin und dann jährt sich die verheerende Reaktorkatastrophe in Fukushima zum ersten Mal. Ich mag übrigens nicht von Unfall sprechen, das klingt – finde ich – verharmlosend. Die Schlagzeilen sind nicht mehr so laut und häufig. Und trotzdem: Wer genau hinguckt, kann die Brisanz auch in neueren Meldungen noch wahrnehmen. Und in Japan selbst? In Japan wächst ein Jahr nach der Erd­bebenkatas­trophe und dem Reaktorunglück von Fuku­shi­ma die Wut der Men­schen. Hier die Fotostrecke von unseren Kollegen von Greenpeace International ein Jahr nach Fukushima.

In Deutschland ist der Atomausstieg beschlossene Sache. Wir im Greenpeace-Briefcenter bekommen weiterhin Anfragen zur Atomproblematik – ob von Flugbegleiterinnen, die sich Sorgen um ihre Gesundheit machen, oder von Menschen, die sich fragen, was im Rest der Welt bezüglich Atomausstieg und Energiewende passiert.

Das ist gar nicht so einfach zu beantworten. Im Netz gibt es außer der Übersichtskarte unserer österreichischen Kollegen hauptsächlich veraltete Informationen.

Fündig geworden bin ich dann beim SWP (Stiftung Wissenschaft und Politik):

(c) Stiftung Wissenschaft und Politik

(c) Stiftung Wissenschaft und Politik

Was positiv stimmt, ist die Haltung der polnischen Bevölkerung gegenüber Atomkraft.

Am Ende möchte ich es nicht versäumen, auf ein bemerkenswertes Buch aufmerksam zu machen:

“Der Reaktor” , von Elisabeth Filhol, erschienen im Nautilusverlag. Ich habe den Roman gelesen und möchte um euch einen Überblick zu geben, aus der Rezension von Claudia Voigt, Spiegel zitieren:

Der Roman ist ergreifend und radikal, weil Filhol alle festgefügten Vorurteile durch erzählerische Genauigkeit erschüttert. Nach der Lektüre von ›Der Reaktor‹ ist das Stichwort Atomenergie kein abstrakter Begriff mehr, nicht mehr nur ein Wahlkampfthema oder eine lautlose Gefahr.

Unbedingt empfehlenswert!

Elisabeth Filhol - Der Reaktor

Elisabeth Filhol - Der Reaktor